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„Startup“ angesehen: Die herrlich klischeefreie Tech-Serie, die noch gefehlt hat

Startup Amazon Serie
Bild: "Startup" / Sony
geschrieben von Tobias Gillen

Serien über die Welt der Start-ups sind ja gerade schwer im Trend. „Betas“ oder „Silicon Valley“ zum Beispiel. Im Gegensatz zu diesen beiden Produktionen ist „Startup“ wunderbar erfrischend und klischeefrei.

Muss eine Serie über ein Start-up wirklich immer aufgekratzt und überdreht sein, im Silicon Valley spielen und die Klischees bedienen? „Startup“, von Sony produziert und bei Amazon exklusiv zu sehen, versucht es auf die andere Art und geht damit konträr zu den angesprochenen „Betas“ oder „Silicon Valley“.

„Startup“: Ungewöhnliches Trio und korrupter FBI-Agent

In „Startup“, das – da sind wir beim ersten kleinen aber entscheidenden Unterschied – eben nicht in San Francisco spielt, sondern in Miami, kommt ein ungewöhnliches Trio über diverse mehr oder minder realistische Umwege zusammen: Nick Talman, Mitarbeiter einer Investment-Bank, Ronald Dacey, Bandenkrimineller aus den Vororten Miamis, und die geniale Entwicklerin Izzy Morales, die den Code für eine Bitcoin-Alternative entwickelt hat.

Es geht um Mafia-Geld, Korruption und Bandenkriege, Investorensuche, Büroräume und Bilanzfälschung. Der eigentliche Gegenspieler, der korrupte FBI-Agent Phil Rask, verzettelt sich unterdessen immer mehr in seine eigenen Probleme, sodass er kaum dazu kommt, den Machenschaften des zwar grundsympathischen, es mit dem Gesetz aber nicht so genau nehmenden Trios auf die Spur zu kommen.

„Startup“: Gute Story mit Spagat zwischen gut und böse

Für einen Start-up-Serien-Skeptiker wie mich bietet „Startup“ alles, was ich für guten Genuss brauche: Eine besondere Story, Charaktere, in die ich mich als Zuseher reinversetzen kann, Spannung, Humor und Kurzweile. „Startup“ schafft den Spagat zwischen Klischee und Dramatik, zwischen gut und böse, traurig und witzig.

Man hört irgendwann auf, mit dem Kopf zu schütteln ob der Dunkelgrauzonen-Entscheidungen des Trios und entwickelt Sympathien und Verständnis für das Handeln der drei grundverschiedenen Akteure, die aber auf ihre Weise alle für das gleiche Ziel kämpfen.

„Startup“ Staffel 2 geplant

Entsprechend kann ich „Startup“ guten Gewissens empfehlen, das übrigens mit einem satten Cliffhanger endet, eine weitere Staffel ist also, auch im Hinblick auf den Hype, den die Serie erzeugt, durchaus realistisch. Die erste Staffel, bestehend aus 10 ca. 50-Minuten-Folgen, gibt es bei Amazon Prime Video* zu sehen. Einen Starttermin für Staffel 2 gibt es noch nicht.


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

3 Kommentare

  • Es gab zwei Grunde, warum ich angefangen habe diese Serie zu schauen – Martin Freeman und die Bezeichnung „Startup“. Wobei ich die anderen beiden Serien mir nicht angeschaut habe, bezüglich Startup.

    Habe die Serie in einer Woche durchgeschaut. Die Story fand ich echt sehr interessant! Die Umsetzung hat mir gefallen und die Figur von Dacey hat mich dazu verleitet mehr über Haitianer zu lesen, über die Geschichte und den Staat. Haiti war ja immer öfter in den Schlagzeilen wegen des Elends und der Kriminalität die daraus resultierte. Aber ich habe mich nie hingesetzt um über das Land mehr zu erfahren.

    Schade nur, dass die Staffel zu Ende ist und ein Start für Staffel zwei ungewiss und unklar ist.

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