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Der eScooter könnte schon bald die Mobilität in Deutschland ergänzen

geschrieben von Felix Baumann

Die Zulassung von eScootern in Deutschland zieht sich schon seit Jahren in die Länge. Während international ein regelrechter Boom entstanden ist, der nicht zuletzt zu einigen Konflikten führte und Anbieter, wie Lime und Lyft um neue Kundschaft buhlen, geht es in der Bundesrepublik eher konservativ zu. Das könnte sich jetzt endlich ändern. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat nämlich nun den Einsatz von kleinen Elektrorollern autorisiert. Die noch hierfür notwendige Verordnung soll innerhalb der nächsten Monate in den Bundestag gebracht werden. Für Scooter ohne Lenkstange soll eine Ausnahmeregelung geschaffen werden.

Wie Business Insider berichtete, hat der Hersteller Metz Mecatech unabhängig hiervon bereits heute eine Zulassung für seinen eScooter Metz Moover erhalten. Das Unternehmen steckt mitten in der Produktion und möchte bis zur ersten Auslieferung des Modells noch weitere wichtige offene Punkte (beispielsweise die benötigte Versicherung und Plakette) klären. Der eigene eScooter erzielt mit einer Akkuladung eine Reichweite von 20 Kilometern und wiegt 16 Kilogramm.

[mg_blockquote cite=“Metz-Chef Lauri Jouhki“]Wir sind extrem froh, dass sich die harte Arbeit des vergangenen Jahres auszahlt und wir die Zulassung endlich haben. Wir produzieren bereits seit Anfang 2018 und sind sehr glücklich, dass wir unsere Moover ab März ausliefern können.[/mg_blockquote]

Weiterhin berichtet das Nachrichtenportal Zeit Online, dass über die Zulassung eine neue Fahrzeugklasse entstehen dürfte. Diese „Fahrzeuge mit Lenk- oder Haltestange“ dürfen auf Radwegen oder, sofern es keinen Radweg gibt, auf der Straße mit maximal 20 km/h fahren. Eine Versicherungspflicht besteht und wird auch durch einen Aufkleber am Fahrzeug deutlich. Außerdem soll der Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln ohne weitere bürokratische Schritte möglich sein.

Schnell auseinander geklappt und schon kann es losgehen: Der eScooter ist ein optimales Verkehrsmittel für die letzte Meile.

Eine Sache, die meiner Meinung nach es leider wieder nicht in die Verordnung gebracht hat, ist die Helmpflicht. So ist es für jede Person möglich, vollkommen ungesichert mit 20 km/h über die Wege zu sausen. Ein solche Verordnung wäre aber wenig praktikabel, da einerseits ansonsten auch die Fahrradfahrer zum Helm verpflichtet werden müssten (was aufgrund steigender Verkehrsunfälle nicht schlecht wäre), andererseits Sharing-Dienste vor einem Problem stehen würden.

Wir sind schon sehr gespannt, ab wann die Richtlinie vom Bundestag zugelassen wird. Dann werden wir euch auch hier auf Mobilegeeks Tests und Reviews zu verschiedenen Modellen anbieten, sodass ihr eine optimale Wahl für einen möglichen Kauf treffen könnt. Auch interessant wird, welcher Anbieter im Bereich Sharing sich durchsetzen wird. Wird es Lyft, Lime oder ein deutscher Anbieter? Wir werden sehen! Solange die Innenstädte nicht von eScooter überflutet werden, freue ich mich auf eine noch mobilere Zukunft.

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei Basic Thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in Basic Thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.

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