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Was macht ein freier Social-Media-Konzepter im Sport eigentlich so?

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geschrieben von Vivien Stellmach

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt von Grund auf. Deshalb entstehen neue Berufsbilder. Doch was versteckt sich hinter den Bezeichnungen? Das möchten wir in „Und was machst du so?“ greifbar machen. Heute: Philip Turian und der Beruf des freien Social-Media-Konzepter im Sport.

Der abwechslungsreiche Arbeitstag als Social-Media-Konzepter im Sport

Philip, du arbeitest als freier Social-Media-Konzepter im Sport. Beschreibe uns doch einmal in vier Sätzen, wie du deinen Beruf neuen Freunden erklärst.

Ich entwickle Strategien und Konzepte für Kampagnen oder generell Kommunikation und Marketing in Social Media und arbeite dabei vornehmlich mit Sportmarketing-Agenturen, teils auch direkt für Klubs, Verbände oder Unternehmen im Sport.


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Die Herausforderung ist die oft sehr situationsgetriebene und weniger strategisch-zielgerichtete Kommunikation. So werden Social-Media-Kampagnen nicht selten umgesetzt, ohne dass die eigentlichen Ziele und Zielgruppen klar definiert wurden oder diese in eine übergeordnete Strategie eingebettet sind.

Dadurch ergeben sich zahlreiche Streuverluste sowie Ineffizienzen bei Kommunikation und Marketing, weil Kampagnen oft an den eigenen Zielen sowie den Interessen der Fans vorbeigehen – exakt an der Stelle kann ich helfen.

Das heißt, dein Arbeitstag ist grundsätzlich sehr abwechslungsreich?

Genau. Ich starte erstmal mit einem kräftigen Frühstück und Kaffee sowie 30-minütiger Radfahrt ins Büro – beides hilft, um produktiv zu starten.

Dann steht die Arbeit an Kundenprojekten, Meetings, Calls und immer auch das Checken der neuesten Entwicklungen und Funktionen in Social Media an, um diese in Kundenprojekten direkt berücksichtigen zu können.

Philip Turian, Social-Media-Konzepter

Philip Turian, freier Social-Media-Konzepter im Sport.

Die Aufgaben als Social-Media-Konzepter und deine persönliche Interpretation

Und welche konkreten Aufgaben fallen in deinen Bereich?

Kundenprojekte bestehen am Anfang vor allem aus der Analyse, Lesen von Briefings und Identifikation der Problemfelder, Ziele und Zielgruppen, das Brainstorming von Lösungsmöglichkeiten sowie die Strukturierung und Überführung in Plan und Strategie.

Weiterhin geht es um die Implementierung und Umsetzung der Strategie.

Wie definierst und interpretierst du deinen Job persönlich?

Als kritischer Berater und Begleiter, der die bestmögliche und vor allem nachhaltig und umfassende Lösungen für Kunden im Blick hat.

Selbstverständlich wird die Rolle von einem Social-Media-Konzepter in jedem Unternehmen unterschiedlich ausgelegt. Welche Perspektiven kommen bei dir zu kurz, die grundsätzlich zum Berufsbild gehören?

Generell wird der Wert von Social Media als wertvolles Tool zur Markenbildung und -Stärkung sowie zur Bindung von Zielgruppen nicht selten verkannt.

Zu oft wird Social Media wie eine klassische Werbeplattform und als reiner Push-Kanal gesehen. Bei der Betonung auf Social aber wird klar, dass es um Dialog und soziale Interaktion geht, was die Identifikation von Fans mit der Marke steigern kann.

Wenn das zielgerichtet umgesetzt wird, hilft das auch der Effektivität des Performance Marketings zum Beispiel in Form von Facebook und Instagram Ads.

Hinzu kommt eben oft die nur situationsgetriebene Kommunikation. Beides liegt am fehlenden Verständnis mancher Entscheider für Social Media und User Experience.

Wenn man das löst, diese Dinge in einer Strategie zusammenbaut und diese umsetzt, lassen sich sowohl Markenstärke als auch Monetarisierung direkt oder indirekt über Social Media erheblich steigern.

Spaß und Dankbarkeit in deinem Beruf

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Ich liebe Herausforderungen und mag es Dinge zu entwickeln und gestalten. Und ganzheitlich sinnvolle Lösungen, v.a. im aktuell oft noch trägen Sportbusiness sind eine große Herausforderung. Umso mehr macht es Spaß, wenn man sieht, dass ein Plan Früchte trägt und der Erfolg sichtbar wird.

Wofür bist du besonders dankbar?

Ich bin vor allem dankbar dafür, dass ich die Chancen und Möglichkeiten hatte, einen Beruf zu ergreifen, der meinen Interessen und Leidenschaften voll entspricht. M.E. führt diese Begeisterung immer zu besseren Ergebnissen.


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Und wie wird man jetzt ein Social-Media-Konzepter?

Insbesondere in der Digital-Branche gibt es häufig nicht mehr die klassische Ausbildung. Wie bist du zu deiner Stelle gekommen?

Mit einem klaren Ziel, Beharrlichkeit und vor allem ist im Sportbusiness Netzwerken essentiell.

Welchen Tipp würdest du einem Neueinsteiger oder interessierten Quereinsteiger geben, der auch freiberuflicher oder angestellter Social-Media-Konzepter werden will?

Folge deinen Interessen, sei offen, engagiert und baue dir ein Netzwerk auf.

Vielen Dank, Philip!

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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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