Neuzulassungen April 2026 Elektroautos E-Autos

E-Autos überholen Benziner deutlich: Die Neuzulassungen im April 2026

Jonathan Harsch
Bild: Adobe Stock / DragonImages

Elektroautos haben ihren Vorsprung gegenüber Benzinern im April 2026 deutlich ausgebaut. Rund 64.350 reine Stromer stehen nur noch 53.420 Benziner-Neuzulassungen gegenüber. Gleichzeitig fällt der durchschnittliche CO2-Ausstoß erstmals unter 100 Gramm pro Kilometer. Wir zeigen dir die wichtigsten Zahlen aus dem aktuellen KBA-Bericht – von den Gewinnern und Verlierern unter den Marken bis zur Frage, ob der Elektro-Trend den Markt dauerhaft trägt.

Nachdem die Verkaufszahlen in der Automobilbranche im März ordentlich anziehen konnten, bekommt der kurze positive Trend jetzt schon wieder einen kleinen Dämpfer. Im April wurden in Deutschland lediglich 249.163 Neuzulassungen registriert. Damit liegt der Wert 15,3 Prozent unter dem des Vormonats. Im Vergleich zum April 2025 ergibt sich allerdings noch immer ein leichtes Plus.

Zum jetzigen Zeitpunkt scheint also noch nicht ganz klar, wohin die Reise in diesem Jahr letztendlich geht. Im Zeitraum von Januar bis April summieren sich die Neuzulassungen auf 948.567 Pkw. Das entspricht insgesamt einem Anstieg von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor allem Privatkunden greifen wieder häufiger zu: Ihr Anteil an den Neuzulassungen wuchs gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,2 Prozent. Gewerbliche Zulassungen gingen hingegen leicht zurück.

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Neuzulassungen im April 2026: Diese Automarken konnten zulegen

Kommen wir zur Performance der einzelnen Hersteller. Volkswagen verteidigt mit 46.101 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 18,5 Prozent zwar souverän die Spitzenposition, muss aber ein Minus von 6,7 Prozent hinnehmen. Mercedes (+4,9 Prozent) und BMW (-0,5 Prozent) liefern sich mit 23.291 respektive 22.435 verkauften Pkw ein enges Rennen um die Plätze zwei und drei. Den größten Sprung macht Audi mit einem Plus von 19,0 Prozent und 18.451 neu registrierten Fahrzeugen.

Unter den deutschen Herstellern legt Smart am meisten zu. 972 Neuzulassungen bedeuten ein gigantisches Plus von 260,0 Prozent. Auch Mini (+23,7 Prozent) und Opel (+6,6 Prozent) können einen positiven Trend aufweisen. Markante Rückgänge verbuchten neben Volkswagen vor allem Ford (-18,5 Prozent) und Porsche (-26,1 Prozent).

Bei den Importmarken setzt Skoda seinen starken Lauf fort. Die tschechische VW-Tochter kommt auf 21.192 verkaufte Pkw. Das ist ein Plus von 12,2 Prozent und reicht erneut für den ersten Platz unter den Importmarken. Weiter unten im Ranking gibt es allerdings noch größere Ausreißer. Aston Martin verbucht zwar nur 70 Neuzulassungen, doch das entspricht einem Plus von 1.650 Prozent. Auch Hersteller wie BYD (+200,4 Prozent) und Tesla (+255,8 Prozent) legen kräftig zu.

E-Autos vs. Benziner: Abstand wächst auf 11.000 Fahrzeuge

Was im März noch ein historischer Moment war, scheint jetzt bereits Alltag zu werden. Reine E-Autos kommen auf 64.350 Neuzulassungen und damit auf einen Marktanteil von 25,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 41,3 Prozent. Die klassischen Benziner fallen mit 53.420 Einheiten und einem Anteil von 21,4 Prozent weiter zurück – damit sinkt die Zahl um 20,0 Prozent. Im März lag die Differenz zwischen Stromern und Benzinern bei gerade einmal rund 3.700 Wagen, inzwischen sind es fast 11.000 Fahrzeuge.

An der Spitze stehen aber weiterhin die Hybrid-Fahrzeuge mit 97.753 Neuzulassungen und einem Anteil von 39,2 Prozent. Darunter fallen 27.546 Plug-in-Hybride. Diesel-Pkw rutschen mit 13,0 Prozent Anteil weiter ab, Flüssiggas-Fahrzeuge bleiben mit 1.190 Einheiten ein Nischenmarkt. Und Autos mit Brennstoffzellen sind mit gerade einmal zwei zugelassenen Fahrzeugen praktisch nicht vorhanden.

Der Trend zu emissionsärmeren Antrieben spiegelt sich auch im durchschnittlichen CO2-Ausstoß wider. Der aktuelle Wert von 97,6 Gramm pro Kilometer liegt um 10,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Damit fällt der Ausstoß erstmals seit Langem unter die symbolische Marke von 100 Gramm (im März lag er noch bei 100,1 Gramm).

SUVs erreichen 35 Prozent Marktanteil – Wohnmobile brechen ein

Ein Blick auf die Fahrzeugsegmente zeigt, dass der SUV-Boom weiter anhält. Der Marktanteil kann um 13,5 Prozent zulegen und beträgt 35,1 Prozent. Damit bilden SUVs mit Abstand das stärkste Segment. Die Kompaktklasse landet trotz eines Rückgangs von 12,9 Prozent auf Platz zwei. Kleinwagen legen um 12,1 Prozent zu und kommen auf einen Anteil von 13,2 Prozent.

Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnen die Minivans dank eines Zuwachses von 28,5 Prozent. Das Segment bleibt mit 0,7 Prozent Marktanteil aber eine Randerscheinung. Die größten Verlierer sind die Wohnmobile, deren Neuzulassungen um 23,2 Prozent einbrechen. Und das, obwohl der Sommer schon vor der Tür steht.

Erholung ja, aber das Tempo sinkt: Wie geht es weiter?

Wer abseits der Pkw schaut, findet ebenfalls Bewegungen am Markt. Bei den Sattelzugmaschinen geht es um 26,6 Prozent nach oben, was als positiver Indikator für die Konjunktur gewertet werden kann. Auch die Krafträder verzeichnen mit 25.342 Neuzulassungen ein deutliches Plus von 17,2 Prozent. Lediglich der Lkw-Markt schwächelt mit einem Minus von 2,6 Prozent ein wenig (via KBA).

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt wurden im April 555.152 Pkw umgeschrieben. Das ist ein Rückgang von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Insgesamt deuten die Daten darauf hin, dass sich die Erholung der Automobilbranche nach zuletzt eher schwachen Zahlen fortsetzt. Allerdings wurde das Tempo im Vergleich zum März deutlich gedrosselt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die wachsende Elektromobilität den Pkw-Markt in Deutschland dauerhaft tragen kann.

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