„CANpaign“: Dosen werden zum Kommunikations-Kanal, um in Not geratenen Menschen zu helfen

Jürgen Kroder

dosen

Wie kann man Menschen erreichen, die auf der Straße leben und eine andere Sprache sprechen? Das dänische Rote Kreuz hat einen originellen Weg gefunden, um mit unregistrierten Einwanderern in Kontakt zu treten, damit ihnen geholfen werden kann.

Hilfe für Hilfsbedürftige

In vielen Ländern gibt es unregistrierte Immigranten. Sie leben im Schatten der Gesellschaften, möglichst unauffällig, damit sie nicht abgeschoben werden. Auch sie benötigen Hilfe und medizinische Versorgung. Deswegen wurden beispielsweise in Dänemark vom Roten Kreuz schon vor einigen Jahren spezielle Kliniken für Immigranten eröffnet. Sie bieten allen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft eine kostenlose Behandlungen an. Eine sehr gute Sache.

Das große Problem aber ist: Wie tritt man mit solchen Menschen in Kontakt? Wie kann man ihnen mitteilen, dass es derartige soziale Einrichtungen gibt? Wie überbrückt man die sprachlichen und sozialen Barrieren? Plakate, Flyer, Artikel in den Zeitungen oder Spots im Fernsehen bringen hier nichts. Zusammen mit einer Agentur hat das dänische Rote Kreuz eine kreative und passable Lösung gefunden.

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Pfanddosen als Kommunikations-Tool

Das Rote Kreuz fertigt Aufkleber an, auf denen in verschiedenen Sprachen über den kostenlosen, medizinischen Dienst informiert wird. Da viele Einwanderer ihren Lebensunterhalt mit dem Sammeln von Pfanddosen bestreiten, werden diese auf diese Weise als Kommunikationsweg genutzt. Das heißt, das Rote Kreuz beklebt leere Pfanddosen mit den Aufklebern und platziert diese an Stellen, wo Dosensammler normalerweise auf die Suche gehen.

Diese ausgefallene Kampagne nennt sich ganz passend „CANpaign“.

Chapeau!

Hut ab, diese Aktion hat es in sich. Sie zeigt, wie relativ einfach es sein kann, mit Menschen in Kontakt zu treten, bei denen man keine klassischen Kommunikationswege nutzen kann. Ich hoffe, die dänische Kampagne macht Schule und wird bald weltweit kopiert – und das in verschiedenen Situationen, um Menschen in Not zu helfen.

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Bild: Screenshot / Vimeo

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.