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Regionalliga süß-sauer: Astoria Walldorf gegen China

China gegen Astoria Walldorf
Pexels
geschrieben von Philipp Ostsieker

Kein Witz: Die chinesische U20-Nationalmannschaft wird künftig in der Regionalliga Südwest antreten. Das berichten „Bild“ und „Kicker“.

Offenbar spielt U20 Chinas künftig komplett in Deutschland. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe einen entsprechenden Vertrag mit China aufgesetzt. Dieser sei aber noch nicht unterschrieben worden. Das berichten sowohl die BILD als auch der Kicker. Die endgültige Entscheidung über das Projekt soll am 11. Juli fallen

Demnach soll das Nachwuchsteam in der kommenden Saison in der Regionalliga Südwest antreten, um Spielpraxis für Olympia 2020 in Tokio zu sammeln. Das Team werde nicht offiziell in der Tabelle geführt. Es sei aber fest im Spielplan verankert. Die 19 Klubs in der Südwest-Staffel haben zweimal pro Saison spielfrei. An diesen Tagen soll vor heimischem Publikum gegen Chinas U20 gespielt werden. Das Team wird vermutlich für ein Jahr lang in Heidelberg wohnen und von dort aus zu den Spielen reisen.

Regionalliga-Klubs erhalten Antrittsgeld

Von Vereinsseite gibt es gemischte Stimmen: „Für uns wäre das eine schöne Geschichte“, sagte der Geschäftsführer der TSV Steinbach, Matthias Georg. „An den freien Spieltagen sucht sowieso jeder einen Testspiel-Gegner. So bekommen wir ein Freundschaftsspiel, müssen nicht mehr suchen, die kommen auch noch zu uns und es gibt zusätzliche Einnahmen.“ Für die beiden Spiele sollen die Regionalligisten offenbar jeweils 15.000 Euro erhalten.

„Alle 19 Klubs der Liga haben ihre Zustimmung signalisiert, dass die Chinesen mitspielen“, so Felix Wiedemann, Geschäftsführer der Regionalliga Südwest  gegenüber BILD: „Ich sehe deshalb das Projekt auf einem sehr gutem Weg.“

Rot-Weiss Essen spielt in der Regionalliga West. Der Traditionsklub wird kein Gegner der Chinesen sein. Dennoch äußerte sich der Klub auf Facebook halb humorvoll, halb kritisch zur Neuigkeit.

DFB-Generalsekretär bezieht Stellung

Bereits Ende November vergangenen Jahres hatten der DFB, die Deutsche Fußball Liga (DFL) und Vertreter der deutschen und der chinesischen Regierung im Bundeskanzleramt in Berlin eine weitreichende Vereinbarung beider Länder zur Zusammenarbeit im Fußball für zunächst fünf Jahre unterzeichnet. Operativ ist nun die Regionalliga Südwest Teil der Zusammenarbeit.

Am 5. Juli wurde der Deal in Berlin in Anwesenheit von Chinas Staatspräsident Xi Jinping offiziell vorgestellt werden. Es ist die konsequente Fortsetzung des Fußball-Förderprogramms, durch das die Chinesen bis spätestens 2050 den Anschluss an die Weltspitze schaffen wollen.

Die Teilnahme sei freiwillig, erklärte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius im Interview mit dem kicker. Er stellte aber auch klar: „Das Projekt würde auch nicht platzen, wenn einzelne Vereine wie Waldhof Mannheim abspringen, denn fast alle Klubs erkennen das als eine Riesenchance, die sie nutzen möchten.“

Vereine aus anderen Regionalligen hätten gerne am Projekt teilgenommen. „Aber es war der Wunsch der Chinesen, zunächst in den Südwesten zu gehen“, meinte Curtius. Es gehe um „organisierte Freundschaftsspiele, definitiv nicht um die Eingliederung einer externen Mannschaft“.

Die chinesische Fußball-Offensive hat viele Facetten. Einige davon wurden hier bereits aufgegriffen:

Nicht vergessen möchte ich den Verweis auf die Basis der Artikel-Überschrift:


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Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Medienmanager und Digitalstratege aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.

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