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Welcher Home-Office-Typ bist du?

Christian Erxleben
Hast du schon herausgefunden, welcher Home-Office-Typ du bist? (Foto: Pixabay.com / Life-Of-Pix)

Mittlerweile ist klar: Das Home Office ist weit mehr als eine Zwischenlösung. Das heißt: Spätestens jetzt müssen wir uns mit dieser Form des Arbeitens beschäftigen. Dabei ist es wichtig, dass es nicht den einen Home-Office-Typ gibt. Du musst nur wissen, in welche Kategorie du fällst.

Ganz grundsätzlich ist es so, dass es viele Menschen gibt, die Probleme damit haben, selbstbestimmt zu arbeiten. Das zeigt sich insbesondere dann, wenn im Home Office die Person wegfällt, die stetig den Blick über die Schulter wirft und im Zweifelsfall eingreift.

Deshalb stellen sich viele Angestellte und auch Führungskräfte die Frage, ob Remote Work jetzt gut oder schlecht ist. Fördert es die Produktivität oder hemmt es die Kreativität? All jene Fragen sind berechtigt – und wichtig. Trotzdem führen sie letztendlich nur auf ein Ziel hinaus.

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Es gibt zwei Home-Office-Typen

Und das ist: Wir haben alle unterschiedliche Persönlichkeiten. Das ist der Grund, warum Home Office pauschal weder gut noch schlecht ist. Die Wharton-Professorin Nancy Rothbard hat sich damit beschäftigt. Sie kommt zu dem Fazit, dass wir alle ein bestimmter Home-Office-Typ sind.

Um im Team aber auch alleine effektiv und zielführend zu arbeiten, ist es essenziell zu wissen, in welche Kategorie du fällst. Denn im Grunde geht es bei allen Arbeitnehmern darum, wie wir unsere Zeit und unsere Aufmerksamkeit zwischen verschiedenen Bedürfnissen verteilen.

Home-Office-Typ 1: Der Segmentierer

Diese Gruppe von Personen unterscheidet klar – sowohl zeitlich als auch räumlich – zwischen Arbeit und Freizeit. Sie haben ein gut organisiertes Büro und bevorzugen klare Strukturen. Ständige Anrufe oder ein herumhüpfendes Kind stören sie extrem.

Home-Office-Typ 2: Der Integrierer

Das Gegenteil davon ist der Integrierer. Er stört sich nicht daran, seine Arbeit zu unterbrechen, um ein paar Anrufe zu tätigen und unterbricht seine Pause auch für eine wichtige E-Mail.

Zugleich äußerst sich diese Form der Flexibilität auch in Freiheit. So haben Integrierer auch das Selbstbewusstsein und das Selbstverständnis, den Laptop für zwei Stunden zuzuklappen, um in der Mittagszeit Sport zu treiben und im Anschluss noch gemütlich zu essen.

Kein Home-Office-Typ ist besser

Insbesondere Führungskräfte müssen verinnerlichen, dass es keinen besseren oder schlechteren Typ gibt. Beide Persönlichkeiten bringen Vor- und Nachteile mit sich. Vorgesetzte müssen nur wissen, welcher Mitarbeiter wie arbeitet, um ihn effizient einzusetzen.

Dabei ist auch klar: Es ist unmöglich jedem Segmentierer immer seine Ruhe zu gönnen. Ebenso wenig wird jeder Integrierer dauerhaft seinen Drang nach Freiheit ausleben können. Um im Team effizient zusammenzuarbeiten, müssen alle Mitarbeiter sich auch einmal mit der Gegenseite arrangieren.

Deshalb müssen sich sowohl Segmentierer als auch Integrierer Möglichkeiten suchen, auch in nicht-idealen Umgebungen zumindest zeitweise ebenso effektiv zu arbeiten. Dabei können Rituale – wie ein morgendlicher Spaziergang und Aufgabenlisten mit To-Dos gute Ansatzpunkte sein.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.