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Social Media Content im Sport: Sind 9:16-Produktionen die Zukunft?

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Sehen wir uns Bundesliga-Inhalte bald im Hochformat auf dem Smartphone an? (Foto: Pixabay.com / Gellinger)
geschrieben von Vivien Stellmach

Die Deutsche Fußball Liga hat beim Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SV Werder Bremen erstmals vertikal eingestellte Kameras eingesetzt, um Social Media Content im Sport zu optimieren. Können Produktionen im 9:16-Format die Zukunft im Profifußball sein? Eine Einschätzung.

Bislang gucken wir Fußballspiele noch wie gewohnt im horizontalen Format. Schließlich können auf dem Fernseher eigentlich am besten sehen, wie die Mannschaften den Ball über das Feld laufen lassen und haben das Spiel entsprechend gut im Blick.

Aber stimmt das heute wirklich noch? In den vergangenen Jahren hat sich stark verändert, wie wir Video-Content konsumieren. Auf Instagram haben sich die Stories zu einem extrem beliebten Element entwickelt und die Kurzvideo-App Tik Tok geht aktuell ebenfalls mit vertikal gefilmten Clips durch die Decke.


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Social Media Content im Sport: DFL richtet sich nach Smartphone-Generation

Das bekommt natürlich auch die Sport-Branche mit. Die National Basketball Association (NBA) hatte bereits in diesem Jahr zwei Spiele der Summer League testweise im vertikalen Format gefilmt, um die Inhalte für mobile Anzeigen und Plattformen zu produzieren.

Und nun zieht auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) nach. Beim Bundesligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SV Werder Bremen am 1. Dezember 2019 produzierte die DFL ebenfalls Social Media Content im vertikalen Format.

Andreas Heyden, Geschäftsführer DFL Digital Sports, sagte gegenüber dem Medienmagazin DWDL dazu: „Wir wollen die Broadcast-Welt mit der digitalen Video-Welt zusammenbringen.“

Ziel ist es demnach, Social Media Content im Sport zu optimieren und für mobile Endgeräte und entsprechende Plattformen wie Instagram und Co. angemessen aufzubereiten. Die Foto-Plattform soll dabei auch im Fokus der Verantwortlichen stehen.

Schauen wir Fußball bald hochkant?

Für die junge Smartphone-Generation dürfte vertikaler Social Media Content im Sport besonders interessant sein. Der Bewegtbild-Konsum auf Instagram, Tik Tok und Co. wird schließlich immer beliebter. Die DFL könnte mit entsprechend aufbereiteten Inhalten also auch wieder eine neue Zielgruppe erreichen.

„Vertikale Produktionen werden in den sozialen Medien schlicht besser angenommen“, sagt auch Geschäftsführer Heyden. „Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir sehen, dass die Entwicklung des Menschen, ein Handy vertikal zu halten, nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.“

24 Kameras für vertikale Produktion im Einsatz

Beim Spiel zwischen Wolfsburg und Bremen waren konkret statt 19 insgesamt 24 Kameras im Einsatz. Die fünf zusätzlichen Kameras waren laut eigenen Informationen mittels eines speziellen Kamerastativs gekippt, genauso wie die Monitore in der Regie.

„Dabei produzieren wir weiterhin Ultra High Definition und nutzen die ganze Kraft des Objektivs, um das Spielgeschehen aus diesem neuen Blickwinkel darstellen zu können“, sagt Heyden.

Kann sich Fußball im vertikalen Format durchsetzen?

Natürlich muss man sich die Frage stellen, ob sich Fußball im vertikalen Format überhaupt durchsetzen kann. Die DFL hat die ersten Ergebnisse öffentlich gemacht und sich immerhin schon einmal zufrieden gezeigt.

Doch welche Rolle kann vertikaler Social Media Content im Sport überhaupt einnehmen? Kann er eine hervorragende Ergänzung zum horizontalen Erlebnis auf dem Fernseher sein oder dieses in Zukunft sogar ersetzen?

Wer sich ein Fußballspiel mit Freunden auf dem Sofa ansehen will, wird vermutlich nicht über einem kleinen Smartphone gemeinsam die Köpfe zusammenstecken wollen. Auch unterwegs funktioniert es hervorragend, das Smartphone einfach zu drehen – horizontal sieht man zumindest bislang schließlich einfach mehr vom Spiel.

Doch für die sozialen Netzwerke könnten vertikale Aufnahmen zum Beispiel in den Instagram Stories deutlichen Mehrwert liefern. Die DFL könnte dann etwa Highlights aus den Spielen, Interviews mit Spielern und Trainern und anderen Content als angemessene Zusatzleistung für Social-Media-Nutzer ausspielen.

Wie die Inhalte später konkret aussehen sollen, hat die DFL aber noch nicht verraten.


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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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