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Warum du aufhören solltest, auf der Arbeit glücklich zu sein

Christian Erxleben
Wenn du nach der Arbeit Freudensprünge machst, ist das gut. Glück sollte aber nicht dein einziges Ziel sein. (Foto: Pixabay.com / Free-Photos)

Glückliche Mitarbeiter sind zufriedene Mitarbeiter. Trotzdem solltest du nicht dauerhaft das Ziel verfolgen, auf der Arbeit glücklich zu sein. Denn es ist schwer, diesen Zustand aufrecht zu erhalten. Stattdessen solltest du dich auf die Suche nach Bedeutung und Sinn begeben.

Eines vorweg: Du darfst diese Überschrift nicht falsch interpretieren. Es geht selbstverständlich nicht darum, ab sofort nur noch mit schlechter Laune am Arbeitsplatz zu sitzen und die Kollegen herunterzuziehen. Wenn du mit deiner Stelle zufrieden und deshalb glücklich bist, ist das großartig.

Kurzfristiges Gefühl vs. langfristige Zufriedenheit

Es geht viel mehr um deine eigene Zielsetzung, den Sinn und die Bedeutung deiner Arbeit. Wenn du das Ziel verfolgst, auf und mit deinem Job dauerhaft glücklich zu sein, wirst du daran vermutlich scheitern.

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Der Grund dafür ist simpel: Glück ist – wie jede Emotion – ein fließender und kein dauerhafter Zustand. Deswegen solltest du dir stattdessen, ein langfristiges Ziel suchen. Du solltest deinem Handeln einen Sinn, eine Bedeutung und einen Zweck geben.

Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Psychologen und Studien, die Susan Peppercorn im Havard Business Review einordnet.

So gibt beispielsweise knapp die Hälfte der Arbeitnehmer ohne ein Leitziel in einer Studie an, keinen Sinn in ihrer Arbeit zu sehen. Mitarbeiter, die eine Bedeutung in ihrem Handeln sehen, sind um den Faktor 1,7 zufriedener und um den Faktor 1,4 engagierter.

Tipps für einen bedeutsameren Fokus, die dich zugleich glücklich machen

Zeitgleich sagen 90 Prozent aller Mitarbeiter, dass sie durchaus auf der Suche nach mehr Bedeutsamkeit sind. Sie erlangen sie jedoch nicht. Dafür geben dir Psychologen einige Tipps und Handlungsempfehlungen.

  1. Frage dich, was du willst und ob dein aktueller Job dich erfüllt oder nur deine Bedürfnisse (zum Beispiel nach Geld) befriedigt.
  2. Sei dir darüber bewusst, dass ein langfristiges Ziel kurzfristig auch zu unglücklichen Phasen führen kann. Nur weil du ein bestimmtes Ziel verfolgst, bist du nicht sofort glücklich.
  3. Notiere dir deine Aktivitäten und Ziele. Erst durch die Verschriftlichung werden wir uns häufig darüber bewusst, dass wir zum Beispiel gar nicht glücklich damit sind, Präsentationen für unsere Kunden zu erstellen.
  4. Konzentriere dich auf deine Mitmenschen und Kollegen. Wenn du diesen hilfst, kommst du der Sinnhaftigkeit näher und wirst außerdem glücklicher, weil du andere Menschen glücklich machst.

Das Verfolgen eines Ziels und ein bewusstes Leben machen dich nicht sofort zu einem zufriedenen Mensch. Dieser Prozess benötigt Zeit, die du dir selbst unbedingt gestatten musst.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.