Unternehmen

4 Techniken, mit denen du dein Geschäftsmodell definierst

Bleistift, Block, Notizen, Canvas, Geschäftsmodell
Als Gründer solltest du dein Geschäftsmodell konkret benennen können. (Foto: Pixabay.com / congerdesign)
geschrieben von Dennis Fischer

Wer ist dein Kunde? Wie verdienst du Geld? Was sind deine Vertriebskanäle? Diese und weitere wichtige Fragen zum Geschäftsmodell solltest du auf einer Seite darstellen können. Welche Tools es dazu gibt und wofür du sie verwendest, erfährst du in diesem Artikel.

Das am meisten verbreitete Tool zur Darstellung von Geschäftsmodellen ist das Business Model Canvas. Wie du hier sehen kannst, besteht es aus neun Bereichen. Um diese Grafik auszufüllen, druckst du sie am besten auf DIN A0 und arbeitest mit Post-its in den einzelnen Spalten.

Ich werde hier nicht auf jedes einzelne Feld inhaltlich eingehen, da es dazu wirklich gute YouTube-Videos und natürlich das Buch von Alexander Osterwalder und seinen Co-Autoren gibt: Business Model Generation*. Das Original habe ich dir mitgebracht.

Value Proposition Canvas

Ein Feld möchte ich aber herauspicken, da es das wichtigste von allen ist: Value Proposition. Gerade weil es so wichtig ist, gibt es hierzu nochmal eine eigene Canvas – das sogenannte Value Proposition Canvas. Auch hierzu gibt es ein sehr empfehlenswertes Buch, um tiefer einzutauchen: Value Proposition Design*.

Worum geht es hierbei genau? In diesem Feld beantwortest du die Fragen: Welches Problem unserer Kunden lösen wir genau? Mit welchen Produkten oder Dienstleistungen lösen wir dieses Problem? Welchen Mehrwert liefern wir unseren Kunden?

Wie in meinen beiden letzten Artikeln über die Identifizierung der Bedürfnisse und die Generierung von Ideen dargestellt, bilden diese Fragen den Kern des Unternehmens und damit auch den Kern des Canvas.

Wenn du dem Kunden keinen Mehrwert lieferst oder eines seiner Probleme löst, brauchst du die anderen Felder gar nicht erst ausfüllen.

Business Model Kit

Wenn du das Business Model Canvas fertig ausgefüllt hast, hast du zwar die wichtigsten Aspekte deines Geschäftsmodells alle auf einer Seite, aber besonders übersichtlich und intuitiv ist es noch nicht.

Hier kann ich dir das Business Model Kit empfehlen. Du kannst dir einfach kostenlos das PDF herunterladen und mit den Icons dein Geschäftsmodell grafisch darstellen.

So erkennt jeder Investor auf den ersten Blick wie die Waren- und Geldströme verlaufen. Dadurch vermeidest du nicht nur Missverständnisse, sondern sparst dir auch wertvolle Zeit beim Pitchen!

Was in beiden Darstellungen allerdings vernachlässigt wird, sind die Wettbewerber. Hierzu möchte ich dir abschließend noch das „Blue Ocean Strategy Canvas“ vorstellen.

Es ist besonders gut dazu geeignet, dein Produkt den Produkten der Top-Wettbewerber gegenüber zu stellen. Dabei definierst du verschiedene Kriterien der Bewertung, die in der Abbildung unten in Spalten dargestellt werden.

Außerdem wählst du eine Bewertungsskala und trägst dann pro Spalte ein, wie sich dein Produkt gegenüber denen der Wettbewerber verhält. Auch diese Darstellung ist wieder sehr übersichtlich und leicht verständlich.

Fazit zum Geschäftsmodell

Das finale Ausfüllen der Listen und Felder ist eine vergleichsweise einfache Sache. Vor allem im Value Proposition Canvas ist die vorher geleistete Vorarbeit allerdings sehr entscheidend.

Jedes einzelne Canvas ist bei einem Start-up natürlich nur eine Momentaufnahme und ein lebendes Dokument. Sie sollten also nach dem ersten Ausfüllen regelmäßig aktualisiert und überprüft werden.

Damit stellst du den langfristigen Erfolg deines Unternehmens sicher und merkst rechtzeitig, wenn du aus Versehen von deiner ursprünglich definierten Strategie unwissentlich abweichst.

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Über den Autor

Dennis Fischer

Dennis Fischer studierte „International Management“ in Reutlingen und Reims, Frankreich. Nach drei Stationen in Start-ups in Berlin und München, hat er vor zwei Jahren den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Heute arbeitet er als Business-Coach, Speaker und Innovationsberater.

Schon seit seinem 16. Lebensjahr liest er leidenschaftlich gerne Business-Ratgeber und besucht sämtliche verfügbaren Kurse im Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Seit 2016 liest er jede Woche einen Ratgeber und stellt die spannendsten Denkanstöße daraus auf seinem Blog www.52ways.de vor.

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