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Deutsche Behörden stellten 20.000 Anfragen an Google

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Deutsche Behörden sind nach den USA am neugierigsten. (Foto: Pixabay.com / flotty)
geschrieben von Christian Erxleben

Google hat kürzlich seinen halbjährlichen Transparenz-Bericht vorgestellt. Darin zeigt das Unternehmen, welche Staaten besonders viele Anfragen zu Nutzerdaten hatten. Ganz vorne mit dabei sind deutsche Behörden. Weltweit gibt es nur eine neugierigere Nation als Deutschland.

Es gibt Situationen, in denen selbst Bundesbehörden und Gerichte nicht an ausreichend Informationen kommen. Das kann im Fall einer Entführung oder sogar eines Mordes für die Klärung des Falls jedoch sehr schädlich sein.

Deswegen versuchen internationale und deutsche Behörden, mit großen Konzernen wie Google, Apple oder Facebook zusammenzuarbeiten.

Der Grund dafür erschließt sich schnell. Jene Konzerne verfügen über höchstpersönliche Daten und können mittels der eignen Technologie sehr genau feststellen, was eine gewisse Person wann gemacht hat.

Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass die Besitzer der Daten auch freiwillig und uneingeschränkt mit den Behörden kooperieren. Deshalb haben manche US-Behörden auch schon versucht, iPhones zu hacken, weil Apple den Zugang nicht erteilen wollte. Die Methoden sind dabei teilweise höchst umstritten.

Google legt Transparenz-Bericht für 2018 vor

Doch welche Behörden verlangen überhaupt Auskunft von Google? Und in wie vielen Fällen wird der Suchmaschinenkonzern kontaktiert? All das lässt sich aus dem Transparenz-Bericht von Google entnehmen. Die aktuelle Ausgabe bezieht sich auf den Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2018.

Demnach gab es während dieser Zeitspanne knapp 58.000 Anfragen zu Nutzerdaten. Davon jedoch gewährte Google längst nicht in allen Fällen den Zugang zu den Informationen. Immerhin ein Drittel aller Anfragen lehnte der Konzern aus Kalifornien ab.

Deutsche Behörden sind besonders neugierig

Besonders interessant wird der Transparenz-Bericht beim Blick auf die Länder, aus denen die Anfragen kommen. Demnach belegen die USA mit 20.936 Anfragen den ersten Platz. Doch gleich auf dem zweiten Platz folgen deutsche Behörden mit immerhin 7.416 Anfragen.

Damit kommen beide Nationen gemeinsam fast auf so viele Ersuche, wie der Rest der Welt gemeinsam: 28.352 Anfragen aus den USA und Deutschland im Vergleich zu 30.516 Anfragen aus dem Rest der Welt.

Infografik: Fast jede 8. Anfrage kommt aus Deutschland | Statista

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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