Taxi Stadt

Taxirevolution? Die wichtigsten Fakten zum PBeFG

Marinela Potor
Foto: Pixabay

Taxifahrer demonstrieren, Mobilitätsunternehmen klagen vor Gericht, Verbraucher sind verwirrt. Neue Mobilitätsdienste von Uber bis Moia haben die Transportsituation in Deutschland stark aufgemischt. Für mehr Klarheit soll jetzt eine Neuerung im Personenbeförderungsgesetz sorgen. Wir stellen euch die wichtigsten Eckpunkte daraus vor. 

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist ein vielbeschäftigter Mann in diesen Tagen. Er versucht nicht nur gerade eine neue Regelung für Elektrokleinstfahrzeuge in Deutschland zu schaffen. An anderer Front kämpft er aktuell auch für eine Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBeFG).

Dadurch möchte er neue Mobilitätsangebote wie Ridepooling und On-Demand-Mobilität gesetzlich besser integrieren. Im Februar 2019 brachte Scheuer dazu ein Eckpunktpapier heraus. Darin erklärt er, wie er sich die Mobilität der Zukunft in Deutschland vorstellt.

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Kritik von allen Seiten

Mit seiner Vision hat er aber nicht nur Zustimmung, sondern auch viel Kritik geerntet.

Dem Branchenverband Bitkom geht die Novellierung zum Beispiel an einigen Stellen nicht weit genug. Taxiverbände wiederum befürchten, dass On-Demand-Dienste wie Uber ihnen gleichgestellt werden, ohne die gleichen Auflagen erfüllen zu müssen. Viele sagen auch, eigentlich gebe es effizientes Ridepooling schon – und zwar in Form von Taxis.

Ridepooling-Anbieter wie Moia sagen schließlich, sie seien weder Taxi noch ÖPNV. Sie wünschten sich durch Neuerungen im PBeFG einfach rechtliche Klarheit.

Was genau besagt also dieses Eckpunktpapier zum Personenbeförderungsgesetz? Wir fassen die wichtigsten Punkte daraus zusammen.

1. Ridepooling wird zu ÖPNV

Menschen in U-Bahn Pendler ÖPNV
Ridepooling soll wie ÖPNV behandelt werden. (Foto: Pixabay / cegoh)

Nach dem Eckpunktpapier soll Ridepooling dem öffentlichen Nahverkehr gleichgestellt werden. Das befreit die Anbieter von einigen Auflagen. So müssten sie keine festen Haltestellen mehr ansteuern und auch keinen festen Fahrplantakt mehr einhalten.

Damit stärkt man natürlich On-Demand-Angebote.

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Wichtig: Das soll laut Eckpunktpapier nur für Ridepooling-Dienste von kommunalen Anbietern gelten.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.