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WhatsApp bastelt an Spam-Filter

Christian Erxleben
Pixabay.com / HeikoAL

Je größer ein Netzwerk wird, desto mehr Spam und betrügerische Inhalte kursieren. So ist es auch bei WhatsApp. Um die eigenen Nutzer vor gefährlichen Links zu schützen, arbeitet der Messenger aktuell an einem Spam-Filter.

Mit mehr als 1,5 Milliarden Nutzern im Monat ist WhatsApp nach Facebook (2,2 Milliarden Nutzer) und YouTube (1,9 Milliarden Nutzer) die drittgrößte digitale Plattform der Welt.

Da ist es eigentlich nur logisch, dass sich auch einige Kriminelle und Betrüger unter den Nutzern befinden. Schließlich verbreiten sich vermeintlich interessante Nachrichten a lá „Aktualisieren Sie ihre Kreditkarten-Informationen bei Amazon“ im beliebtesten Messenger-Dienst der Welt rasend schnell.

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Spam-Filter soll Schutz vor Viren und gefährlichen Links bieten

Eine solche Nutzung des Dienstes entspricht selbstverständlich nicht den Vorstellungen des Managements von WhatsApp. Deshalb testet der Nachrichtendienst nun einen eingebauten Spam-Filter.

Dieser ist in der aktuellen Beta-Version 2.18.206 von WhatsApp für Android zwar sichtbar, aber noch für die Allgemeinheit deaktiviert. Das schreiben die Spezialisten von WABetaInfo in einem aktuellen Blog-Beitrag.

Die sogenannte „Suspicious Link Detection“ soll in Zukunft alle eingehenden und ausgehenden Links vor dem Empfang beziehungsweise Versand überprüfen. Führt ein Link auf eine betrügerische Website, wird der Spam-Filter aktiv.

Ein roter Warnhinweis mit dem Schriftzug „Suspicious Link“ erscheint. Wer trotzdem auf den Link klickt, wird vor dem Öffnen nochmal per Pop-up auf die Gefahr hingewiesen. Wer beide Hinweise ignoriert und sich einen Virus einfängt, ist also ein Stück weit selbst schuld.

WhatsApp sollte Prüf-Prozess verschärfen

Laut den Informationen von WABetaInfo greift WhatsApp zur Analyse der ein- und ausgehenden Links jedoch nicht auf eine globale Datenbank zurück. Es wird nur lokal nach Auffälligkeiten (zum Beispiel in der Link-Struktur) gesucht.

Wenn der Spam-Filter jedoch vor allem vor weltweit kursierenden Links warnen soll, braucht es noch das eine oder andere Update. Diese kommen hoffentlich vor der finalen Veröffentlichung.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.