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Staubsauger-Hersteller Dyson will „radikal anderes“ Elektroauto bauen

Marinela Potor
Bild: Dyson

Der britische Staubsauger-Hersteller Dyson will bis 2020 ein eigenes Elektroauto auf den Markt bringen. Dieses soll „radikal anders“ sein als die aktuellen Fahrzeuge, sagte Firmengründer James Dyson.

2,5 Milliarden Pfund – umgerechnet etwa 2,8 Milliarden Euro – will Dyson in den Bau eines eigenen Elektroautos investieren. Das sagte Unternehmensgründer James Dyson in einem Interview mit der britischen Zeitung The Guardian. In einem Facebook-Statement bestätigte James Dyson diesen Bericht.

„Es ist unsere Aufgabe, eine Lösung zu finden“

Er habe schon immer den Ehrgeiz gehabt, eine Lösung für das globale Problem der Luftverschmutzung zu finden, sagt Dyson darin: „Es ist unsere Aufgabe, eine Lösung für das weltweit allein genommen größte Umweltrisiko zu finden.“

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Diese Lösung sieht Dyson offensichtlich in der Entwicklung eines eigenen Elektroautos – mit eigenen Akkus. Dyson setzt dabei auf die Feststoffbatterie. Bis 2020 will der Staubsauger-Hersteller sein Modell auf den Markt bringen. Derzeit arbeiten 400 Mitarbeiter an dem Vorhaben, weitere sollen eingestellt werden.

Das Elektroauto, das Dyson vorschwebt, soll „radikal anders“ sein als aktuelle Modelle. Was das genau heißt, ließ er allerdings offen. Dyson erklärt dies mit Wettbewerbsgründen. Schließlich ist der Markt der Elektroautos heiß umkämpft. Bisher gebe es auch noch keinen Prototyp, er fange komplett bei Null an, sagte Dyson im Guardian-Interview. Das einzige was Dyson verriet: Sein Elektroauto wird kein Sportauto.

Modell wird teuer

Allerdings, darauf sollten Verbraucher sich schon einstellen, das Auto werde teuer. Auch hier nannte Dyson keine genauen Zahlen. Experten vermuten aber, dass Dyson wohl nach dem Tesla-Prinzip arbeiten werde: wenige Modelle herstellen und für viel Geld verkaufen. Das sei auch die einzig realistische Planung, um den sehr ehrgeizigen Zeitplan einzuhalten.

Denn ansonsten sei es extrem schwierig, ein Elektroauto als Branchenneuling von Grund auf in nur zwei Jahren fertig zu stellen, vermuten Insider. Allein der Regulierungsprozess für ein Auto in der EU dauere Jahre, nicht Monate, heißt es.

Doch Dyson deutete schon an, dass er mit seinem Auto nicht unbedingt vorrangig den europäischen Markt im Blick hat, sondern vielmehr auf Asien schielt. Hier sei die Akzeptanz von Elektromobilität viel höher, da Menschen die Auswirkungen der Luftverschmutzung viel deutlicher spüren, sagte Dyson. Es ist also durchaus denkbar, dass Dyson sein Modell erst in dieser Region verkaufen möchte. Die Produktion des Elektroautos werde dort sein, wo die Batterien hergestellt werden, sagte er. Ob dies in Großbritannien oder Asien sei, ließ Dyson offen.

Andererseits sollte man auch die Agilität von Dyson auf dem europäischen Markt nicht unterschätzen. Das Unternehmen hat bereits mit seinen innovativen Staubsaugern gezeigt, dass es selbst einen heiß umkämpften Markt mit hochwertigen und teuren Produkten einnehmen kann.

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Einige User im Netz haben dafür auch schon ein paar interessante Ideen. Was wäre denn, fragen sie, wenn das neue Dyson-Auto beim Fahren auch noch die Straße säubern würde?

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.