Wirtschaft

Wie wichtig ist Apple Pay für den deutschen Markt?

Apple Pay Deutschland
Wie wichtig ist Apple Pay wirklich für den deutschen Markt? (Bild: Unsplash.com / Christiann Koepke)
geschrieben von Christina Widner

Für die meisten Deutschen bedeutet bezahlen im Supermarkt: Bargeld oder EC-Karte. Darüber hinaus gibt es nur wenige Alternativen, die tatsächlich genutzt werden. Wie sieht es mit Apple Pay aus? Ist die moderne Bezahlmethode überhaupt relevant für den deutschen Markt?

Ganz einfach erklärt, ist Apple Pay ein System, mit dem Zahlungen von deinem Apple-Gerät möglich sind. Dabei ist eine gültige Kreditkarte erforderlich. Das System lässt sich mit iPhone, Apple Watch oder iPad nutzen. Es basiert auf der Tokenization-Technologie und ist damit sehr sicher.

Deine persönlichen Kreditkarten-Daten werden dabei nicht auf der Hardware abgespeichert. Das Gerät erstellt einen Platzhalter – den Token –, der an das Finanzinstitut übermittelt wird. Außerdem musst du dich über Gesichtserkennung oder deinen Fingerabdruck authentifizieren, damit eine Zahlung möglich ist.


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Holpriger Start in Deutschland

Im Jahr 2018 ist Apple Pay nach Deutschland gekommen. Grundlage für die deutschen Nutzer war es, dass die eigenen Banken die Bezahlmethode unterstützen. Genau das war anfangs das Problem.

Viele Banken wollten nämlich ihr eigenes kontaktloses Bezahlsystem durchsetzen. Einige Banken befürchteten, der Einzug von Apple könne eines ihrer wichtigsten Geschäftsfelder angreifen.

Denn bislang hatten die Banken und Kreditkarteninstitute kaum Konkurrenz, wenn es um die Kartenzahlungen ging. Aus diesem Grund haben sich viele Banken zu Beginn dagegen gewährt, das moderne System einzubinden.

Inzwischen sieht das aber schon ganz anders aus: Die Liste der teilnehmenden Banken ist lang. Wer Apple Pay nutzen möchte, ist nicht mehr darauf angewiesen zu einer anderen Bank zu wechseln oder eine spezielle Kreditkarte zu beantragen. In der Regel kannst du einfach bei deiner Hausbank bleiben.

Kontaktloses Bezahlen: Das sind die Vorteile

Für viele von uns ist die Einrichtung womöglich erst einmal die größte Hürde. Dabei ist das wirklich nicht kompliziert und schnell erledigt. In der Regel haben wir unser iPhone oder die Apple Watch immer dabei. Es ist mit Apple Pay in Zukunft also kein Problem mehr, wenn du dein Geld oder deine EC-Karte vergessen hast.

Gerade zu Zeiten der Corona-Krise relevanter als je zuvor: Das kontaktlose Bezahlen ist deutlich hygienischer, als mit Bargeld oder EC-Karte. Du behältst außerdem leichter den Überblick: Denn alle deine Zahlungen werden in einer App zusammengefasst.

Apple Pay: Noch nicht perfekt

Die wenigen Kritikpunkte, die bisher an Apple Pay angebracht wurden, waren gar nicht direkt auf die Anwendung selbst bezogen. Sondern es geht vielmehr um die Konsequenzen für Wettbewerb und Markt. Es geht um Kartellrechte, die die Europäische Union in Bezug auf Apple Pay im Visier hat.

Was du vorher überprüfen solltest: Nicht alle iPhones unterstützen Apple Pay. Du benötigst ein iPhone SE oder ein aktuelleres Modell. Zurzeit bieten außerdem in Deutschland noch nicht alle Geschäfte ein Kartenlesegerät mit entsprechender Technologie an. Dafür genügt im Zweifel ein kurzer Anruf, um dich zu versichern.

Dieses Problem wird sich aber (hoffentlich) bald lösen. Denn die NFC-Technologie – Near Field Communication, zu Deutsch: Nahfeld-Kommunikation – hat sich in Europa schon bei den großen Ladenketten durchgesetzt.

Kleinere Geschäfte werden vermutlich sehr bald folgen, sodass die deutschen Nutzer keinerlei Hürden mehr haben, auch auf das moderne Bezahlsystem umzusteigen.


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Über den Autor

Christina Widner

Christina Widner ist Service-Redakteurin bei BASIC thinking, Mobility Mag und BASIC fitness.

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