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Supermarktkette rüstet auf: Wie die Apple Watch im Einzelhandel Werbung aufs Handgelenk bringt

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geschrieben von Tobias Gillen

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Vergangene Woche hat TapSense, eine der führenden Plattformen für mobile Werbung, auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas seine Vorstellungen von Smartwatch-Werbung vorgestellt. Nun zieht eine Supermarktkette nach – und rüstet mit iBeacons auf.

TapSense mit ortsbezogener Werbung

Geht es nach TapSense, wird die Armbanduhr künftig zur mobilen Werbefläche. Mit dem GPS-Empfänger im iPhone soll die Apple Watch ortbezogene Werbeanzeigen ausspielen. So könnten schon bald etwa Coupons, spezielle Angebote oder einfach nur simple Hinweise von Geschäften und Läden in der Nähe aufs Handgelenk geschickt werden.

Zudem hat TapSense im Vergleich zur Konkurrenz bereits ordentlich vorgelegt und Apple Pay in das Entwickler-Kit integriert, sodass Kunden direkt mit den Coupons auf ihrer Apple Watch interagieren können (mehr dazu). Für Entwickler von Apple-Watch-Apps könnte TapSense also der entscheidende Baustein zur Monetarisierung werden.

75 Filialen aufgerüstet

Doch auch der Einzelhandel bereitet sich bereits auf die Apple Watch – und damit möglicherweise den größten Wachstumsschub im Bereich der Smartwatches – vor. Die US-Supermarktkette Marsh Supermarkets etwa hat in allen ihren 75 Geschäften iBeacons nachgerüstet. Über diese sollen die Kunden im Markt geortet werden.

Das bringt nicht nur mächtig Kundendaten – man denke nur an Aufenthaltszeit, Wegrekonstruktionen und Co. Sondern auch die Möglichkeit, zielgerichtete Werbung wie Sonderangebote an die Kunden auszuspielen. Das soll über die eigens entwickelte Apple-Watch-App passieren. Darüber sollen zudem vorher erstellte Einkaufslisten in dem Moment des Betretens geöffnet werden.

Damit ist Marsh Supermarkets ganz vorne dabei, was das Aufrüsten wegen des bevorstehenden Apple-Watch-Launchs betrifft. Wie auch schon am 26. Juni 1974, als die Kette den ersten UPC-Scanner einführte. Wir sind gespannt, wann weitere Ketten nachziehen.

Was haltet ihr von der Entwicklung im Wearables-Bereich? Macht euch die neue Flut an Daten Angst? Oder seht ihr gar Vorteile in der Entwicklung? 


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

6 Kommentare

  • Irgendwie ist das pervers. Ein Produkt ist noch nicht einmal auf dem Markt und die Industrie denkt schon daran, wie man das für Marketing nutzen kann. Da ist jeder Nutzer nur ein potentieller Kunde.

    Sehr gut gefallen haben mir die Berichte über das Cluetrain Manifest:
    „Wir sind keine Zuschauer oder Empfänger oder Endverbraucher oder Konsumenten. Wir sind Menschen – unser Einfluss entzieht sich eurem Zugriff!“

  • Ob es wirklich Menschen gibt, die sich eine solche Werbewanze kaufen und an den Arm schnallen? Ich fürchte schon, wenn Apples Marketingabteilung nur gut genug ist…

  • Apple räumt schon die Store-Lager auf und schickt im Wert von ca. 20 Million Euro alleine in DE & UK Zubehörware an die Hersteller zurück, die machen Platz im Regal für die i-watch und anderen NEUEN Schnickschnack-I Products die da noch kommen. Welcome in 2015, das Jahr fängt ja gut an!
    Apple macht die groesste Store – Retoure seit Firmengründung! Die sind ja Apple und können alles zurück schicken, Produkte die STEINALT sind! Hier muss der Gesetzgeber endlich mal handeln, Retailer wie Apple verschaffen sich durch Ihre Wettbewerbs verzehrenden Lifetime Retourunrechte, einen illegalen Vorteil im Markt, da sie NULL Risiko mit Ihrem Kapital eingehen müssen. Aber egal, the world goes ETAIL und Apple darf alles! Mach das mal als Tante Emma Laden!!!!!!

  • @Etailfrust

    Was ich absolut nicht Leiden kann, ist, wenn ein Niemand sein Unwissen verbreitet.
    Ich behaupte mal ganz frech, dass alle „Wiederverkäufer“ ab einer gewissen Größenordnung eine Retourenmöglichkeit haben.
    Das geht heute garnicht mehr anders. Wenn dem nicht so wäre, dann würden viele deren Produkte garnicht erst anbieten.
    Dann kannst Du Dich genauso gut über die MSH aufregen.

    Ich kenne keinen Tante Emma Laden der Mobilfunkzubehör verkauft.

  • Einerseits zwar ziemlich praktisch, aber andererseits überlegt man auch, wo Werbekampagnen ihr ende finden werden..

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