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Bitcoin-Stromverbrauch: Die Kryptowährung benötigt mehr Energie als die Schweiz

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Wie viel Energie verbrauchen Bitcoins in nur einem Jahr? (Foto: Pixabay.com / MichaelWuensch)
geschrieben von Christian Erxleben

Das Mining von Bitcoins ist ein energieintensiver Prozess. Das ist bekannt. Doch wie hoch ist der Bitcoin-Stromverbrauch im Jahr tatsächlich? Das wollten Forscher der Universität Cambridge nun wissen und haben den Verbrauch in Terawattstunden errechnet.

Jeder digitale Prozess kostet Energie und verbraucht Strom – mache davon weniger, andere mehr. Oftmals ist uns im Alltag der Stromverbrauch der Aktionen, die wir tätigen, auch gar nicht bewusst.

Oder denkst du beispielsweise, während du eine Überweisung tätigst oder auf Amazon nach einem neuen Produkt suchst: Ich bin gerade im Begriff, wertvolle Energie durch meine digitalen Transaktionen zu verbrauchen. Vermutlich eher nicht und das ist auch nicht problematisch.

Relevant wird dieser Faktor jedoch bei größerem Energiebedarf. Das betrifft dann beispielsweise die Auto-Industrie oder Kreditkarten-Unternehmen, die Tag für Tag Millionen Transaktionen tätigen.

Cambridge-Forscher errechnen der jährlichen Bitcoin-Stromverbrauch

Ebenfalls interessant ist dabei der Blick auf die immer relevanteren Kryptowährungen. Erst kürzlich hatte Facebook angekündigt, mit der Facebook Libra ab dem Jahr 2020 eine eigene digitale Währung ins Leben zu rufen.

Ob sich die neuste Idee von Mark Zuckerberg durchsetzt und die bestehende Finanzwelt revolutioniert, werden wir vermutlich frühestens Ende nächsten Jahres wissen.

Schon lange etabliert ist dagegen der Bitcoin als wertvollste und zugleich teuerste Kryptowährung der Welt. Seit einem Tief zum Jahreswechsel steigt der Kurs der digitalen Münze erneut kontinuierlich an. Derzeit entspricht ein Bitcoin umgerechnet knapp 11.400 Euro.


„Tipp: Wenn du dich über diesen Link bei Coinbase anmeldest, um Kryptowährungen zu handeln, bekommst du 10 US-Dollar (ca. 8 Euro) in Bitcoin geschenkt, wenn du mindestens 100 US-Dollar (ca. 85 Euro) handelst und wir bekommen ebenfalls eine kleine Provision.“


Doch wie hoch ist eigentlich der Bitcoin-Stromverbrauch, der beim energieintensiven Mining und den anschließenden Transaktionen verbraucht wird? Das haben Forscher der Universität Cambridge untersucht.

Ihre Ergebnisse präsentieren sie in einer täglich aktualisierten Statistik im Cambridge Center for Alternative Finance.

Bitcoin-Stromverbrauch höher als Bedarf der Schweiz

Besonders spannend ist dabei der Blick in die Vergleichstabelle. Laut den Cambridge-Forschern liegt der geschätzte Verbrauch durch Bitcoins derzeit bei knapp über 60 Terawattstunden (TWh) im Jahr.

Zum Vergleich:

  • Irland benötigt derzeit 26 TWh im Jahr.
  • Der Bedarf der Schweiz liegt bei 58 TWh in einem Jahr.
  • In Deutschland liegt der jährliche Stromverbrauch bei 537 TWh.
  • Der globale Stromverbrauch pro Jahr liegt derzeit bei 20.863 TWh.

Damit beträgt der Bitcoin-Stromverbrauch am Gesamtverbrauch derzeit rund 0,3 Prozent. Das ist zwar auf den ersten Blick nicht sonderlich viel. Trotzdem ist es mit dem Blick auf die Entwicklungen der letzten und der kommenden Jahre extrem spannend.

Übrigens: Der Bitcoin-Stromverbrauch unterliegt selbstverständlich einer großen Schwankungsbreite. Die Mindestwert, den die Forscher errechnet haben, liegt bei rund 23 Terawattstunden. Das Maximum bei knapp 188.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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