Airpods, iPhone, AirPods, Apple

Das große Geschäft mit den verlorenen Airpods

Christian Erxleben
Verlorene Airpods spülen Apple Millionen in die Kassen. (Foto: Pixabay.com / PlushDesignStudio)

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Nur ein Prozent der Airpods-Besitzer ersetzt verlorene Kopfhörer nicht durch neue. Das freut Apple immens. Denn alleine durch den Austausch verlorener Gadgets verdient der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino knapp 700 Millionen US-Dollar im Jahr.

Lange Zeit wurden die Airpods von Apple belächelt. Sie sähen aus, wie die kleinen Köpfe von Zahnbürsten im Ohr. Hinzu kommt noch der Preis von immerhin knapp 150 Euro* für die schnurlosen Kopfhörer. Die neue Pro-Variante, die ab dem 15. November 2019 bei uns erhältlich ist, soll sogar knapp 280 Euro* kosten.

Über 100 Airpods in der New Yorker U-Bahn gefunden

In beiden Fällen ein sehr hohen Kostenpunkt für ein Gadget, das auch schon einmal verloren geht. Schließlich fehlt bei den Wireless-Kopfhörern eben das Kabel, das unseren Kopfhörern bei so manchem Sprint zur U-Bahn noch das Leben gerettet hat.

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So ist es eigentlich auch nicht erstaunlich, dass zwischen Juli 2018 und Juli 2019 in der New Yorker U-Bahn insgesamt 104 Airpods oder passende Ladeboxen in den Gleisen gefunden worden sind. Das berichtet der Nachrichtensender CBS unter Berufung auf die zuständige Metropolitan Transit Authority.

Einnahmen aus verlorenen Airpods belaufen sich auf 700 Millionen US-Dollar

Bedenkt man jetzt, dass ein Ersatz-Kopfhörer 75 Euro pro Stück und die Ladebox nochmals 65 Euro kostet, wird schnell klar, dass das Entfernen des Kabels von Apple ein mehr als geschickter Schachzug war – optisch und wirtschaftlich.

So rechnet der Wallstreet-Analyst Dan Ives bei CBS vor, dass zwischen fünf und sieben Prozent der jährlichen Verkäufe auf verlorene Airpods entfallen. Das entspricht umgerechnet rund 700 Millionen US-Dollar – pro Jahr. Insgesamt belaufen sich die Einnahmen seiner Prognose zu Folge auf zehn bis zwölf Milliarden US-Dollar.

Mit dem deutlichen Preisanstieg für die neue Pro-Variante dürften die Einnahmen – zumindest bei Verlust – nochmals deutlich steigen.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.