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Die 7 häufigsten Betrugsmaschen beim Online-Dating und wie du sie erkennst

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Auch im boomenden Markt des Online-Datings sind Betrüger nicht weit. (Foto: Unsplash.com / satria eleazar)
geschrieben von Philip Bolognesi

Für viele Personen ist Online-Dating ein Geschenk. Doch wo es boomt, ist oftmals auch Abzocke nicht weit. Damit du bei der Suche nach der Liebe nicht einem Betrüger zum Opfer fällst, haben wir die häufigsten Betrugsmaschen vorgestellt. Zudem zeigen wir, wie du sie erkennst.

Für einige Liebessuchende gleicht das Online-Dating eher einer ruinösen Erfahrung. Denn beim Online-Dating-Betrug verlieren manche nicht nur ihr Herz, sondern häufig auch sehr viel Geld.

Neben jenen, die schon seit einiger Zeit erfolglos ihren passenden Deckel suchen, sind es vor allem erst kürzlich verlassene Personen, die anfällig sind für Maschen von Dating-Betrügern.


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So sehen das Geschäftsmodell und die Strategie aus

Laut der Studie des Better Business Bureau – kurz BBB – zielen Betrüger darauf ab, über aufgebautes Vertrauen Geld von ihren Opfern zu ergaunern – und dies gelingt über Online-Dating-Portale. Dabei kontaktieren die Täter ihre ausgewählten Opfer ganz harmlos und beeindrucken durch ihr attraktives Profil.

Eile ist bei den Tätern jedoch nicht geboten. Häufig dauert es Monate, bis sie ihre Opfer manipulieren, die ihnen am Ende verfallen und einen nicht geringen Betrag aushändigen. In seiner Studie führt das BBB Opfer aus den USA und Kanada auf, die in den letzten drei Jahren fast eine Milliarde US-Dollar verloren haben.

Die vier Phasen des Betrugs beim Online-Dating

1. Opfer kontaktieren

Die Betrüger setzen auf diverse Dating-Websites oder Social-Media-Kanäle. Dabei nutzen sie auch gestohlene Kreditkarten, um sich anzumelden und ihre gefälschten Profile zu veröffentlichen.

Ist das Opfer gefunden, versuchen sie es dazu zu bringen, zu einer anderen Form der Kommunikation via E-Mail oder SMS zu wechseln. So umgehen sie die Gefahr, von den Betreibern eines Online-Dating-Portals als Schwindler ausgemacht zu werden.

2. Vertrauen erschleichen

In dieser Phase erfährt der Betrüger etwas über das Leben des Opfers und baut zu ihm ein vertrauensvolles Verhältnis auf. Wie bereits erwähnt, kann dies Monate dauern. Ob tägliche Nachrichten oder kleine Geschenke: Ein ganzes Repertoire an kleinen Aufmerksamkeiten wird laut Studie von den Betrügern verwendet.

An dieser Stelle verlangen die Betrüger im Gegenzug kleine Gefälligkeiten und testen somit aus, wie vertrauensvoll das Verhältnis tatsächlich ist. Ebenso erfährt der Betrüger, wie bereit die kontaktierte Person ist, in einem Notfall den Betrüger zu unterstützen.

3. Um Geld bitten

Irgendwann bittet der Betrüger sein Opfer um einen Geldbetrag – normalerweise für einen Notfall, ein berufliches Problem oder für ein Flug- oder Bahnticket, um sich endlich zu treffen.

Bei erfolgter Zahlung verlangt der Täter einen weiteren Betrag, was laut Studie oftmals dazu führt, dass das Opfer unwissentlich in Geldwäsche oder Drogenhandel verwickelt wird.

4. Die Betrugsmasche geht weiter

Nach erfolgreicher Zahlung wird der Betrug mit einem neuen Betrug fortgesetzt. Dann gibt der Täter vor, das erschlichene Geld zurückzahlen zu wollen. Ein angeblicher Strafverfolgungsbeamter meldet sich dann und verkündet, dass der Betrüger gefasst wurde und das Opfer sein Geld zurückerhält – vorausgesetzt, es zahlt eine entsprechende Gebühr.

An diesen 7 Anzeichen erkennst du Scams beim Online-Dating

1. Zu perfekt, zu schön

Betrüger bieten in der Regel äußerst ansehnliche Profile mit gut aussehenden Fotos und noch tolleren Geschichten über den eigenen finanziellen Erfolg. Sei dabei ehrlich zu dir selbst: Ist ein Jetset-Millionär wirklich an einem interessiert? Sieht alles zu perfekt aus, sollten die Alarmglocken jetzt erklingen.

2. Bitte melde dich – schnell!

Es gibt keinen Grund, jetzt aufs Tempo zu drücken. Wenn also ein Kontakt dich ganz schnell dazu verleiten will, ein anderes Kommunikationsmittel zu nutzen, ist zumindest Obacht angesagt.

3. Unsere Zukunft wird ganz toll werden. Wirklich. Willst du mich heiraten?

Der Himmel hängt bereits nach kurzer Zeit voller Rosen. Kann ja bekanntlich alles ganz schnell gehen. Doch Liebesbekundungen nach ein paar Wochen sind doch eher die Ausnahme – oder sollten es zumindest beim Online-Dating sein. Oftmals sagen die Betrüger, dass sie sich noch nie so sicher gefühlt haben. Hach!

4. Ich vertraue dir – jetzt und für alle Ewigkeit

Die Täter sprechen gern über ein bedeutendes Wort: Vertrauen. Und oftmals beginnt damit der Betrug und die Masche, um Geld zu ergaunern.

5. Treffen? Öhm, passt gerade nicht so…

Neben den Liebesschwüren glänzen die Betrüger durch Abwesenheit. Denn ein persönliches Kennenlernen umgehen die Betrüger mit der Ausrede, dass sie aktuell gerade verreist sind, im Ausland leben oder beim Militär angestellt sind.

6. Isch kann leider nicht so gut deutsch spreche …

Ein Indiz für Betrügereien: eine verdächtiger Sprachstil mit einer eher unzureichenden Rechtschreibung und Grammatik. Die häufig fast schon penetrant klingende blumige Sprache wird dann häufig mit Sätzen ergänzt, die absolut keinen Sinn ergeben. Drückt die rosarote Brille also auf das Gehirn? Wohl kaum.

7. Ich hatte so viel Pech in meinem Leben!

Kann ja alles passieren. Aber wenn die Oma plötzlich krank wurde, das Auto gestohlen und der Arbeitsplatz verloren geht, sind das ein paar tragische Situationen zu viel auf einmal. Und wenn dann noch die Person um Geld bittet, sollte es schnell gehen – mit dem Davonrennen.

Fazit

Eigentlich eine Weisheit, die zum Einmaleins des Online-Datings gehört: Schütze dich vor Betrug, in dem du niemals Geld einer dir unbekannten Person übergibst. Leite keine persönlichen Informationen weiter, mit denen Betrüger einen Identitätsdiebstahl vollziehen können.

Ebenso ein No-go: die Weitergabe von Kreditkarteninformationen. Unterbreche den Kontakt sofort und teile es der Polizei mit.

Bist du dir unsicher, solltest du die Glaubwürdigkeit deines Kontakts durch ein paar spezifische Fragen überprüfen. Oftmals stolpern die Betrüger dann über ihre eigene Geschichte.


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Über den Autor

Philip Bolognesi

Philip Bolognesi war von 2018 bis 2020 in der Redaktion von BASIC thinking tätig. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover.

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