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3 Fragen, die Jeff Bezos jedem Bewerber stellt

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(Foto: Amazon)
geschrieben von Stephanie Kowalski

Wie alle großen Unternehmen stellt auch Amazon immer wieder neue Mitarbeiter ein. Auf der ganzen Welt erhält der US-amerikanische Online-Versandhändler Tausende Bewerbungen pro Jahr. Wenn ein Bewerber einen Job an Land ziehen will, muss er mindestens drei Fragen beantworten können.

Immer wieder hört man von verrückten oder kuriosen Bewerbungsverfahren der großen Unternehmen wie beispielsweise Google oder Apple. Es müssen aber nicht immer knifflige Fragen oder außergewöhnliche Aufgaben sein.

Bei Amazon scheint das Verfahren denkbar einfach: Ein Bewerber muss nur drei Fragen beantworten können. Diese Fragen hat Jeff Bezos in einem Brief an seine Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre bereits im Jahr 1998 formuliert. Sie spielen bei Amazon bis heute eine wichtige Rolle.

Die drei entscheidenden Fragen im Bewerbungsgespräch

Der CEO und Gründer von Amazon stellt Menschen ein, die intelligent, fleißig und leidenschaftlich sind. Solche Mitarbeiter sehen den Kunden, so Bezos, immer an erster Stelle. Wer die Stärken eines Teams bereichern oder ergänzen kann, hat gute Chancen auf den Job.

Um herauszufinden, ob Bewerber diese Kriterien erfüllen, hat Jeff Bezos folgende Fragen formuliert und seinen Führungskräften und Managern ans Herz gelegt.

1. Kann man den Bewerber bewundern?

Jeff Bezos arbeitet ungern mit Menschen zusammen, die er nicht bewundern kann. Seine These: Der eigene Arbeitsalltag wird durch Mitarbeiter, die einen motivieren und inspirieren, bereichert. Dadurch steigt die eigene Motivation.

Von seinen Mitarbeitern fordert er eine ähnliche Haltung. Wer will schon mit einem langweiligen oder negativ eingestellten Menschen zusammenarbeiten?

2. Wird diese Person die durchschnittliche Produktivität der Gruppe steigern?

Beweber einstellen, die gerade so die Kriterien erfüllen? Nicht mit Jeff Bezos!

Der Amazon-CEO erwartet nicht nur von seinen Angestellten Höchstleistungen, sondern auch von den Bewerbern, die für ihn arbeiten wollen.

Dazu gehört unter anderem die Übung, sich vorzustellen und zu visualisieren, wie es dem Unternehmen in fünf Jahren gehen wird. Das soll die Verbundenheit stärken und die Ziele konkretisieren und greifbar machen.

3. Auf welche Art und Weise könnte die Person ein Superstar sein?

Anders zu sein, verrückte Hobbies zu haben oder ungewöhnliche Positionen zu vertreten, bereichert laut Jeff Bezos das Arbeitsumfeld.

All diese Aspekte müssen nicht unbedingt etwas mit der Stelle zu tun haben. Doch mit einzigartigen Menschen ist die Zusammenarbeit einfach anders und besonders.

Beispielsweise können sich Mitarbeiter dann über den Arbeitsalltag hinaus austauschen und über viele andere Dinge ins Gespräch kommen. Das stärkt den Team-Zusammenhalt.

Du passt als Bewerber zu Amazon, wenn du …

Diese drei Fragen zeigen dir, was es braucht, um ein Mitarbeiter bei Amazon zu sein. Man muss dich bewundern können, du besitzt Stärken, die dein Team bereichern, und du bist anders als deine künftigen Kollegen.

Wenn ein Bewerber alle diese Aspekte erfüllt, kann er sich guten Mutes für eine Stelle bei Amazon bewerben und bekommt den Job vielleicht. Neue Kollegen werden immer wieder gesucht, denn das Wachstum des US-amerikanischen Online-Versandhändlers scheint kein Ende zu nehmen.

Würdest du dich bei Amazon bewerben? Was hältst du von diesen drei Kriterien?

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Über den Autor

Stephanie Kowalski

Stephanie Kowalski ist Bloggerin und unterstützt als freiberufliche PRlerin kleine und mittelständische Unternehmen bei ihrer Kommunikation. In ihrem Blog Online PR Guide erklärt sie, wie man mithilfe bewährter PR-Strategien und moderner Online-Kanäle erfolgreich digital kommuniziert.

10 Kommentare

  • Auf keinen Fall..denn hätte ich diese drei Talente, wäre ich viel zu schade für Bezos. Ich würde da ohnehin nicht hin wollen. Leute mit dieser Persönlichkeit haben in so einem Betrieb mit schlechten Löhnen und Uniformität nichts verloren. Ich persönlich bestelle nichts mehr bei Amazon. Die Firma zahlt keine Steuern, beutet Menschen aus, nutzt die Straßen ab und tut nichts dafür, sie instand zu halten, verödet die Innenstädte, macht den Einzelhandel kaputt, öffnet unsicheren und gefährlichen Waren Tor und Tür, verkauft Plagiate und ist insgesamt eine Pest. Sie trägt einen Schafspelz, ist aber ein gefährlicher Wolf. Das werden die meisten erst bemerken, wenn die eigene Schafherde weg ist.

    • Amazon zahlt Steuern. Das geltende Recht erlaubt aber in den Hinsicht eine große Flexibilität. Würdest du als Firmenbesitzer auch ausnutzen.

  • Der CEO von Amazon soll Mal nicht so tun als müsste man ein Akademiker sein um popelige Kisten zu verpacken und umherzuschieben.
    Der kann sich seine Fragen sonst wohin stecken.

  • Ist der Mann lächerlich. Kann doch sehr dankbar sein wenn der überhaupt Mitarbeiter findet. Halsabschneider. Schlechte Arbeitsbedingungen ohne Ende.

  • Unabhängigkeit von Amazons Ruf, zeigen diese Fragen mir deutlich in welchen fern Sphären die Personaler schweben, dass sie ihr Arbeitsviech mehr nach persönlichen Geschmack als nach tatsächlicher Qualifikation und Willen.

    Schon Frage 1 ist Unsinn, denn ich werde privat bewundert, aber auf der Arbeit bin ich ein Mensch wie jeder anderer und mein Verhältnis zum Chef nie mehr als über die kollegiale Freundlichkeit einer Betriebsfeier hinausgehen. Schon da wird einem Klar, dass Herr Bezos nur darauf abzielt, seine betriebshörigen Schleimer zsm zu suchen, die nie das Betriebsklima hinterfragen und den schönen Schein wahren.

    Frage 2 ist wenigstens ehrlich und nicht überraschend, weil wer braucht schon ein Privatleben oder gar den Partner und Kinder sehen, wenn man als williger Sklave in unbezahlten Stunden schuften kann, ne? 😀

    Und bei Frage 3 musste ich lachen, weil sind wir beim Job oder beim DSDS, das spricht nicht gerade für die Seriösität des Unternehmens. Folgender Satz zeigt noch mal die Verlogenheit: „Anders zu sein, verrückte Hobbies zu haben oder ungewöhnliche Positionen zu vertreten, bereichert laut Jeff Bezos das Arbeitsumfeld.“ Als ob, in 99% der Unternehmen wird man rausgeekelt, wenn man kreativ ist, sich für andere Kollegen einsetzt oder nicht 24/7 den Chef in Arsch kriecht was für ein toller Typ er ist… das ist LACHHAFT! :DDDD

    Durch die Blume sucht Amazon wie jedes andere profitgeile Unternehmen nur wieder einmal die eierlegende Wollmilchsau, die zum Chef Ja und Amen sagt, kein Privatleben hat und sich freut, wenn er von dem mikrigen Gehalt noch zwei weitere Jobs annehmen muss, um nicht mit Harz IV aufzustocken ^^

  • Also mir wurden diese Fragen beim Bewerbungsgespräch nicht gestellt. Lediglich solche Fragen, was braucht ein Amazon Mitarbeiter, wieso will ich gerne bei Amazon arbeiten etc. Diese 3 Fragen vom Gott Bezos höchstpersönlich bekommen sicher nur Manager Anwärter oder so gestellt. Das normale Fußvolk kann deprimiert und in Jogginganzug zum Bewerbungsgespräch kommen, es wird eh eingestellt. Von wegen es werden inspirierende Leute gesucht. Hat der eigentlich schonmal in einen von seinen FCs reingeguckt? Ich zumindest weiß, dass ich mich nie wieder bei einer amerikanischen Firma bewerben werde. Diese Mentalität ist einfach ekelhaft.

    • Nicht nur deren Mentalität……das ganze Volk ist so was von durch. Wunderschönes Land aber desen Bewohner…..eine Katastrophe

  • Plattitüden!
    Natürlich zählt Amazon Steuern. Selbstverständlich nicht mehr als sie müssen. Sie halten sich an die Regeln, die unsere Politiker gemacht haben.
    Amazon ist extrem kundenfreundlich, und Kunden sind auch Menschen.
    Wenn die Löhne oder Arbeitsbedingungen bei Amazon so schlecht sind, verstehe ich die Anzahl der Bewerbungen nicht.
    Für das flache Land und für alte Menschen ist Amazon ein Segen.
    Amazon macht den Markt übersichtlich, und man erkennt durch einen kurzen Vergleich, ob man über den Tisch gezogen erden soll.
    Die These von der Verstopfung oder Abnutzung der Straßen ist albern. Ein Postauto transportiert Waren für zig Kunden, die sonst einzeln in die Stadt fahren und noch in verschiedenen Geschäften suchen müssten. Das würde Straßen und Umwelt viel mehr schädigen und noch unnötig Zeit kosten.

    Man sollte nicht immer gleich auf das Geschrei der Konkurrenz hereinfallen.
    Das einzige wirklich stichhaltig Argument gegen Amazon ist die Marktmacht!

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