Airbnb kalkuliert Risikowert für jeden Nutzer auf Basis der Internethistorie

Felix Baumann

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Airbnb hat doch ein wenig die Welt verändert. Wenn sich eine Sache über den Vermittler von privaten Unterkünften sagen lässt, dann, dass dieser die Art zu Reisen ein klein wenig revolutioniert hat. Die positiven Seiten bringen aber meist auch negative Dinge mit sich. So gab es in der Vergangenheit die ein oder andere aus dem Ruder gelaufene Partie und einzelne Vermieter nahmen die Privatsphäre der Nutzer nicht wirklich ernst, indem sie Kameras in ihren Privaträumen installierten.

Es ist also kaum überraschend, dass jetzt ein neuer Fakt über das Unternehmen an die Öffentlichkeit gelangte. Demnach soll es geheim gehaltene „Vertrauenseinstufungen“ geben, durch die Nutzer in verschiedene Gruppen eingeteilt werden. So kann es sein, dass manch ein Urlauber eine Unterkunft nicht mieten kann, da das Unternehmen diesem misstraut.

Das schmeckt so manchen Organisationen gart nicht. Das Electronic Privacy Information Center (EPIC) hat eine Beschwerde bei der amerikanischen Behörde FTC eingereicht und argumentiert, dass der nicht transparente Algorithmus des Unternehmens zu unfairen und irreführenden Verhalten führt.

Die Wohnung einem Dritten zu überlassen kann zum Risiko werden.

Die offizielle Webseite von Airbnb gibt ebenfalls kaum Aufklärung zu dieser Praxis. Hier heißt es lediglich, das durch Analysen und maschinelles Lernen ein Risikowert errechnet wird. Laut der eingereichten Beschwerde soll die Basis für derlei Berechnungen aus Informationen, die der Nutzer über sich im Internet preis gibt, bestehen. Darunter fallen Aktivitäten auf verschiedenen Plattformen oder auch Kommentare, die einfach nur unter einem Blog-Artikel gepostet werden.

Am Ende wird ein Label an den Nutzeraccount gehängt. Von „antisoziale Tendenzen“, „offen“, „narzisstisch“ bis hin zu „psychopathisch“ ist alles dabei. EPIC kritisiert vor allem, dass menschliches Verhalten anhand von subjektiven Kriterien kategorisiert wird. Die Folge ist, dass Nutzerinnen und Nutzer ohne Einspruchsmöglichkeit in verschiedene Schubladen gesteckt werden.

Was hält ihr von diesem Vorgehen? Würdet ihr eine Einstufung durch Airbnb unterstützen, wenn dadurch euer Hab und Gut möglicherweise geschützt werden könnte? Diskutiert gerne mit uns auf Twitter, Facebook oder hier in den Kommentaren.

Quelle: Vice

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.