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Geringere Netflix-Qualität? Streaming-Dienst reagiert auf Coronavirus

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Der Datenverkehr ist seit dem Ausbruch des Coronavirus enorm angestiegen. (Foto: Unsplash.com / Charles Deluvio)
geschrieben von Christian Erxleben

Das Coronavirus sorgt dafür, dass wir mehr Zeit zuhause verbringen. Während die Eltern im Home Office arbeiten, suchen die Kinder nach Ersatz für Schule und Kindergarten. In der Folge steigt der Datenverkehr. Deshalb wird jetzt die Netflix-Qualität in puncto Auflösung reduziert – vorerst.

Es klingt im ersten Moment vielleicht etwas absurd. Doch weil durch die Ausgangsbeschränkungen in der Folge des Coronavirus mehr Menschen zuhause sind, steigt auch der Datenverkehr enorm an.

So haben Untersuchungen ergeben, dass seitdem das Coronavirus sich in Europa und den USA extrem verbreitet, der durchschnittliche Datenverkehr um mehr als zehn Prozent angestiegen ist. Und in den kommenden Tagen dürfte die Belastung noch weiter ansteigen.


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Geringere Netflix-Qualität als Reaktion auf das Coronavirus

Besonders auffällig sind die Anstiege in zwei Sektoren: Bei der Video-Telefonie und beim Video-Streaming. Während der erste Bereich vor allem aufgrund der Verlagerung der Arbeit ins Home Office zunimmt, hat der zweite Sektor seinen Auslöser im privaten Bereich.

Oder ganz einfach ausgedrückt: Weil plötzlich viel mehr Menschen zuhause sind und zudem teilweise noch mehr Zeit haben, Filme und Serien zu streamen, steigt die Belastung durch Netflix, Amazon Prime und Co. deutlich an.

Um den eigenen Anteil am erhöhten Aufkommen zu reduzieren, hat Netflix jetzt angekündigt, in Europa die Datenraten für (mindestens) einen Monat zu drosseln. Das bedeutet unter Umständen eine geringere oder schlechtere Netflix-Qualität für uns Nutzer.

Netflix-Streaming in 4K-Auflösung ist besonders Daten-intensiv

Durch den angekündigten Schritt will Netflix den eigenen Datenverkehr um 25 Prozent senken. Trotzdem möchte das Unternehmen weiterhin eine „gute Qualität“ garantieren. Wie diese aussieht und ob Premium-Kunden eine Entschädigung erhalten, ist aktuell noch unklar.

Fest steht jedoch, dass insbesondere die 4K-Auflösung massiv zum gestiegenen Datenverkehr beiträgt. Hier liegt die empfohlene Datenrate seitens Netflix bei 25 Megabit pro Sekunde. Beim Standard- (drei Megabit) und HD-Streaming (fünf Megabit) fällt die Belastung deutlich geringer aus.

Selbstverständlich ist es nachvollziehbar, dass Netflix-Kunden für das bezahlte Geld auch die versprochene Leistung erhalten wollen. Das Coronavirus stellt jedoch eine in unserer Generation noch nie dagewesene Ausnahmesituation dar.

Wollen wir wirklich auf unserer 4K-Auflösung beharren und dafür womöglich riskieren, dass relevante politische, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Strukturen zusammenbrechen? Wer auch nur einen Moment bei der Beantwortung der Frage zögert, hat den Ernst der Lage noch nicht verstanden.


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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