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Apple holt vielleicht das Regenbogen-Logo zurück – und so hat alles angefangen

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Das Apple-Logo war früher regenbogenfarben. Und bald könnte es wiederkommen. (Foto: Screenshot / YouTube)
geschrieben von Vivien Stellmach

Bis 1997 hat Apple sein Logo in bunten Regenbogenfarben gehalten. Dann machte das Unternehmen einen einfarbigen Apfel daraus. Und jetzt könnte das regenbogenfarbene Apple-Logo mit der nächsten iPhone-Generation zurückkehren. Wir blicken auf seine Historie zurück.

Die Welt ist bunt und sie kann nie bunt genug sein. Das gilt manchmal auch für die Technologie-Branche. Nach seiner Gründung im April 1976 hat Apple nämlich rund 20 Jahre lang einen bunten, angebissenen Regenbogen-Apfel als Logo verwendet.

Und bald könnte das Logo eine Rückkehr feiern: Das Portal Macrumors berichtet, dass die nächste Generation der Apple-Hardware zumindest teilweise mit dem regenbogenfarbenen Apfel verziert sein könnte.

Die Internetseite bezieht sich dabei recht vage auf einen Apple-Mitarbeiter. Offiziell ist die Information also nicht.

Wir wollen das Gerücht aber zum Anlass nehmen, die Geschichte hinter dem Regenbogen-Logo kurz nachzuerzählen. So unwahrscheinlich ist das Comeback nämlich gar nicht.

Das regenbogenfarbene Apple-Logo

1977 hat Apple erstmals einen Prototypen für sein Firmen- und Markenlogo vorgestellt. Es war ein angebissener Apfel, der in sechs gestreiften Regenbogenfarben gehalten war. Er sollte für Hoffnung und Visionen stehen.

20 Jahre lang veränderte sich das Logo nur minimal in seiner Farbauswahl. Der Prototyp aus dem Jahr 1977 bekam ein bisschen mehr gelb verpasst. Von 1978 bis 1981 strahlte der Apfel teilweise dann mehr in orange.

Es waren Feinheiten, an denen Apple bis 1997 immer wieder feilte. Eines blieb aber immer gleich: Das Logo war bunt und freundlich.

1997: Apple wechselt seinen Stil

Im Jahr 1997 entscheidet sich Apple, den Regenbogen-Apfel wieder aufzugeben. Stattdessen setzt das Unternehmen jetzt auf ein einfarbiges blaues Logo in seichtem Aqua-Design. Zwei Jahre später macht Apple es etwas dunkler – und verchromt den Apfel 2003 schließlich.

Heute kennen wir das Apple-Logo vor allem stilsicher in den Farben weiß und grau. Auf dem Macbook Air leuchtet es beispielsweise auch hell, wenn das Gerät eingeschaltet ist. Eine Kleinigkeit, die Nutzer des Macbook Pro heute oft vermissen.

Darum ist das Apple-Logo angebissen

Aber warum hat das Unternehmen sich nicht für einen vollen Apfel entschieden? In der offiziellen Biografie von Steve Jobs heißt es, der Designer Rob Janoff habe zwei Prototypen vorgestellt: Eine volle und eine angebissene Apfel-Silhouette.

Jobs entschied sich demnach für den angebissenen Apfel, weil ihn der andere zu sehr an eine Kirsche erinnert habe. So viel Wissen und Leidenschaft er in seine Geräte steckte, so einfach denkend war Jobs offenbar dann in solchen Dingen.

Zuvor hatte übrigens auch der Apple-Mitgründer Ron Wayne ein klassisches Logo entworfen, auf dem der englische Naturforscher Isaac Newton unter einem Apfelbaum saß. Über ihm hing darauf der Apfel, der Newton zu den Gravitationsgesetzen inspirierte.

Die Idee hatte das Unternehmen für sein Logo aber schnell wieder verworfen.

Kommt das regenbogenfarbene Apple-Logo zurück?

Seit über 20 Jahren kennen wir den Apfel mit Biss also nun schon stilvoll in den Farben weiß, silber, schwarz und grau. Aber es wäre nicht überraschend, wenn Apple bald wieder auf den regenbogenfarbenen Apfel zurückgreifen würde.

Dafür gibt es einige Indizien: Im Frühjahr hatte das Unternehmen seinen neuen Hauptsitz in Cupertino – den sogenannten Apple Park – zur Eröffnung in Regenbogenfarben geschmückt. Die Farben sollten die Vielfalt in der Apple-Belegschaft repräsentieren und als Tribut für Gründer Steve Jobs stehen.

Im Besucherzentrum des Parks verkauft Apple zudem T-Shirts mit Regenbogenstreifen. Und das Unternehmen wollte das Regenbogen-Logo sogar schon beim US-amerikanischen Marken- und Patentamt schützen lassen.

Setzt Apple ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt?

Ein weiterer Grund für die Rückkehr könnte sein, dass Apple ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt setzen möchte.

Der „Pride Month“, der an die Stonewall-Aufstände in New York erinnern soll, die zur internationalen „Lesbian Gay Bisexuel Trangender“-Bewegung (LGBT) führten, jährt sich 2019 nämlich zum 50. Mal.

Und die Regenbogenfahne ist das internationale Symbol der „Lesbian Gay Bisexual Transgender Queer“-Bewegung (LGBTQ).

Es wäre also durchaus möglich, dass zumindest ausgewählte Apple-Geräte bald auch wieder in frohen Regenbogen-Farben erstrahlen könnten.

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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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