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Amazon’s Choice: Das steckt wirklich hinter dem Siegel

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Wer glaubt, dass "Amazon's Choice" für Qualität steht, täuscht sich. (Foto: Screenshot / Amazon)
geschrieben von Christian Erxleben

Wer als Nutzer das Siegel „Amazon’s Choice“ neben einem Produkt entdeckt, geht davon aus, dass dieses speziell von Amazon ausgewählt wurde und durch Qualität und Geschwindigkeit überzeugt. Doch das stimmt nur zum Teil. Wir erklären, wie das Siegel vergeben wird.

Die Suche nach Produkten auf Amazon ist nicht immer einfach. Das liegt nicht etwa daran, dass die Suchmaschine schlecht aufgebaut wäre. Nein, der Grund ist ein anderer: Inbesondere bei alltäglichen Produkten, wie Büroklammern, Mülltüten oder auch Mikrofaser-Handtüchern ist die Auswahl unfassbar groß.

Kein Nutzer hat Zeit und Lust sich durch 20 Seiten an Ergebnissen zu Mülltüten zu klicken. Deswegen verlassen wir uns in diesen Fällen häufig auf ein Siegel: Amazon’s Choice. Denn was Amazon persönlich empfiehlt, kann nicht schlecht sein. Oder doch?


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Die Kriterien für Amazon’s Choice

Beim Mouse-Over erscheint ein Banner mit der Information „Amazon’s Choice empfiehlt top bewertete, sofort lieferbare Produkte zu einem günstigen Preis.“

Aus dieser Beschreibung lassen sich bereits drei Kriterien für die Auswahl der Produkts herausarbeiten:

  • Hohe Liefergeschwindigkeit – sprich: Amazon Prime
  • Eine sehr gute Bewertung
  • Ein im Verhältnis zur Konkurrenz günstiger Preis

Diese drei Kriterien erscheinen auf den ersten Blick auch logisch. Interessant wird es jedoch beim Blick auf die Details. So wird das Siegel beispielsweise nicht von Mitarbeitern nach einem Review vergeben, sondern automatisiert von einem Algorithmus.

Außerdem spielt das persönliche Shopping-Verhalten offenbar eine Rolle. Demnach können unterschiedliche Nutzer für die gleiche Suche unterschiedliche Produkte via „Amazon’s Choice“ vorgeschlagen bekommen. Dabei sind die letzten Einkäufe und präferierte Farben wohl ebenfalls ein Faktor.

Amazon’s Choice: Nicht immer die beste Wahl

Die Realität zeigt jedoch auch, wie anfällig dieses technische System tatsächlich ist. Weder erhalten wir Nutzer immer gute Vorschläge, noch sind die Produkte hilfreich oder lange haltbar. Das hat eine Analyse des Medien-Unternehmens Buzzfeed kürzlich deutlich gemacht.

So wurde beispielsweise ein Thermometer für Kleinkinder hervorgehoben, von dem selbst der Hersteller in der Beschreibung als „weitgehend ungenau“ gesprochen hat. Bei etwas mehr als 1.500 Bewertungen und einem Rating von 3,6 Sternen hat es trotzdem für Amazon’s Choice gereicht. Und das ist nur ein Beispiel.

Wir sollten uns beim Online-Shopping als nicht nur auf Siegel verlassen – egal, wie zuverlässig sie wirken. Ein Blick in die Kommentare und Bewertungen ist unabdingbar. Sonst erwartet uns im Zweifelsfall eine böse Überraschung.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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