Marketing Testbericht

Social-Media-Counter FlapIt im Test: Flughafenfeeling fürs Büro

Flapit Social Media Counter
geschrieben von Tobias Gillen

Kennt ihr diese Fallblattanzeigen in Eingangshallen auf Flughäfen? FlapIt hat mit dieser Technik einen Social-Media-Counter gebaut, der die Interaktion des Kunden mit dem eigenen Unternehmen oder die Motivation im Büro steigern soll. Wir haben FlapIt getestet.

Wie macht man als Unternehmen aus einem Kunden einen Fan, Follower oder Abonnent in den sozialen Netzwerken, um immer wieder mit ihm interagieren zu können oder von ihm eine positive Bewertung zu erhalten? QR-Codes sieht man hin und wieder oder schlichte „Like uns auch auf Facebook“-Banner. So richtig der Knaller ist das nicht und dürfte eine recht geringe Conversionrate haben.

FlapIt: Aus Kunde mach Fans

Der FlapIt-Counter verspricht eine höhere Chance, mit den Kunden zu interagieren. Es ist der spielerische Ansatz, sie an der Kasse oder während Wartezeiten zu beschäftigen und selbst noch davon zu profitieren. Die Idee ist eigentlich recht simpel, nehmen wir als Beispiel ein Café: Am Tresen steht der FlapIt-Counter, der verbunden ist mit dem WLAN des Cafés und den Accounts bei Facebook, Instagram, Twitter, Yelp und Swarm.

Die Fallblattanzeige wechselt in einem vom Betreiber festgelegten Rhythmus zwischen den Anzeigen dieser Netzwerke und zeigt dann jeweils an:

  • Die Likes der Fanpage
  • Die Bewertungen auf Facebook
  • Die Abonnenten bei Instagram
  • Die Follower auf Twitter
  • Die Bewertungen bei Yelp
  • Die Check-ins bei Swarm

Wenn der Kunde nicht von selbst neugierig wird und ausprobiert, was bei einem Like mit der Anzeige passiert, kann man ihn ganz einfach darauf hinweisen und ihn motivieren, sein Like dazulassen – mit direktem und physischem Feedback. Das sieht dann in etwa so aus.

Social-Media-Counter: Schnelle Einrichtung

Im Test funktioniert das wunderbar. Hin und wieder zickt der Counter bei den Facebook-Likes, was laut FlapIt auf Änderungen bei Facebook zurückzuführen sei, die aktuell von den hauseigenen Entwicklern umgesetzt werden. Die Einrichtung im Backend ist simpel, solange man es nicht mobil oder am Mac mit Safari probiert. Zunächst muss man einen Account anlegen und den FlapIt-Counter mit dem WLAN verbinden.

Dann kann man die Netzwerke hinzufügen, die gewünschten Werte (z.B. kann man bei Facebook Likes und/oder Bewertungen und/oder Likes auf einen einzelnen Post anzeigen) auswählen oder eine eigene Nachricht hinterlassen (maximal sieben Stellen lang). Der Rhtyhmus sollte nicht zu schnell eingestellt werden, weil der Counter tatsächlich eine gewisse Lautstärke erreicht, die im Büro oder im Ladenlokal bei hoher Frequenz schnell auch nerven kann. Wir haben bei unserem Test nur Twitter und Facebook eingestellt, um es nicht zu übertreiben.

11 Netzwerke und API-Schnittstelle

Zusätzlich kann man noch Yelp, Instagram, YouTube, Dianping, Zomato, VKontakte, Foursquare, Swarm und Tripadvisor wählen, je nachdem, wo man seine Fanzahlen oder Bewertungen pushen möchte. Zudem gibt es eine API-Schnittstelle und die Möglichkeit, zum Beispiel Google-Analytics-Daten auszuspielen – was in unserem Test ebenfalls reibungslos funktioniert hat. Für Unternehmen mit einer Abnahme von mehreren FlapIt-Countern bietet der Hersteller an, den Counter mit dem Unternehmenslogo zu personalisieren.

Und da wären wir auch schon beim Preis. 359 Euro ruft FlapIt für seinen 58 x 12,5 x 12,5 cm großen und 3 kg schweren Social-Media-Counter auf. Happig, aber natürlich passend zur Zielgruppe. FlapIt spricht eben nicht die Privatperson an, sondern vielmehr große Konzerne oder kleinere Unternehmen.

Fazit: Gelungene Umsetzung

Der FlapIt-Counter ist sicher eine gute Alternative für altbackene QR-Codes oder öde „Like uns“-Sticker an der Kasse. Er verbindet Business mit Gamification und macht das Interagieren so zumindest attraktiver für den Kunden. Gerade für Unternehmen mit eigenem Ladenlokal sicher eine tolle Idee für den Kassen-, Tresen- oder Schaufensterbereich. Aber auch für das Büro kann es motivierend für die Mitarbeiter wirken, wenn sie direktes positives Feedback auf ihre Arbeit bekommen.

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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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