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#Fuckorona, 25. Mai: Netflix-Nutzer können jetzt gleichzeitig streamen und Bäume pflanzen

Philip Bolognesi
Das noch junge Unternehmen carbon.so will Netflix-User sensibilisieren und zum Spenden animieren. (Foto: Pexels.com / Andrea Piacquadio)

Die Corona-Krise hat unser Leben ordentlich auf den Kopf gestellt – und sie hinterlässt Spuren. Doch es gibt Lichtblicke. Denn aus jeder Krise gehen positive Dinge hervor. In unserer #Fuckorona-Reihe wollen wir jeden Tag aufmunternde Nachrichten weitergeben und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Heute: Zwei Studenten wollen mit Plantyflix, Netflix-Abonnenten für klimabewusstes Streamen begeistern. 

Wegen der Corona-Krise fallen bei uns viele lieb gewonnene Hobbys und Freitzeit-Aktivitäten bereits seit Wochen weg. Und während einige von uns ihren grünen Daumen wiederentdecken, mehr Zeit in Social Media stecken oder sich in den eigenen vier Wänden fit halten, nutzen andere wiederum Streaming-Dienste und haben ein Abonnement abgeschlossen.

So verzeichnen Anbieter wie Netflix, Amazon und Disney Plus seit Ausbruch der Corona-Krise erhebliche Zuwächse – Tendenz steigend. Das hat Folgen auch für unsere Umwelt.

Auch wenn der Individualverkehr seit Wochen reduziert verläuft und Fluglinien ihre Flugzeuge am Boden halten, sorgt auch die Streaming-Nutzung für erhebliche CO2-Emissionen.

Dagegen wollen nun zwei Studenten aktiv werden und haben deshalb mit Plantyflix eine Kompensations-Plattform entwickelt. Ziel ist es, dass Netflix-Nutzer für ihre jeweils verbrauchten Emissionen einen Betrag spenden – und der Umwelt etwas Gutes tun.

Mit Plantyflix kann jeder Streamer Bäume pflanzen

Plantyflix arbeitet wie Netflix nach einem Abo-Modell: Dabei berechnet die Plattform, wie viel CO2 durch das Streamen des Nutzers ausgestoßen wurde. Auf dieser Basis entrichtet der Abonnent einen bestimmten Betrag.

Es gibt drei Klassen: Wer nur sporadisch bei Netflix unterwegs ist, zahlt lediglich einen Euro pro Monat. Wer auf eine tägliche Netflix-Dosis von einer Stunde bis drei kommt, dem werden drei Euro in Rechnung gestellt. Binge-Watchers kommen am Monatsende auf sechs Euro – und damit auf 30 Bäume.

Das Geld steckt Plantyflix zusammen mit dem renommierten Anbieter Eden Reforestation Projects in Aufforstungsprojekte sowie in die Neubepflanzung von Bäumen. Diese werden überwiegend in Kenia, Madagaskar,  Mosambik, Nepal, Indonesien sowie Haiti gepflanzt.

Plantylix gehört zum deutschen Start-up Carbon.so. Die beiden Studenten Fabrice Diederich und Liam Hänel verfolgen das Ziel, eine CO2-Kompensation für das gesamte gesellschaftliche Leben anzubieten.

Auch wenn Netflix nach eigener Aussage für die eigene Bereitstellung seines Dienstes Energie zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen heranzieht, wird Strom benötigt, um schlussendlich die Inhalte zum Abonnenten zu bringen. Und dafür sind Kompensationsprogramme da, um diese aufgebrachte Energie auszugleichen.

Netflix kann dabei nur der Anfang sein.

Und das ist die beste Nachricht des Tages.

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Philip Bolognesi war von 2018 bis 2020 in der Redaktion von BASIC thinking tätig. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover.