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Corona Fake News: Jetzt zeigt sich, wie schlecht es um unsere Medienkompetenz bestellt ist

Vivien Stellmach
Aktuell sind etliche Fake News zum Coronavirus in Umlauf. (Foto: Pixabay.com / distelAPPArath)

Bei WhatsApp verbreitet sich gerade ein satirischer Clip über angebliche Forschungsergebnisse der Wiener Uniklinik wie ein Lauffeuer. Die Corona Fake News decken auf, wie schlecht es um unsere Medienkompetenz bestellt ist.

Wie gut ist es um unsere Medienkompetenz eigentlich bestellt? Die Antwort auf diese Frage fällt in Zeiten des Coronavirus wenig zufriedenstellend aus. Und warum?

Auf WhatsApp verbreitet sich momentan ein satirischer Clip, in dem eine junge Frau über angebliche Forschungsergebnisse der „Wiener Uniklinik“ zum Virus aufmerksam macht.

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Das Video kommt zum Schluss, dass unsere Lage ernst ist und wir Klopapier kaufen sollen. So offensichtlich satirisch die Botschaft auch gemeint ist – offensichtlich fehlt vielen Privatpersonen und Unternehmen dennoch Medienkompetenz, um den Scherz auch zu erkennen. Der Clip verbreitet sich nämlich wie ein Lauffeuer.

Universität Wien reagiert auf Corona Fake News

Deshalb hat sich auf Twitter nun auch die Medizinische Universität Wien persönlich gemeldet und erklärt, dass es sich „bei den derzeit kursierenden WhatsApp-Text- und Sprachnachrichten rund um angebliche Forschungsergebnisse der ‚Wiener Uniklinik‘ zu einem Zusammenhang zwischen Ibuprofen und Covid19“ um Corona Fake News handelt, „die in keinerlei Verbindung mit der MedUniWien stehen.“

Grundsätzlich ist das natürlich der richtige Weg, um Twitter-Nutzer zu erreichen. Die Medizinische Universität Wien hat aber wohl nicht beachtet, dass eine Reaktion auf Twitter keinerlei Auswirkungen auf WhatsApp hat.

Deshalb zeigt sich gerade sehr schön, dass es sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen offensichtlich an Medienkompetenz fehlt.

Haben wir keine Ahnung, was Fake News sind?

Das erste Problem dabei ist, dass wir offensichtlich oft keine Ahnung haben, was Fake News sind. Deshalb sollten wir heute idealerweise so früh wie möglich lernen, wie man falsche von echten Meldungen unterscheidet, wie man Satire erkennt und wie man mit solchen Inhalten umgeht.

Ein entsprechendes Schulfach für Medienkompetenz wäre beispielsweise eine Lösung dafür. Das würde auch den Grundstein für die spätere Arbeitswelt und damit für Unternehmen liefern. Denn die Medizinische Universität zeigt, dass scheinbar auch Firmen noch Nachholbedarf haben.

Die Digitalisierung hat sich in den vergangenen Jahren so schnell weiterentwickelt, dass wir gar nicht hinterher gekommen sind, auch alle Gefahren und Auswirkungen zu verstehen. Der digitale Fortschritt hat sich in unserem Bildungssystem noch nicht verankert, deshalb wird es Zeit für einen Wandel.

Kann das Coronavirus eine Revolution im Bildungssystem anstoßen?

Möglicherweise bietet uns die aktuelle Coronavirus-Pandemie nun eine Chance dazu. Momentan scheint unsere Erde still zu stehen. Menschen bleiben zuhause, Schulen und Universitäten geschlossen und die Wirtschaft bricht in sämtlichen Branchen ein.

Niemand kann sagen, ob das Coronavirus uns einen großen Neustart ermöglicht. Aber es wäre möglich.

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Vivien Stellmach war von Mai 2019 bis November 2020 Redakteurin bei BASIC thinking.