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#Fuckorona, 30. April: Island stoppt Walfang wegen Pandemie

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Wie 2019 wird auch in diesem Jahr Island auf die Jagd nach Walen verzichten. (Foto: Screenshot / YouTube)
geschrieben von Philip Bolognesi

Die Corona-Krise hat unser Leben ordentlich auf den Kopf gestellt – und sie hinterlässt Spuren. Doch es gibt Lichtblicke. Denn aus jeder Krise gehen positive Dinge hervor. In unserer #Fuckorona-Reihe wollen wir jeden Tag aufmunternde Nachrichten weitergeben und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Heute: Island stoppt erneut seinen Walfang – unter anderem aufgrund des Social Distancings.

Island zählt zu den wenigen Ländern, die seit mehreren Jahren dem kommerziellen Walfang nachgehen. Neben Norwegen und Japan erlaubt noch Grönland seiner Urbevölkerung das Fangen und Erlegen von Walen für den Eigenbedarf.

Walfang hat in Island Tradition. Doch bereits in den Jahren 2011 und 2012 wurde die Jagd nach dort lebenden Finnwalen abgesagt, weil die Isländer kaum noch das oft mit Schwermetallen versetzte und zähe Walfleisch kauften. Größter Abnehmer für die isländischen Walfänger war bislang Japan.


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Wegen der Corona-Pandemie setzt Island den Walfang nun jedoch erneut aus.

Walfang in Island ausgesetzt: Die Auflagen sind schuld

Das Walfang-Unternehmen Hvalur erklärte, nach 2019 nun auch in diesem Jahr keine Finnwale zu jagen und nach Japan zu exportieren.

Zwischen den Jahren 2003 und 2005 unternahm Island die Waljagd, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Meeressäuger zu gewinnen. Seit 2006 stand wieder die kommerzielle Jagd im Vordergrund, obwohl laut Umfragen Isländer kaum noch Walfleisch aßen.

Daher fragt sich der geneigte Leser, warum überhaupt Island daran so lange festhielt. Die ernüchternde Antwort: Der Inselstaat wollte sich schlicht die Selbstbestimmung und seine jahrelange Tradition nicht verbieten lassen.

Grund für den erneuten Stop der Waljagd ist die Corona-Pandemie: In Japan werden die Walfleisch-Produkte inländischer Unternehmen subventioniert. Deshalb kommen isländische Walfänger gegen ihre japanischen Artgenossen aktuell nicht an. Andere Abnehmer auf dem Weltmarkt gibt es nicht.

Und erschwerend kommen nun die Abstandsregeln hinzu, um das Coronavirus einzudämmen. Denn um das Fleisch der Wale zu verarbeiten, müssen Arbeiter in den Walfangstationen auf engem Raum zusammen Hand anlegen.

In diesem Fall kommt Social Distancing auch den Tieren zugute.

Und das ist die beste Nachricht des Tages.


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Über den Autor

Philip Bolognesi

Philip Bolognesi war von 2018 bis 2020 in der Redaktion von BASIC thinking tätig. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover.

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