BMW, Hybrid, Elektroauto

BMW veröffentlicht kontroversen Werbespot zur neuen Plug-in-Hybrid-Flotte

Marinela Potor
BMW zieht in einem neuen Spot dem Plug-in-Hybrid den Stecker. (Foto: Screenshot / Youtube)

Ohne Strom macht alles mehr Spaß – zumindest, wenn es nach BMW geht. Der Autobauer bewirbt seine neue Plug-in-Hybrid-Flotte mit einem kreativen Werbespot, in dem ein kleiner Frechdachs die Hauptrolle spielt.

Natürlich kann man ein Hybrid-Fahrzeug über eine perfekt gebaute Landstraße fahren lassen, die links und rechts von sattgrünen Bäumen eingerahmt ist und das Auto leicht realitätsfern durch die Natur gleiten lässt. Das wäre heutzutage nur ziemlich langweilig.

BMW hat sich stattdessen mit der Werbeagentur Jung von Matt zusammengetan, um einen Action-reichen Werbespot für seine neuen Plug-in-Hybrid-Modelle zu drehen.

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„Unplug & Play“: BMW zieht den Stecker

Denn anders als bisher, traut sich BMW jetzt mehr. Der Werbespot stellt zu Beginn folgende Frage: Was passiert, wenn man während der Übertragung eines Fußballspiels in einer Kneipe voller mitfiebernder Fans einfach mal den Stecker zieht?

Richtig, dann geht der Spaß erst richtig los.

BMW lässt einen kleinen Jungen im Werbespot als Nervenzwerg auftreten. Der sorgt logischerweise überall für Chaos. Die Fußballfans in der Kneipe gehen wütend auf den Kleinen los, bevor er auch noch die Stromzufuhr einer Hüpfburg und die eines Bärenkäfigs im Tierpark unterbricht.

Einfach und unkompliziert

Die Botschaft dahinter ist klar: Ohne Strom macht alles gleich viel mehr Spaß. Der Werbespot endet entsprechend damit, wie der Junge den Stecker des neuen Plug-in-Hybriden seiner Mutter zieht – und beide gemeinsamen Fahrspaß erleben.

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Hinter dem Spaß steht natürlich in erster Linie die Funktionalität: BMW will zeigen, wie leicht es ist, den Plug-in-Hybriden nach dem Ladevorgang auszustöpseln und einfach loszufahren.

BMW spielt mit Emotionen

Die große Stärke des Werbespots ist, dass er hängen bleibt und für Diskussionsstoff sorgt. Denn nicht jeder Zuschauer kommt nach dem ersten Mal darauf, dass es im Clip um Fahrfreude und Leichtigkeit geht.

Vor allem die schwarzhumorige Szene im Krankenhaus, in der der Junge die lebenserhaltende Stromzufuhr eines Patienten unterbricht, dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen.

Doch genau darum ist der Kurzfilm so gelungen. BMW spielt mit polarisierenden Emotionen statt auf langweilige Rationalität zu setzen. Vielleicht ist das ja genau der Anstoß, den die Elektromobilität in Deutschland braucht.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.