https://www.sporttechie.com/amazon-nfl-stream-numbers-glitches-paywall/

Amazon Prime: NFL-Stream startet solide

Philipp Ostsieker
Pexels

Amazon Prime Video hat zum ersten Mal NFL Thursday Night Football gestreamt. Der erste NFL-Stream lief nicht ganz ohne Störungen ab. Verglichen mit den Zuschauerzahlen des vorherigen Rechte-Inhabers Twitter muss Amazon sich aber nicht verstecken.

Die Partie zwischen den Green Bay Packers und den Chicago Bears lockte weltweit durchschnittlich ein Publikum von 372.000 Zuschauern vor den Bildschirm. Diese Zuschauer schauten das Spiel für mindestens 30 Sekunden und sahen den souveränen 35:14-Sieg der Packers für durchschnittlich 55 Minuten. Dies berichtete Sporttechie am Folgetag.

Spannend ist natürlich der direkte Vergleich mit den Zahlen des Vorgängers Twitter. Twitter übertrug den NFL-Stream zur Partie der New York Jets gegen die Buffalo Bills. 243.000 Nutzer sahen zu, im Schnitt 22 Minuten lang.

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Der Deal von Amazon und der NFL umfasst elf Spiele pro Saison. Amazon Prime Video erreichte mit seinem ersten NFL-Stream 1,6 Millionen Zuschauer weltweit. Inklusive der Vorberichterstattung betrug die Reichweite 1,9 Millionen Zuschauer. Erwähnenswert ist ein weiterer Unterschied zwischen Twitter und Amazon. Amazon strahlt die Spiele hinter einer Paywall aus und ist dann für bestehende Abonnenten kostenlos verfügbar. die NFL-Streams von Twitter waren für Nutzer und Nicht-Nutzer kostenlos verfügbar.  Der erste Stream erreichte 2016 2,1 Millionen Zuschauer insgesamt, 2,3 Millionen Zuschauer inklusive der Vorberichterstattung.

Einen detaillierten Blick auf die Zahlen hat Yannick Ramcke von offthefieldbusiness.de geworfen.

NFL-Stream läuft in 149 Ländern

Media-Insider Anthony Crupi interpretierte die Amazon-Zuschauerzahlen eher negativ. Twitter-COO Anthony Noto bestätigte diese Einschätzung mit einem Retweet.

Laut Amazon schalteten Fans aus mindestens 149 Ländern ein. Als der Deal von Twitter mit der NFL 2016 endete, hieß es, dass das internationale Publikum etwa 25 Prozent des Gesamtpublikums ausgemacht hätte.

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Es bleibt spannend, wie sich die Wachstumsrate sowie die Streaming-Qualität für Amazon entwickeln werden. Der Start wirkt vielversprechend. Letztlich steht und fällt der Erfolg von Amazons ersten Gehversuchen im Sportbereich mit der Nutzerzufriedenheit. Anfangs gab es einige Probleme mit dem NFL-Stream. Bekommt Amazon diese Probleme nachhaltig in den Griff, ist für die Plattform auch im Sport einiges möglich. Denn nicht zuletzt will Amazon mit diesem Konstrukt auch Geld verdienen.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.