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Schlechte Werbung schadet Werbern und Marken

Christian Erxleben
Schlechte Werbung hat negative Konsequenzen für Marken und Werber. (Pixabay.com / ptra)

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Online- und Social-Media-Marketing gehört heute zum Standard-Repertoire eines Unternehmens. Trotzdem gilt es, bei Gestaltung und Ausspielung von Werbeanzeigen vorsichtig zu sein. Der Grund ist einleuchtend: Schlechte Werbung hat negative Auswirkungen auf die Website der Marke.

Undurchsichtige Kennzeichnungsmodelle, das immer stärkere Verschmelzen von Anzeigen und Redaktion sowie nervige Werbeformate sind trotz aller Bemühungen und Erkenntnisse immer noch vielfach im Netz vertreten.

Zu groß sind offenbar die monetären Vorteile dieser zweifelhaften Methoden, zu klein die Gefahr, einen Image-Schaden davonzutragen.

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Letzteres jedoch stellt in der Tat eine reelle Gefahr für Publisher und Marken dar. Das geht aus der aktuellen Studienreihe „Save The Web“ des Retargeting-Spezialisten Rakuten Marketing hervor.

Dafür wurden im April 2017 in einer Computer-gestützten Umfrage weltweit mehr als 2.500 Verbraucher befragt. 519 davon stammen aus Deutschland und sind zwischen 18 und 54 Jahre alt. Das Thema der Befragung: Wünsche an die Online-Werbung und Interaktionsverhalten.

Wer trägt die Konsequenzen für schlechte Werbung?

In diesem Zusammenhang wurden die Teilnehmer auch zur Auswirkung von schlechter oder störender Werbung auf die Markenwahrnehmung befragt. Die Ergebnisse sollten Verlage und Marken zu einem Umdenken bewegen:

  • 38 Prozent der Deutschen geben den Websites die Verantwortung für schlechte Werbung.
  • Für 36 Prozent sind die Werbungtreibenden schuldig und nur 25 Prozent sehen die Verantwortung bei den Anbietern der Werbetechnologie.

Vor allem die langfristigen Folgen einer schlechten Werbeerfahrung können gravierende Auswirkungen haben. Fast jeder Dritte (30 Prozent) meidet nach einer schlechten Erfahrung Websites.

20 Prozent, also jeder Fünfte, wendet sich sogar komplett von der Marke ab. Im mobilen Sektor verzeihen die Nutzer aktuell noch mehr.

Grundsätzlich hat die Mehrheit (65 Prozent) der befragten Nutzer nichts gegen den Einsatz von Online-Werbung. Das Verständnis für die Refinanzierung von kostenlosen Web-Inhalten ist in der Bevölkerung größer geworden. Problematisch wird es lediglich, wenn die Nutzung der Website durch aggressive Werbeformate wie Pop-ups gestört wird.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.