Technologie Testbericht

Flapgrip im Test: So schlägt sich die Smartphone-Halterung im Alltag

Flapgrip, Smartphone-Halterung
Der Flapgrip stellt eine neue Form der Smartphone-Halterung dar. (Foto: Flapgrip)
geschrieben von Christian Erxleben

Die beiden Gründer Cem Dogan und Philip Deml haben in der ersten Folge der achten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ mit Flapgrip einen Deal mit Investor Ralf Dümmel abgeschlossen. Die Smartphone-Halterung soll den Markt revolutionieren. Besteht sie den Alltagstest?

Es war der erste Highlight-Deal der achten und damit aktuellsten Staffel von die Höhle der Löwen: Influencer Philip Deml und sein Gründer-Kollege haben ihre neuartige Smartphone-Halterung Flapgrip präsentiert – und gleich einen Deal mit Löwe Ralf Dümmel abgeschlossen.

Was macht Flapgrip so besonders?

Um im hart umkämpften Markt der Smartphone-Gadgets zu bestehen, braucht es mittlerweile einige Besonderheiten. Wenn es dann noch konkret um Smartphone-Halterungen geht, geht es darum, mehr Vorteile als herkömmliche Pop-Sockets zu bieten.


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Und tatsächlich ist eines der größten Alleinstellungsmerkmale des Flapgrip sein flacher Aufbau. Mit einer Höhe von acht und einer Breite von fünf Zentimetern nimmt die Smartphone-Halterung zwar mehr Platz als ein runder Pop-Socket weg. Allerdings ist der Flapgrip dafür wenige Millimeter flach und stört daher nicht in der Tasche oder auf dem Tisch.

So funktioniert Flapgrip

Ein weiteres Merkmal von Flapgrip ist das Push-System. Das heißt: Ein kurzer Fingerabdruck genügt und die Silikon-Halterung biegt sich in einem Halbkreis nach außen.

Dadurch lässt sich das Smartphone dann beispielsweise in die Lüftung deines Autos oder auf den Bildschirm deines Laptops klemmen – perfekt für die Navigation unterwegs oder eingehende Video-Telefonate. Ebenso dient der Flapgrip auf diese Art und Weise als Halterung zum Schauen von Videos oder zum Spielen.

Die Befestigung

Bevor du deine Smartphone-Halterung anbringst, solltest du dein Gerät mit den mitgelieferten Tüchern reinigen. Im Anschluss ziehst du den ersten Teil des Klebestreifens des Flapgrips ab und positionierst ihn laut Anleitung mittig auf der Rückseite deines Smartphones.

Im Anschluss ziehst du den Klebestreifen komplett ab, drückst einmal in die Mitte, um die Halterung auszufahren und drückst im Anschluss noch einmal alle Teile fest, um mögliche Luftblasen zu entfernen.

Wer an dieser Stelle jedoch nicht die Halterung per Push auslöst, sondern zunächst einmal unbeholfen am Mittelstück zieht, löst schnell einen Riss der Halterung aus. Dafür bedarf es nicht einmal einer großen Kraftanstrengung.

Eben jene Risse lassen sich allerdings auch mit Sekundenkleber nicht mehr dauerhaft reparieren, da das Silikon immer wieder nachgibt. Und selbst wenn es nicht gleich bei der Montage passiert: Die Verbindungsstelle zum Rahmen stellt beim Flapgrip eine der größten Schwachstellen dar.

Das zeigen auch zahlreiche Amazon-Bewertungen. Von einem Produkt wie Flapgrip, das explizit auf eine lange Nutzung ausgelegt ist, sollte man mehr Stabilität erwarten können.

Der Flapgrip im Alltag

Ein weiterer Kritikpunkt: Dadurch, dass der Flapgrip im „geschlossenen“ Zustand „mittig“ auf dem Smartphone befestigt wird, können Nutzer im Voraus nicht abschätzen, wie die Smartphone-Halterung im Idealfall positioniert werden muss.

Insbesondere bei kleineren Händen und den üblichen Smartphone-Größen führt eine mittige Positionierung dazu, dass sich das Gerät nicht ideal halten lässt. In dieser Konstellation wäre es wichtig, die Halterung weiter unten anzubringen.

Fernab davon überzeugt Flagrip im Alltag durch seinen flachen Aufbau. Tatsächlich sorgt das Push-System auch dafür, dass sich das Smartphone gut aufstellen und an ruhigen Gegenständen wie einem Laptop befestigen lässt. Für die mobile Kommunikation stellt die Erfindung tatsächlich eine Erleichterung dar.

Beim Autofahren jedoch sorgen die bereits angesprochenen Mikrorisse dazu, dass sich der Schwerpunkt der Halterung leicht verschiebt. Dadurch gelingt es dem System nicht mehr, die Ruckler während der Fahrt auszugleichen. Es wird instabil.

In unserem Test hat der Flapgrip rund zwei Wochen einwandfrei funktioniert. Nach dieser Frist ist das Smartphone trotz Halterung bei fast jeder Fahrt aus der Lüftung geflogen. Das ist insbesondere dann gefährlich, wenn das Smartphone dann in den Fußbereich unter die Pedale fällt.

Fazit

Die Idee hinter Flapgrip ist definitiv gut. Der Aufbau bietet gegenüber klassischen Pop-Sockets viele Vorteile.

Allerdings müssen die Gründer bei der Zusammensetzung ihrer Materialien nochmals für mehr Stabilität sorgen. Die leicht auftretenden Risse sind nicht nur ein Ärgernis, sondern stellen während der Fahrt auch ein nicht zu verachtendes Risiko dar.

Wenn es Cem Dogan und Philip Deml jedoch gelingt, diesen Kritikpunkt aus der Welt zu schaffen, stellt Flapgrip eine durchaus interessante Alternative dar.

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Flapgrip gemacht? Hinterlasst uns gerne einen Kommentar!


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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