Wirtschaft

Workation: Unnötiger Trend oder sinnvolle Maßnahme?

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Jan Schulze-Siebert (Mitte) hat mit seinem Team eine Workation gemacht. (Foto: Jan Schulze-Siebert)
geschrieben von Jan Schulze-Siebert

Wie stärkst du den Zusammenhalt deiner Mitarbeiter? Wie werden aus Kollegen auch Freunde und Gefährten? Ein möglicher Ansatz für Arbeitgeber ist eine gemeinsame Workation. Mit dieser Thematik beschäftigen wir uns in einer dreiteiligen Serie. Teil 1: Vor- und Nachteile.

Der Team-Zusammenhalt innerhalb eines Unternehmens ist für dessen Erfolg extrem wichtig. Wenn die Mitarbeiter alle am selben Ort arbeiten und sich in der Mittagspause unterhalten, sind sie sich zumindest nicht ganz fremd. Ein richtiges Team sind sie aber oft trotzdem nicht, sondern eher nur Arbeitskollegen.

Noch schwieriger wird es, wenn das Team nur remote arbeitet und sich dadurch wenn dann nur über den Bildschirm kennt. Teamgeist ist dann fehl am Platz und die Mitarbeiter sich oft fremd.


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Eine beliebte Maßnahme, diesen Umstand zu ändern, sind kleinere Betriebsausflüge und Unternehmungen. Und die sind definitiv hilfreich dabei, aus deinen Mitarbeitern ein Team zu machen. Das geht aber noch besser.

Wie dir eine Workation dabei helfen kann, aus deinen Mitarbeitern ein echtes Team zu machen und wie sich das sonst noch positiv auf die Arbeit auswirkt oder ob die Workation doch nur eine unnötige Maßnahme ist, erfährst du in diesem Artikel.

Dieser Artikel ist der erste Teil einer Serie rund um das Thema Workation.

Was ist eine Workation?

Zuerst mal zu den Basics: Was versteht man unter dem Begriff Workation?

Eine Workation ist die Kombination von Arbeit und Urlaub. Das Team fährt gemeinsam an einen Urlaubsort und verbindet dort Arbeit und Vergnügen. Es werden gemeinsam Aufgaben erledigt und entspannt. Gut verbinden lässt sich die Workation auch mit teambildenden Events.

Durch das Zusammenleben wird automatisch der Team-Zusammenhalt gestärkt. Gemeinsame Unternehmungen in entspannter Atmosphäre tragen zu diesem Effekt noch mehr bei. Das Ziel ist es, die Abstände und Berührungsängste innerhalb des Teams ab- und eine Gemeinschaft aufzubauen.

Bei einem Team, das sich jeden Tag in der Arbeit sieht, sind die Effekte deutlich erkennbar. Noch extremer ist es allerdings, wenn ein Remote Team auf Workation fährt, das sich vorher noch nie persönlich gesehen hat.

Das kann am Anfang zu einer etwas angespannten Stimmung führen, eben da sich keiner richtig kennt. Aber sobald die Team-Mitglieder etwas aufgetaut sind, wirst du merken, wie rasant sich der Team-Zusammenhalt verbessert.

Kein Wunder also, dass Workations immer beliebter werden – egal ob die Teams remote oder vor Ort arbeiten.

Workation – gibt es eine Alternative?

Gleich einmal vorweg: Eine richtige Alternative zur Workation gibt es nicht. Denn kein anderes Konzept verbindet Arbeit und Vergnügen so effektiv.

Natürlich kannst du mit deinen Mitarbeitern auf einen Betriebsausflug fahren oder an einem Team-Building-Event teilnehmen lassen. Die dauern oft aber nur einen Tag und am Tag darauf geht es dann weiter mit der Routine. Da wird der positive Effekt vermutlich nicht lange anhalten.

Natürlich ist ein kleiner Ausflug besser als gar keiner. Aber wenn du langanhaltende Ergebnisse und zufriedene, leistungsbereite Mitarbeiter möchtest, solltest du die Workation dem Betriebsausflug definitiv vorziehen.

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(Foto: Jan Schulze-Siebert)

Die Vor- und Nachteile der Workation

Dass die Workation definitiv einige Vorteile hat, ist bisher ja schon durch geklungen. Trotzdem gibt es aber auch Nachteile. Damit du für dich entscheiden kannst, ob sich eine Workation lohnt, haben wir die Vor- und Nachteile für dich zusammengefasst.

Zu den Vorteilen der Workation gehören:

  • Mehr Motivation und bessere Arbeitsleistung durch Ortswechsel und weniger Ablenkung
  • Ausbruch aus der Routine und Abwechslung für mehr Produktivität, bessere Ideen und neuen Schwung im Unternehmen
  • Stärkerer Team-Zusammenhalt durch das Zusammenleben und gemeinsames Erleben von Ausflügen
  • Abbau von Berührungsängsten innerhalb des Teams
  • Verbesserung der Leistungen der Mitarbeiter durch gemeinsames Arbeiten und Austauschen von Wissen und Tipps

Generell wirst du während und nach der Workation produktivere Mitarbeiter haben, da sie nicht nur das Gefühl haben, für das Team zu kämpfen, sondern auch etwas zurückgeben möchten.

Immerhin hast du sie auf die Workation eingeladen und ihnen damit etwas Gutes getan. Deine Mitarbeiter werden also bereiter sein, dich durch gute Leistungen zu unterstützen.

Trotz all dieser Vorteile hat die Workation auch ein paar Nachteile, die du bedenken solltest, bevor du dich dafür entscheidest:

  • Unter Umständen relativ hoher Preis durch Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Aktivitäten
  • Geringere Arbeitsleistung als während einer normalen 40-Stunden-Arbeitswoche
  • Eventuelle Eingewöhnungszeit zu Beginn der Workation

Meiner Erfahrung nach überwiegen die Vorteile einer Workation die Nachteile. Mein Team war während und nach der Workation im Allgäu motivierter und der Team-Zusammenhalt ist selbst Wochen nach der Workation immer noch stärker als vorher.

Dazu gibt es in den weiteren Teilen der Serie noch mehr Input und Einblicke.

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(Foto: Jan Schulze-Siebert)

Fazit: Die Investition lohnt sich!

Ich bin ein großer Fan von Workations. Bei mir hat sich das Konzept bewährt und ich werde es definitiv wieder einsetzen. Ob sich das für dich auch lohnt, musst du aber selber entscheiden.

Wenn du es aber möglich machen kannst, mit deinem Team auf eine Workation zu fahren, dann solltest du dir diese Chance definitiv durch den Kopf gehen lassen. Du, dein Unternehmen und dein Team werden langfristig davon profitieren.


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Über den Autor

Jan Schulze-Siebert

an ist Inhaber der Digital Agentur Inboundly. Mit seinem Team lebt er das Remote Arbeiten. Websites erstellen und vermarkten gehört zu ihrem Tagesgeschäft, was sich ideal ortsunabhängig erledigen lässt. Es gibt kein klassisches Büro. Für ihre Projekte, wie beispielsweise Digital Affin und HalloPodcaster stimmen sie sich mit ihren Tools ab und nutzen Workations, um auch offline die Teamkultur zu stärken.

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