Wirtschaft

So kurbelt ein Kölner Start-up den Einzelhandel in der Krise an

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Einzelhändler in ganz Deutschland können sich jetzt bei der Initiative "Ein Herz für Händler" registrieren und erhalten wertvolle Hilfen. (Foto: Pixabay.com / Free-Photos)
geschrieben von Philip Bolognesi

Die Corona-Krise hat unser Leben ordentlich auf den Kopf gestellt – und sie hinterlässt Spuren. Doch es gibt Lichtblicke. Denn aus jeder Krise gehen positive Dinge hervor. In unserer #Fuckorona-Reihe wollen wir jeden Tag aufmunternde Nachrichten weitergeben und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Heute: Das Kölner Start-up Loloco hilft Einzelhändlern deutschlandweit dabei, ihre laufenden Kosten zu decken.

Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise das Portemonnaie geöffnet und bietet Selbstständigen, kleinen und großen Unternehmen finanzielle Unterstützung an. So stehen zum Beispiel Soforthilfen über 50 Milliarden Euro nur für Solo-Selbstständige und Kleinst-Unternehmen zur Verfügung.

Weitere Gelder in Milliarden-Höhe werden in spezielle Hilfsprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und für die Schaffung eines Wirtschaftsstabilisierungsfonds gesteckt. Das Ziel: Mittelständische und große Firmen in der Krise zu stabilisieren.

Auch der Einzelhandel wird dabei unterstützt und erfährt aktuell deutschlandweit wunderbare Hilfen. Denn auch Buchhändler, Boutiquen sowie Cafés mussten ihre Geschäfte schließen und leiden unter Absatzverlusten – oftmals noch stärker als die Großkonzerne.

Loloco: Ein Start-up aus Köln unterstützt Einzelhändler deutschlandweit

Das Kölner Start-up Loloco hat deshalb die Online-Charity-Aktion „Ein Herz für Händler“ gestartet. Ab dem 1. April 2020 können Interessenten im Online-Shop Kapuzen-Pullover oder T-Shirts bestellen.

Alle angebotenen Kleidungsstücke bestehen zu 100 Prozent aus fair gehandelter, organischer Baumwolle. Der Sportartikelhändler Südstadtsport fertigt für die Initiative alle Kleidungsstücke an seinem Standort in Köln selbst an.

Ganz nach dem Motto „Gemeinsam durch dick und dünn“ will Loloco (steht für „Local Loyalty Coin“) so vielen Geschäften wie möglich helfen.

Das Konzept dahinter: Jeder Einzelhändler aus Deutschland kann sich auf der Website registrieren. Hat ein Shop-Besucher einen oder mehrere Artikel für sich entdeckt, bestimmt er selbst den Preis für seinen Wareneinkauf.

Der Ertrag wird dann als Spende an den jeweiligen Einzelhändler weitergereicht, den sich der Kunde ausgesucht hat. Dabei bestimmt der Käufer selbst, in welchem Umfang er das einzelne Geschäft unterstützten möchte.

Loloco, Fuckorona

Alle Kleidungsstücke lasen sich auf Wunsch personalisieren. (Foto: Ein Herz für Händler)

Loloco: Alle Händler profitieren von der Solidarität der Kunden

Weisen die Käufer im Online-Shop ihren Betrag nicht einem bestimmten Einzelhändler zu, werden die Erträge an alle teilnehmenden Händler verteilt.

Darüber hinaus erhalten registrierte Ladenbesitzer wertvolle Informationen zu den finanziellen Soforthilfen von Bund und Ländern. Loloco versorgt sie zudem mit Tipps, wie sie zum Beispiel Social Media für sich während der Krise nutzen können. Auch Anleitungen zur Videotelefonie findet man auf der Website.

Die Initiative „Ein Herz für Händler“ des Kölner Start-ups Loloco lässt das Herz höher schlagen. In der aktuellen Situation füreinander da zu sein, ist wichtiger denn je. Und wenn ein Start-up, das die Digitalisierung vorantreibt, Ladenbesitzer deutschlandweit unterstützt, sollte das allen Auftrieb für die nächsten Wochen geben.

Und das ist die beste Nachricht des Tages.


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Über den Autor

Philip Bolognesi

Philip Bolognesi war von 2018 bis 2020 in der Redaktion von BASIC thinking tätig. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover.

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