Apple. App Store

Bevorzugt Apple seine eigenen Apps im App Store?

Vivien Stellmach
Sorgt Apple dafür, dass hauseigene Anwendungen im App Store höher ranken als die anderer Entwickler? (Foto: Pixabay.com / ParampreetChanana)

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Das Wall Street Journal berichtet, dass Apple seine eigenen Apps in den Suchergebnissen im hauseigenen App Store höher rankt als die von anderen Entwicklern. Aber lässt sich das wirklich so einfach behaupten? Apple dementiert die Anschuldigungen jedenfalls. Ein Überblick.

Nach einer ausführlichen Untersuchung des Wall Street Journals soll Apple seine hauseigenen Anwendungen im App Store bevorzugen. In 60 Prozent aller Kategorien ranken die Apps demnach höher als die von anderen Entwicklern, auch wenn diese populärer seien.

„Apple dominiert die Suchergebnisse im App Store und vereitelt Konkurrenten“, schreibt die Wirtschaftszeitung angreifend. Sie wirft Apple offenbar vor, das Ranking der Apps zu manipulieren, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

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Apple Books rankt auf Platz eins im App Store – zu unrecht?

Auch das US-amerikanische Technik-Portal The Verge stellt sich hinter diese Behauptung – mit einem konkreten Beispiel: In der Kategorie Bücher sollen die Apple Books in den USA auf Platz eins stehen, obwohl die App nicht mit fünf Sternen gerankt ist.

Bei den populärsten Buch-Apps soll die Anwendung auch nur auf Platz 168 gelistet sein. Es wäre demnach unlogisch, dass sie im App Store an erster Stelle steht. Zumal Amazons Kindle-App mit einem Ranking von 4,8 Sternen und über 1,2 Millionen Bewertungen in den USA nur auf Platz zwei landet.

Das gilt allerdings in diesem Fall nicht für Deutschland: Hierzulande finden wir die Kindle-App nämlich auf Rang eins in der Kategorie Bücher.

Bevorzugt Apple sich im App Store selbst?

Das klingt natürlich erstmal sehr nach Wettbewerbsverzerrung.

Vor allem, wenn man sich daran erinnert, dass Apple 2015 alle Apps mit weniger als zwei Sternen bei der Bewertung aus dem App Store nehmen wollte – und anschließend einen Rückzieher gemacht hat, weil die eigene Podcast-App laut Wall Street Journal damals auch hätte wegfallen müssen.

Es wäre natürlich nachvollziehbar, wenn Apple seine eigenen Anwendungen bevorzugen würde. Immerhin handelt es sich ja auch um den eigenen App Store und ein Unternehmen möchte seine eigenen Produkte selbstverständlich auch bestmöglich vermarkten.

Allerdings sollte Apple solche Platzierungen dann auch als Werbung oder Empfehlung des Hauses kennzeichnen. Das würde ein gewisses Maß an Akzeptanz und Wertschätzung gegenüber anderen Entwicklern fordern, deren Anwendungen beliebter sind als die von Apple.

Apple bestreitet die Vorwürfe

Apple selbst sagt laut The Verge allerdings auch, dass der Algorithmus im App Store keine eigenen Anwendungen bevorzugt.

Er basiere nämlich auf Daten zum Nutzerverhalten und vielen anderen Faktoren. Insgesamt sollen es sogar 42 Faktoren sein, die für die Platzierung einer App verantwortlich sind.

Wie genau das Ranking funktioniert, sagt Apple nicht. Das Unternehmen will ausschließen, dass Dritte den Algorithmus missbrauchen oder manipulieren.

Apple erklärt das Ranking gegenüber The Verge so, dass „viele unserer Kunden eine enge Verbindung zu unseren Produkten haben und die Suche nutzen, um Programme zu öffnen“. Das soll das hohe Ranking von Apps wie Apple Books und auch Apple Maps erklären, das wohl vor Google Maps steht.

Ob das nun stimmt oder nicht, kann wohl niemand außerhalb von Apple mit hundertprozentiger Gewissheit sagen. Dafür müssten wir schon wissen, wie genau der Algorithmus arbeitet. Und das bleibt wohl erstmal ein gut gehütetes Geheimnis.

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Vivien Stellmach war von Mai 2019 bis November 2020 Redakteurin bei BASIC thinking.