noPhone: Smartphone ohne Funktion als Seitenhieb auf unser Nutzungsverhalten

Sven Wernicke

Wie Zombies starren sie stundenlang auf einen Fleck. Hach, die Jugend heutzutage mit ihren Smartphones. Statt das echte Leben zu genießen, teilen sie ihre Einfältigkeit mit der Welt, ihr Essen bezeichnen sie als #Foodporn und zocken ununterbrochen Spiele, die sie dank In-App-Käufe abzocken. Besorgte Eltern bekommen jetzt eine Lösung: Das noPhone! Damit setzt man alle Smartphone-Junkies auf Entzug.

Sieht fast wie ein Telefon aus...

Sicherlich ist das noPhone mit Humor zu sehen, genauso wie natürlich die überspitze Einleitung dieses Artikels. Der Ansatz ist aber durchaus ein ernster, denn mittlerweile sind viele Millionen Menschen in einem regelrechten Suchtverhalten zu beobachten. Der permanente Zwang, auf das Display des Telefons zu schauen, Nachrichten zu checken oder in den sozialen Netzwerken nach Neuigkeiten zu schauen – das scheint stets zu eilen und zwingend nötig zu sein. Oftmals zerstört genau so ein Auftreten Unterhaltungen oder gar das Wahrnehmen der eigenen Umgebung. Damit soll jetzt Schluss ein: Süchtigen wird einfach das Smartphone weggenommen, stattdessen soll ihnen das noPhone in die Hand gedrückt werden.

Keine Technik

Das noPhone sieht auf den ersten Blick wirklich wie ein iPhone aus, es besteht aus Plastik und wiegt genauso viel wie ein übliches Telefon dieser Art. Es gibt sogar eine rutschfeste Unterseite – warum auch immer. Denn recht schnell dürften Probanden feststellen, dass das Gerät sonst keine Funktionen besitzt. Nutzer erhalten das „Look & Feel“, aber keine weiteren Smartphone-Elemente. Vielmehr dient das noPhone der Abkehr von bekannten, ungeliebten, unhöflichen Gewohnheiten, die das eigene Leben womöglich zu sehr in Beschlag genommen haben.

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Weiterhin ist das noPhone wasserdicht und robust genug, um auch durch die Wohnung geworfen zu werden. Sollte es also zu Entzugserscheinungen kommen – das Teil ist darauf vorbereitet.

Trotz einer offiziellen Webseite ist noch unklar, ob das noPhone wirklich ein echtes Produkt oder ein Gag ist. Bei großem Interesse könnte das „Telefon“ in dieser Form erscheinen. Alternativ kann man als Anti-Sucht-Mittel auch zum i-Woody greifen. Das Holzsmartphone ist zwar für Kinder gedacht, aber erfüllt vielleicht einen ähnlichen Zweck wie das noPhone?

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Bild: nophone.eu

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Sven liebt Gadgets. Vor allem verspielte, verrückte, aber auch lustige, unkonventionelle und praktische. Er hat 2014 ein paar Beiträge zu BASIC thinking beigesteuert.