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Anthony Joshua kämpft im höchsten Boxring der Welt

Anthony Joshua kämpft im höchsten Boxring der Welt
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geschrieben von Philipp Ostsieker

Weltmeister Anthony Joshua hat sein Training auf ein neues Level gebracht. Kein Wunder, schließlich möchte er 2018 die Schwergewichtstitel vereinen. Dafür Joshua in die Fußstapfen von Tiger Woods, Rory McIlroy und Roger Federer, indem er seine Fähigkeiten auf dem Burj Al Arab in Dubai zeigte. Überhaupt ist Joshua eine der weltweit spannendsten Persönlichkeiten im Sport.

Doch während die Golfer Woods und McIlroy vom Dach des Luxushotels abschlugen, performte Anthony Joshua im höchsten Boxring der Welt.

Der 28-Jährige aus Watford hält die IBF-, WBA– und IBO-Gürtel und wurde von seinen Weltmeisterkollegen Deontay Wilder und Joseph Parker nach dem Sieg gegen Carlos Takam im Principality Stadium in Cardiff im letzten Monat herausgefordert.

Parker, der den WBO-Gürtel hält, will „AJ“ Anfang nächsten Jahres bekämpfen, aber in seinem Lager heißt es, dass sie nicht weniger als 35 Prozent der Geldbörse akzeptieren werden.

Bei einer Pressekonferenz in Neuseeland am Dienstag veröffentlichten sie Aufnahmen von Niederlagen, die Joshua in seinen Amateurtagen erlitt, und boten jedem, der beweisen kann, dass Parker in seiner Karriere Karriere gemacht hat, £ 20.000 an.

Reach for all that’s possible! #VisitDubai #AJBXNG

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Anthony Joshua, selbsternannter Box-Milliardär

Im April kämpfte Anthony Joshua vor 90.000 Zuschauern im Wembley-Stadion gegen Wladimir Klitschko. Es ging um die Verteidigung des IBF-Titels sowie die vakanten IBO- und WBA-Titel. Joshua konnte den Kampf durch technischen K. o. in der 11. Runde gewinnen, nachdem beide Boxer in der fünften sowie in der sechsten Runde zu Boden gegangen waren und angezählt wurden. Dieser Kampf war der bisher längste in seiner Profikarriere. Außer Klitschko war kein anderer Gegner über die 7. Runde gekommen.

Klitschko gab im August seinen Rücktritt vom Boxen bekannt. Aber für Joshua sollte er nur eine Zwischenstation sein.

The new school of thought is that I need to be a billionaire… now there are ordinary people, grandmas and granddads that are worth millions because of property prices. (Anthony Joshua gegenüber GQ)

Denn er hat größere Ziele. „AJ“ möchte der „weltweit erste Sport-Milliardär“ werden. Er vernachlässigt, dass Oscar De La Hoya, 10-facher Weltmeister laut Forbes während seiner gesamten Karriere 405 Millionen Pfund verdient hat, während Mike Tysons Einnahmen sich, nicht nur aufgrund seiner Boxkarriere, auf etwa 544 Millionen Pfund belaufen. Floyd „Money“ Mayweather erzielte während seiner Karriere knapp über 600 Millionen Pfund.

Und Joshua vergisst, dass Legenden wie Michael Jordan, Tiger Woods und Arnold Palmer laut Forbes bereits die Milliarden erreicht haben.

Aber niemanden scheint es zu stören. Es sorgt für einen großartigen PR-Hype um jemanden, dem die Welt zu Füßen bzw. Fäusten liegt. Das war nicht immer so.

Zwischen 2009 und 2010 trug der Sohn nigerianischer Einwanderer dreizehn Monate lang eine elektrische Fußfessel. Wegen Drogenbesitzes mit der Absicht des Verkaufs wurde er zu zwölf Monaten gemeinnütziger Arbeit und 100 Sozialstunden verurteilt.

Dennoch: Er bringt alles mit, um das Aushängeschild einer neuen Box-Ära zu werden. Joshua gilt als perfektes Vorbild und als unglaublich gut vermarktbar. Er wirkt geläutert durch das Boxen. Zudem sieht er gut aus, kann sich artikulieren, benehmen und bringt gleichzeitig einen natürlichen Charme mit.

Alle lieben Anthony Joshua

Promoter Eddie Hearn fasst zusammen: „Er ist die Art Person, zu der du aufschauen kannst, um zu sagen: Ich will so sein wie er.“

Und nicht nur die Fans lieben ihn, sondern auch die Sponsoren. Im Sommer waren bereits dreizehn Sponsoren bei Team AJ an Bord. Im Fokus: Ausrüster Under Armour. Dazu besteht eine vielfältige Auswahl an Unterstützern von StubHub (Ticketing) bis hin zu Altitude Mask aus Dubai. Auf der Liste stehen zudem unter anderem Sky Sports, BXR Gyms in Marylebone, Lucozade Sport, Texo Scaffolding in Essex, EQ Nutrition, Audemars Piguet, der Schweizer Luxusuhrmacher und Dafabet, eine Wettfirma.

Ende Oktober unterzeichnete Anthony Joshua einen Sponsorenvertrag mit dem Sporthändler JD. Der Deal wurde vom Sportmarketer SportQuake vermittelt. Im Rahmen der Vereinbarung werden der vereinigte Weltmeister im Schwergewicht, 28, und sein Team mit JD für Markeninhalte und andere Aktivierungen zusammenarbeiten, darunter Fan-Wettbewerbe sowie Meet & Greets. Joshua wird zudem in „JD Undisputed“, dem Boxmagazin von JD, präsent sein.

Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.