Das Ende der dummen Arbeit Intrapreneure Felix Plötz

Gelesen: „Das Ende der dummen Arbeit“ von Felix Plötz

Tobias Gillen

Felix Plötz ist der breiteren Öffentlichkeit 2016 aufgefallen, als er mit seinem Buch „Das 4-Stunden-Startup“ einen Erfolg auf den Bestsellerlisten feierte (hier unsere Rezension). Nun legt er mit „Das Ende der dummen Arbeit“ nach.

Von der Konzern-Karriere zum eigenen Start-up. Diesen Weg ist Felix Plötz zunächst nebenbei mit seinem „4-Stunden-Startup“ gegangen, bevor er sich vollständig ins Abenteuer gestürzt hat.

In seinem Erstlingswerk beschreibt er den Weg vom Angestellten zum Unternehmer. In „Das Ende der dummen Arbeit“ hingegen geht es um den Weg zum angestellten Unternehmer.

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Mit Intrapreneuren zu neuer Innovation im Konzern

Konkret geht es um die so genannten „Intrapreneure“, also Entrepreneure (Unternehmer), die in einem Konzern arbeiten und dort selbstbestimmt ihre Ideen vorantreiben können.

Man kennt diese Konzepte inzwischen von einigen großen Automobilkonzernen, die firmeninterne Start-ups hochziehen. Oder schon länger von Unternehmen wie Sony, Google oder 3M (Post-its).

Die Idee dahinter: Gib den Angestellten Raum, Zeit, Ressourcen und Unterstützung und profitiere davon, dass sie sich weiterentwicklen und unternehmerische Erfahrung sammeln, Probleme unkonventionell lösen und Innovationskraft in den möglicherweise eingestaubten Konzern bringen.

Verständnis für dieses Modell muss her

Dass das kein Selbstläufer ist, wird auf den über 235 Seiten von Felix Plötz deutlich.

Von den ersten Konzepten und Ideen bis zum Überzeugen des Vorgesetzten lässt er nichts aus, was einem angehenden Intrapreneur auf seiner Reise begegnen könnte. Seine Thesen unterfüttert er mit vielen praxisnahen Beispielen von Start-ups, Mittelständlern und Großkonzernen.

Besonders deutlich wird dabei, dass die Veränderung nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern vor allem auch beim Unternehmen selbst beginnen muss. Es muss ein Verständnis dafür her, dass es sinnvoll sein kann, ein Team mal Entscheidungen in zwei Tagen statt in sechs Wochen treffen zu lassen.

Bestehende Ressourcen nutzen

Ist das da, haben es Intrapreneure – oder: geschäftstüchtige Angestellte – gar nicht so schwer, intern eigene Projekte umzusetzen. Die Vorteile dabei liegen auf der Hand. Sie können bestehende Infrastruktur, Ressourcen, finanzielle Mittel und die Sicherheit des Angestelltendaseins nutzen, um freier und selbstbestimmter zu arbeiten.

Genau das ist es laut Plötz, was Angestellte heute und in naher Zukunft von ihren Jobs erwarten. Sie wollen gefordert und gefördert werden – mit dem Intrapreneur-Modell werden so die Chefs zu Teilzeit-Coaches und -Mentoren.

Lese-Empfehlung: „Das Ende der dummen Arbeit“

Das Ende der dummen Arbeit“ von Felix Plötz ist im Econ-Verlag erschienen, kostet 18 Euro und eignet sich für all jene, die über den eigenen Tellerrand hinausblicken wollen und überlegen, mit einer eigenen Idee auf den Vorgesetzten zuzugehen.

Doch ebenso lesenswert ist das Buch für Verantwortliche in Unternehmen, um sich von neuen Ansätzen inspirieren zu lassen.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.