Fuckorona, Bosch, Schnelltest

#Fuckorona, 27. März: Bosch entwickelt Corona-Selbsttest – und ist nicht alleine

Philip Bolognesi
Innerhalb von zweieinhalb Stunden kann der Schnelltest von Bosch ein Ergebnis ermitteln. (Foto: Screenshot / Youtube.com)

Die Corona-Krise hat unser Leben ordentlich auf den Kopf gestellt – und sie hinterlässt Spuren. Doch es gibt Lichtblicke. Denn aus jeder Krise gehen positive Dinge hervor. In unserer #Fuckorona-Reihe wollen wir jeden Tag aufmunternde Nachrichten weitergeben und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Heute: Bosch entwickelt einen vollautomatisierten Schnelltest. Auch andere Firmen passen ihre Produktion an.

Die Auswirkungen der Corona-Krise stellen immer mehr Unternehmen vor eine Belastungsprobe. Wenn das soziale Leben still steht und Geschäfte schließen, stoppt das auch die Produktion in vielen Unternehmen.

Viele Firmen wie zum Beispiel McDonalds und Aldi unterstützen sich gegenseitig. Und auch das Gesundheitswesen erhält von Unternehmen aus fernen Branchen wertvolle Hilfe.

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Gestern ließ zudem eine Meldung von Bosch aufhorchen. Demnach hat der Technologie-Konzern einen Schnelltest für die Lungenkrankheit Covid-19 entwickelt, die durch das Coronavirus ausgelöst werden kann.

Bosch-Schnelltest erstellt Diagnose in zweieinhalb Stunden

Ab April 2020 soll der neue Corona-Test von Bosch auf den Markt kommen. Das Analysegerät ist zwar bereits jetzt erhältlich. Neu sind allerdings die dazugehörigen Test-Kartuschen. Sie reduzieren die Dauer von derzeit vier bis fünf auf zweieinhalb Stunden. Die gewöhnlichen Verfahren benötigen bis zu zwei Tage.

Ein weiterer Vorteil: Der Schnelltest läuft vollautomatisiert ab. Spezialisiertes Laborpersonal ist nicht nötig. So könne das Gerät laut Bosch insbesondere Mitarbeiter in Arztpraxen unterstützen. Gleichzeitig entlastet man so Kliniken, Labore und Gesundheitszentren.

Zudem erfülle der Test die Qualitätsstandards der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Genauigkeit der Testergebnisse liegt laut Bosch bei über 95 Prozent.

Wissenschaftler der RWTH Aachen entwickeln 3D-druckbares Beatmungsgerät

Eine weitere gute Nachricht kommt von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen – kurz RWTH Aachen. Ein Team aus Wissenschaftlern habe demnach eine Beatmungspumpe entwickelt, die größtenteils aus einem 3D-Drucker stammt.

Laut RWTH Aachen dauert die Herstellung eines Geräts einen Tag. Doch für den medizinischen Einsatz ist es noch nicht geeignet. Interessierte Firmen, die dem Projekt ihre Unterstützung anbieten wollen, finden auf dieser Webseite weitere Informationen.

Was Hoffnung macht: Unternehmen und Wissenschaftler arbeiten derzeit an wertvollen Lösungen. Und: Die meisten Innovationen lassen sich schnell umsetzen.

Denn aktuell lösen sich die Grenzen zwischen Unternehmen und Organisationen wie von selbst auf. In der Not stehen sie alle zusammen und setzen alle Hebel in Bewegung.

Und das ist die beste Nachricht des Tages.

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Philip Bolognesi war von 2018 bis 2020 in der Redaktion von BASIC thinking tätig. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover.