Mit Achselschweiß zum Erfolg: Das erste smarte Deo „ClickStick“ ist … kein Scherz!

Jürgen Kroder

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Heutzutage muss alles „smart“ sein, um interessant zu klingen: Smarte Armbänder, smarte Uhren, smarte Fernseher, smarte Waschmaschinen, smarte Häuser. Alles wird mit Smartphones vernetzt. Bei vielen Dingen macht das Sinn, bei anderen weniger. Beim Crowdfunding-Projekt „ClickStick“ fragt man sich deswegen zuerst: WTF?

Ungewöhnlich, aber attraktiv

ClickStick ist kein technisches Gadget. Es ist ein Deodorant. Und das sendet Daten an das Smartphone. Nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz, sondern vollkommener Ernst. Gilard Arwatz, „Mechanical and Aerospace Engineering“-Student an der bekannten Princeton University, hat auf Kickstarter wirklich seine Vision eines modernen Deos eingestellt und um finanzielle Unterstützung gebeten.

Ergebnis: ClickStick überschritt sein Funding-Ziel von 55.000 US-Dollar um rund 10.000 Dollar. Ziel erreicht. Im Sommer 2015 soll der „intelligente“ Duftspender auf den Markt kommen. Manch einer mag nun mit dem Kopf schütteln.

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Ja, ein smartes Deodorant – diese Idee klingt wirklich seltsam. Aber der Erfolg von ClickStick liegt wohl in verschiedenen Faktoren begründet.

Erstens: Das Projektvideo punktet mit viel Witz. Ein nicht zu unterschätzender Faktor, um Kampagnen viral zu pushen. Theoretisch. Auf Youtube ist der Clip aber mit seinen wenigen Views nicht gerade als Hit zu werten, aber auf der Kickstarter-Seite ist er ein attraktiver „Türöffner“.

Zweitens: ClickStick bietet verständliche Mehrwerte. Da wäre zum einen die Einstellung, dass der Deo-Spender immer die gleiche Menge abgeben kann. Zum anderen hat das Konzept einen Öko-Touch: Anstatt immer die komplette Hülle wegzuwerfen, sollen Teile wiederverwertbar sein – was laut des Erfinders bis zu 90 Prozent Plastikmüll spart.

Drittens: Der Geek-Faktor: Eine App speichert die persönlichen Einstellungen, trackt den Verbrauch oder erinnert an die Benutzung (kauft ihn, liebe U-Bahn-Mitfahrer!). Und bunte LED zeigen den Füllstand an. Geht der Vorrat zur Neige, kann per Klick Nachschub bestellt werden. Nice.

Viertens: Das Verpackungsdesign ist „sexy“. Die eleganten Formen in Verbindung mit den Glow-Effekt der LED – das hat was. Besonders bei der „Kickstarter Limited Edition“, die im schicken Chrom daherkommt.

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Neue Kunden ansprechen mit ClickStick?

Wenn man zum ersten Mal von ClickStick hört, kann man die Idee nicht so recht ernst nehmen. Ein smartes Deodorant – braucht das die Welt? Nein, nicht unbedingt. Aber aufgrund der genannten Punkte kann ich nachvollziehen, warum die Kampagne so erfolgreich lief.

Nun bin ich einerseits sehr gespannt, ob der Initiator seine Versprechungen einhalten und die ersten Exemplare bis zum Juni 2015 ausliefern kann. Und wie die Konkurrenten nun darauf reagieren. Denn für Marken wie AXE oder Nivea wäre ein solches modernes, neuartiges Deo ein perfekter Mehrwert, um in dem bereits gesättigten Markt neue Kunden anzusprechen.

Was denkt ihr über ClickStick? Braucht die Welt wirklich eine „smarte“ Lösung gegen Achselschweiß?

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Bilder: ClickStick / Kickstarter

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.