Neymar zu PSG: Die Zahlen zum Rekord-Deal

Neymar zu PSG: Alle Zahlen zum Rekord-Deal

Philipp Ostsieker

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Fest steht: Neymar möchte den FC Barcelona verlassen. Perfekt scheint der Wechsel noch nicht zu sein. Die Art und Weise, wie Paris St. Germain die Rekordablösesumme von 222 Millionen Euro bezahlen möchte, ist umstritten.

Barça benötigt offenbar hochwertigen Ersatz. Neymar hat beim International Champions Cup am 30. Juli wahrscheinlich seinen letzten „Clásico“ gespielt.

Der Torjäger war 2013 für 86,2 Millionen Euro Ablöse vom FC Santos nach Barcelona gewechselt. Vier Jahre später steht sein nächster Wechsel bevor. Der FC Barcelona hat die Bitte seines Stars offiziell bestätigt. Nun geht es zwischen den beiden Klubs um die letzten Transfer-Details.

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„Neymar hat vor dem heutigen Training den Verein darüber informiert, den FC Barcelona zu verlassen“, verkündeten die Katalanen.

Neymar ist höchst bezahlter Sportler unter 25

Der bisherige Ablöse-Spitzenreiter Paul Pogba war vor einem Jahr für 105 Millionen Euro von Juventus Turin zu Manchester United gewechselt.

Gemäß einer Forbes-Studie ist Neymar aber schon jetzt der höchst bezahlte Sportler unter 25 Jahren. Grundsätzlich läuft sein Vertrag noch bis 2021. Pro Jahr soll er rund 15 Millionen Dollar verdienen. Er ist der einzige Fußballer, der neben dem Platz mehr Geld verdient als auf dem Platz verdient. Eine Sponsoren-Auswahl: Nike, Gillette, Panasonic und Beaty by Dre. Unabhängig von seinem Vertrag mit Barça verdient Neymar 22 Millionen Dollar mit Werbung.

In der Forbes-Geldrangliste aller Sportler liegt der Brasilianer auf Rang 18 von 100. Auch wird er sich vermutlich verbessern. In Paris könnte er wohl 30 Millionen Euro pro Saison kassieren.

Deal als Belastungsprobe für Financial Fairplay?

Bei einer Vertragsdauer von fünf Jahren müsste PSG bei der Verpflichtung von Neymar laut SZ mit Ausgaben von über einer halben Milliarde Euro rechnen. Kann dieser Transfer vollzogen werden, ohne gleichzeitig die Regeln des „Financial Fairplay“ der UEFA zu verletzen?

Javier Tebas, der Präsident der spanischen Profiliga dazu: „Falls die UEFA nicht von sich aus einschreitet, dann klagen wir.“ Tebas mit Blick auf PSG und Katar: „Es gibt Vereine, die ihr Geld von Staaten erhalten und damit Spieler kaufen, um ihre Fans zu beschenken.“ Das Regelwerk sehe vor, dass ein Verein einen maximalen Verlust von 30 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren verzeichnen darf.

Laut WELT soll Neymar seine Ablöse selbst zahlen. Gleichzeitig werde er parallel zu seinem PSG-Vertrag eine Botschafter-Tätigkeit für die WM 2022 in Katar übernehmen. Der Lohn: rund 300 Millionen Euro. Ohne spielt Katar eine entscheidende Rolle für das Wirken von PSG. 2011 kaufte Qatar Sports Investments (QSI) PSG mit dem Ziel, den Klub als weltweit führende Sportmarke zu etablieren. In Frankreich steht PSG weit vorne, international wurden die Ziele noch nicht erreicht. Entsprechend stagniere der Klub auch in seiner wirtschaftlichen Entwicklung, so Simon Chadwick, Professor of Sports Enterprise an der University of Salford.

Fest steht: Festgeschriebene Ablösesummen können spätestens 2017 keine ambitionierten Konkurrenten mehr abschrecken. Hinderliche Regeln werden offensichtlich weit genug gestreckt – das ist ja irgendwie auch innovativ, oder?

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.