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Aufgaben, Fähigkeiten, Alltag: Was macht ein Head of Programmatic?

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geschrieben von Christian Erxleben

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt von Grund auf. Deshalb entstehen neue Berufsbilder. Doch was versteckt sich hinter den Bezeichnungen? Das möchten wir in „Und was machst du so?“ greifbar machen. Heute: Dorota Karc und der Beruf des Head of Programmatic.

Der Start in den Tag als Head of Programmatic

Dorota, du arbeitest als Head of Programmatic bei Wall Decaux. Beschreibe uns doch einmal in vier Sätzen, wie du deinen Beruf neuen Freunden erklärst.

In einem Satz wäre es: „Ich darf die Zukunft der Werbung mitgestalten.“ In vier: Ich bin bei Wall Decaux dafür zuständig, eine Art Online Shop für digitale Außenwerbeflächen aufzubauen. Sozusagen das Booking.com der Außenwerbung.


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Dort können Unternehmen und Media-Agenturen Werbeplätze selbst einkaufen und ihre Werbung flexibel und individualisiert aussteuern. Meine Aufgabe besteht vor allem darin, diesen Prozess des Ein- und Verkaufs zu automatisieren.

Wie sieht ein normaler Tag in deinem Beruf aus?

Es wäre besser zu fragen, wie meine normale Woche aussieht: Ich arbeite an unserem Hauptsitz in Berlin, wo ich mit Kollegen aus allen Abteilungen an programmatischen Projekten, Kampagnen, Anfragen und Co. arbeite.

Fast jede Woche bin in Deutschland unterwegs, um Kunden, Agenturen, DSPs, Partner oder unser Sales-Team zu treffen. Ich verbringe viel Zeit entweder in Besprechungen, Terminen, Workshops oder am Telefon. Dazu schreibe und beantworte ich viele E-Mails. Es ist eine wirklich intensive Woche!

Und womit startest du in den Tag?

Kaffee und big smile.

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Dorota Karc, Head of Programmatic bei Wall Decaux.

Die Aufgaben als Head of Programmatic

Welche Aufgaben fallen in deinen Bereich?

Ich bin abteilungsübergreifend für das Thema Programmatic bei Wall Decaux zuständig. Das beinhaltet eigentlich jedes Projekt, in dem das Wort „programmatic“ vorkommt. Insbesondere fokussiere ich mich aber auf Strategie, Produktentwicklung und Programmatic Consulting für unsere Kunden und Agenturen.

Auch die Zusammenarbeit zwischen unserer SSP „VIOOH“ und den – aktuell 14 – DSPs ist ein zentrales Thema. Zusätzlich liegt bei mir auch die Verantwortung für Schulungen zum Thema Programmatic Digital Out Of Home – sowohl intern als auch extern.

Natürlich mache ich das alles nicht ganz alleine, sondern mit Hilfe meiner Kollegen bei Wall Decaux.

Deine persönliche Interpretation des Head of Programmatic

Wie definierst und interpretierst du deinen Job als Head of Programmatic persönlich?

Ich bin dafür zuständig, Digital Out Of Home (DOOH) programmatisch zu gestalten und dieses Thema bei Wall Decaux voranzutreiben. Unsere Ambition ist, Deutschland global als First Mover im Bereich Programmatic DOOH zu positionieren und unseren Kunden die besten, innovativsten Produkte zu liefern.

Das bedeutet für mich persönlich, Projekt- und Produkt-Rahmen zu definieren, viel Know-how einzubringen und bei der Umsetzung Geschwindigkeit aufzunehmen.

Wie ist deine Stelle in die Unternehmensstruktur eingegliedert? Das heißt: An wen berichtest du und mit wem arbeitest du zusammen?

Ich berichte an Jonas Kofahl, Director Digital and Innovate bei Wall Decaux. Allerdings ist meine Stelle abteilungsübergreifend angelegt. Deswegen arbeite ich eng mit Führungskräften aus allen Abteilungen – insbesondere Sales and Data – an neuen Produkten und Strategien.

Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit unseren internationalen Kollegen von JC Decaux, den DSPs und unserer SSP „VIOOH“.

Spaß und Dankbarkeit in deinem Beruf

Selbstverständlich wird die Rolle eines Head of Programmatic in jedem Unternehmen unterschiedlich ausgelegt. Welche Perspektiven kommen bei dir zu kurz, die grundsätzlich zum Berufsbild gehören?

Im Bereich Außenwerbung ist dieser Job neu. Deshalb konzentriere ich mich eher auf das, was mir hier ermöglicht wird: Innovation zu treiben, Produkte zu entwickeln, verrückte Ideen zum Leben zu erwecken und Projekten einen Rahmen zu geben.

Schon nach den ersten Monaten kann ich erste Ergebnisse sehen. Es ist kaum vorstellbar, was wir in paar Jahren erreichen können!

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Mit der Stelle als Head of Programmatic bei Wall Decaux bin ich in einen Bereich eingestiegen, der noch nicht existiert – Programmatic DOOH.

Eine komplett neue Industrie global aufzubauen, Standards zu definieren und die Zukunft von Advertising mitzugestalten, macht mir am meisten Spaß. Es ist eine Herausforderung. Aber das macht diese Aufgabe noch spannender.

Wofür bist du besonders dankbar?

Für das Vertrauen, dass mir die Geschäftsführung entgegenbringt. Für Unternehmen wird Programmatic eine entscheidende Rolle in ihrem künftigen Marketing spielen – und Wall Decaux investiert eine Menge. Ich habe hier die Möglichkeit, etwas völlig Neues mitzugestalten und ein Geschäftsfeld aufzubauen.


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Und wie wird man jetzt ein Head of Programmatic?

Insbesondere in der Digital-Branche gibt es häufig nicht mehr die klassische Ausbildung. Wie bist du zu deiner Stelle gekommen?

Mich hat schon immer die Kombination aus Daten, Wirtschaft und Gesellschaft fasziniert. Doch als ich studierte, gab es Programmatic noch gar nicht wirklich. Es war also „Learning by doing“.

Zu Beginn meiner Karriere gehörte ich zum Kern-Team der Fußball-Europameisterschaft. Dort kümmerten wir uns um den weltweiten Ticket-Versand. Da kann man sich keine Fehler erlauben. Spätestens seit diesem Zeitpunkt schlug mein Herz für Automatisierung.

Der Einstieg im Marketing-Team von Zalando hat mir dann endgültig gezeigt, wo meine berufliche Reise hingehen sollte. Auch bei meinen weiteren Stationen konnte ich mit dem Bereich „Programmatic“ wachsen und ihn national und international begleiten.

Welchen Tipp würdest du einem Neueinsteiger oder interessierten Quereinsteiger geben, der auch Head of Programmatic werden will?

Programmatic ist die Zukunft von Advertising. Man muss ein gewisses Mindset haben, um in dieser Industrie zu arbeiten – eine hohe Affinität zu Technologie und Daten, eine schnelle Auffassungsgabe, um komplexe Themen miteinander zu verbinden, Selbstdisziplin, Lust auf Neues, visionäres und strategisches Denken.

Ein abgeschlossenes Studium spielt meiner Meinung nach keine Rolle. Was wir gerade machen, kann man an keiner Universität lernen.

Vielen Dank, Dorota!


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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