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Herunterstufen statt entfernen: Facebooks fragwürdiger Umgang mit Fake News

Christian Erxleben
Wieso gelingt es Facebook nicht, klar zu kommunizieren? (Foto: Unsplash.com / Kon Karampelas)

Im Kontext der sich rasant verbreitenden Fake News rund um das Coronavirus ergreift Facebook zahlreiche Maßnahmen. Dabei spricht das soziale Netzwerk oftmals davon, Inhalte „herunterzustufen“. Doch das löst das Problem nicht. Eine Einordnung.

Manchmal sind es einzelne Wörter, die einen großen Unterschied ausmachen. Das gilt für private Unterhaltungen über Emotionen ebenso wie für professionelle Pressemitteilungen von Unternehmen.

Oftmals ist es dabei sogar so, dass der Sender eine bestimmte Botschaft vermitteln möchte, jedoch schlicht ein Wort verwendet, das der Empfänger mit einer anderen Bedeutung verbindet. Ein solcher Fall könnte Facebook in seiner Corona-Kommunikation passiert sein.

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Facebook will Fake News herunterstufen

So teilte das Unternehmen in einer Mitteilung rund um die ergriffenen Maßnahmen auf Facebook, Instagram und WhatsApp folgende Information mit:

COVID-19-Konten werden aus den Account-Empfehlungen entfernt, und wir arbeiten daran, einige COVID-19-bezogene Inhalte aus Explore zu entfernen, insofern sie nicht von einer glaubwürdigen Gesundheitsorganisation veröffentlicht wurden. Zudem werden wir damit beginnen, Inhalte in Feed und Stories, die von unseren externen Faktenprüfern als falsch bewertet wurden, herunterzustufen.

Dabei handelt es sich selbstverständlich nur um einen Auszug der Maßnahmen. Später heißt es beispielsweise, dass das soziale Netzwerk als falsch gekennzeichnete Posts von den Explore- und Hashtag-Seiten entfernt.

Wieso löscht Facebook Fake News nicht überall?

Wer aufmerksam liest, stellt fest, dass Facebook die Inhalte zwar in bestimmten Bereichen – Explore und Hashtags – löschen möchte. Auf den Seiten der Ersteller und im Newsfeed der Abonnenten bleiben die Inhalte jedoch erhalten.

Dort ergreifen die Netzwerke von Mark Zuckerberg ausschließlich eine Reichweitenbeschränkung. So zumindest lassen sich die Aussagen interpretieren.

Sollte es so sein, dass Facebook auf seinen Plattformen die Inhalte tatsächlich löscht, wäre es wichtig, dies auch in einem Satz so zu formulieren.

Wenn Facebook jedoch ausschließlich die Inhalte „herunterstuft“, stellt sich die Frage, warum das soziale Netzwerk als „falsch“ deklarierte Beiträge nicht komplett löscht, obwohl sie bei ihrem Fortbestehen immer noch Menschen mit gefährlichen Botschaften erreichen.

Denn auch wenn womöglich nur noch zehn statt 30 Personen durch einen Post Falsch-Informationen sehen, tragen diese zehn Personen die Botschaft womöglich immer noch in die Welt hinaus. Und das sind in diesem Fall genau zehn Personen zu viel.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.