Mark Zuckerberg, Facebook Messenger, WhatsApp, Instagram, Facebook-Fusion

Geplante Facebook-Fusion: Messenger, WhatsApp und Instagram vereinen Chats

Christian Erxleben
Mark Zuckerberg will alle seine Messenger vereinen. (Foto: Screenshot / YouTube)

Es ist ein Paukenschlag! Wie die New York Times berichtet, plant Facebook, seine drei Messenger – den Facebook Messenger, WhatsApp und Instagram – strukturell zusammenzuführen. Spätestens 2020 soll beispielsweise ein WhatsApp-Nutzer einem Instagram-User eine Nachricht schreiben können.

WhatsApp, Instagram und der Facebook Messenger haben einige Gemeinsamkeiten. Sie gehören allesamt zum großen Facebook-Universum von Mark Zuckerberg.

Sie haben allesamt mehr als eine Milliarde monatlich aktive Nutzer und sie haben unsere Kommunikation nachhaltig verändert.

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Nur in einem Punkt unterscheiden sich die drei Messenger-Dienste: in ihrer Infrastruktur.

Aufgrund des technischen Aufbaus und der beispielsweise unterschiedlichen Verschlüsselungstypen war es bislang nicht möglich, dass ein WhatsApp-Nutzer einem Instagram-Nutzer kanalübergreifend eine Nachricht schreibt.

Zuckerberg plant offenbar Facebook-Fusion

Das jedoch könnte sich spätestens in einem Jahr – also im Frühjahr 2020 – geändert haben. Wie die New York Times von vier unabhängigen internen Facebook-Mitarbeitern erfahren hat, plant Mark Zuckerberg den Zusammenschluss seines Messenger-Imperiums.

Wichtig dabei ist: Alle drei Messenger sollen als eigenständige Apps bestehen bleiben. Lediglich die Chat-Infrastruktur, auf die der Facebook Messenger, WhatsApp und Instagram aufsetzt, soll vereinheitlicht werden.

Indem Facebook alle Messenger-Kanäle technisch auf die gleiche Basis setzt, entsteht ein konsistentes Netzwerk mit theoretisch mehr als drei Milliarden Nutzern weltweit.

Aufgrund der Überschneidungen fällt die Zahl selbstverständlich niedriger aus.

Für das werbefinanzierte Geschäftsmodell von Facebook könnte sich das zu einer Goldgrube entwickeln.

Facebook widerspricht Aussagen nicht eindeutig

In einem Statement zum Artikel der New York Times äußerte sich ein Sprecher des sozialen Netzwerks.

Er bestätigte, dass Facebook an der besten Messenger-Erfahrung arbeite, alle Messenger auf die Ende-zu-Ende-Verschlüsslung setzen wolle, um es „einfacher zu machen, Freunde und Familie über verschiedene Netzwerke hinweg zu erreichen“.

Vergleicht man diese Aussagen mit den klaren Dementi, die Facebook sonst bei Spekulationen äußert, klingt dies fast wie eine Bestätigung. Aktuell steht die Entwicklung noch am Anfang.

Doch die nächste Monate dürften spannend werden.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.