Technologie Testbericht

Im Test: So schneidet der Saugroboter Roomba 980 von iRobot ab

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Der Roomba 980 von iRobot ist nicht einmal zehn Zentimeter hoch. (Foto: Unternehmen)
geschrieben von Christian Erxleben

Ein smarter Saugroboter steht in vielen Haushalten ziemlich weit oben auf der Wunschliste. Doch wie gut sind die praktischen Helfer wirklich? Wir haben mit dem Roomba 980 von iRobot ein High-Quality-Produkt getestet. Unser Bericht. 

Nach einem Alarmsystem, einem oder mehreren smarten Lautsprechern und per App bedienbaren Lampen und Heizreglern ist ein smarter Saugroboter der nächste logische Schritt auf dem Weg zum komplett eingerichteten Smart Home.

Doch welcher Saugroboter ist der richtige für dich? Diese Frage ist schwer zu beantworten, da der Markt in den letzten Monaten und Jahren mit immer mehr Modellen überflutet wird.

Einer der Marktführer ist iRobot. Das US-amerikanische Unternehmen hat sich seit der Gründung im Jahr 1990 auf Saugroboter zur Reinigung der Wohnung spezialisiert. Deren aktuelles Spitzengerät* – den Roomba 980 – haben wir für etwas mehr als vier Wochen getestet.

Preis und Lieferumfang

Der Roomba 980 ist derzeit für etwas weniger als 1.000 Euro bei iRobot selbst oder Online-Diensten wie Amazon erhältlich. Zum Lieferumfang dieser Premium-Variante gehören neben dem Saugroboter, die Ladestation, das Netzkabel, ein Ersatzfilter und eine zusätzliche Seitenbürste.

Außerdem sind im Paket bereits zwei sogenannte „Dual Mode Virtual Wall Barrieren“ samt benötigten Batterien enthalten. Diese sind extrem praktisch für Wohnungen mit etwaigen Hindernissen – beispielsweise einer Treppe.

Die aufgestellten Barrieren eröffnen je nach Einstellung entweder eine unsichtbare Lichtschranke (bis zu drei Meter) oder einen Lichtkreis (bis zu 1,2 Meter). Diese Aussparungen ermöglichen es, dass der Roomba nicht unabsichtlich eine Treppe herunterstürzt oder das Katzenfutter aufsaugt.

In unseren Tests haben beide Varianten einwandfrei und ohne Probleme funktioniert.

Einrichtung

Die Einrichtung und Installation der Ladestation, des Saugroboters selbst und die Verknüpfung mit der dazu passenden App von iRobot (für Android und iOS) klappen innerhalb weniger Minuten reibungslos. Die Schritte in der Anleitung und in der App sind selbsterklärend und detailliert.

Design und Wertigkeit

Wer den Roomba 980 für knapp 1.000 Euro bestellt, erhält von iRobot ein äußerst hochwertiges Gerät. Die matt-glänzende schwarze Farbe verleiht dem Saugroboter einen edlen Look.

Hinzu kommt, dass sowohl der Saugroboter an sich als auch alle Einzelteile äußerst stabil sind. Im Gegensatz zu anderen Staubsaugern wurde auf komplizierte Steck-Kombinationen oder kleine, leicht abbrechbare Klappen und Öffnungen verzichtet. Alle Elemente lassen sich einfach und unkompliziert öffnen und wieder schließen.

Saugkraft und Entleerung

Der letzte Punkte ist insbesondere bei der Entleerung des Auffangbehälters und der Reinigung der Filter und Bürsten hilfreich. Der gesammelte Schmutz lässt sich bequem über dem Mülleimer entleeren und selbst lange Haare verfangen sich nicht im System.

Die Saugkraft des Roomba 980 ist beeindruckend. Normaler Schmutz wird problemlos entfernt. Für starke Verunreingungen gibt es die spezielle „Spot“-Reinigung, bei der sich der Roboter auf eine besonders stark verschmutze Stelle konzentriert. Auch diese Funktion hat im Test sehr gut funktioniert.

Doch die starke Saugkraft hat auch einen Nachteil. Herumliegende Kabel und Schnürsenkel von umherstehenden Schuhen werden eingezogen. In einem Fall gelang es dem Saugroboter sogar ein USB-Kabel aus der Steckdose zu ziehen und einzusaugen.

Sobald ein solcher Fehler auftritt, erscheint auf der Reinigungskarte innerhalb der App ein rotes Ausrufezeichen und der Roboter beendet seinen Saugprozess – früher oder später. Wer den Roomba 980 unbeaufsichtigt durch die Wohnung fahren lässt, sollte also wirklich alle Kabel und potenziellen Gefahren entfernen.

Laufzeit, Lautstärke und Hindernisse

Vom Hersteller wird die Laufzeit des Saugroboters mit rund 120 Minuten angegeben. Die Test-Wohnung mit einem Reinigungsgebiet von rund 80 Quadratmetern wurde in etwas mehr als einer Stunde gereinigt.

Bei intensiver Verschmutzung und leerem Akku kehrt der Roomba 980 selbstständig zur Ladestation zurück, lädt sich auf und setzt die Reinigung anschließend fort. Die Lautstärke des Roboters während des Reinigungsprozesses ist angenehm. Bei geschlossener Tür lässt sich im Nebenraum problemlos arbeiten oder lesen.

Und auch mit den getesteten Bodenbelägen (kleine Fließen, große Fließen, Parkett und Teppich) kam der Roomba 980 gut zurecht.

Das einzige Problem war, dass kleine Bodenschwellen aus Metall mit einer Höhe von weniger als einem Zentimeter manchmal nicht überwunden werden konnten. Dabei zeichnete sich jedoch kein Muster ab, da manche dieser Schwellen ohne Probleme und manche mit kleineren oder größeren Problemen überwunden worden sind.

Fazit zum Roomba 980

Der Roomba 980 ist mit dem vollen Lieferumfang seine knapp 1.000 Euro durchaus wert. Sowohl optisch als auch von der Saugleistung her kann der Saugroboter vollkommen überzeugen.

Durch das Reinigen in Bahnen gibt es auch kaum Bereiche, die der Roomba nicht reinigt. Die geringe Höhe von 9,2 Zentimetern bei einem Durchmesser von 35 Zentimetern ermöglicht es dem Roomba auch problemlos unter und hinter Kommoden zu fahren – Stellen, die mit einem herkömmlichen Staubsauger nur mit sehr großen Anstrengungen gereinigt werden können.

Besonders erfreulich ist, dass im Lieferumfang alle benötigten Teile und sogar Batterien enthalten sind, sodass die böse Überraschung nach dem Auspacken ausbleibt. Und sollte es doch einmal zu Problemen kommen, hilft der deutsche Support schnell weiter.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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