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3 Tipps, um den Stress durch ständige Erreichbarkeit zu reduzieren

Christian Erxleben
Ob im Büro oder am Feierabend: Ständige Erreichbarkeit belastet uns. (Foto: Pixabay.com / Fotorech)

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Ständige Erreichbarkeit nimmt insbesondere durch Home Office und Remote Work immer weiter zu. Das erhöht den Stress bei Mitarbeitern deutlich. Darunter wiederum leidet das Privatleben. Mit diesen drei Tipps gelingt es dir, das Gefühl des Drucks dauerhaft zu reduzieren.

Wenn du einen Kollegen telefonisch nicht erreichst, schaust du einfach in sein Büro und kuckst, ob er noch an seinem Arbeitsplatz sitzt. Wenn das nicht der Fall ist, können dir seine Sitznachbarn mit Sicherheit sagen, ob er nur in einem Meeting oder schon auf dem Heimweg ist. Im Home Office geht das nicht.

Deshalb ist das Mittel der Kommunikation im Remote Work das Smartphone. Ob nun im Chat bei Slack und Co. oder direkt als Telefonat: Wer etwas von einem Kollegen wissen möchte, greift zum Smartphone. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Psyche der Mitarbeiter.

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3 Tipps, um den Stress durch ständige Erreichbarkeit zu reduzieren

Mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass ständige Erreichbarkeit im Beruf das individuelle Stressempfinden deutlich in die Höhe treibt. Schließlich sehen Mitarbeiter im Home Office Anrufe außerhalb der Arbeitszeiten als Eingriff in das Privatleben ein. Dementsprechend negativ sind die Konnotationen.

Um diesen Tendenzen und Entwicklungen vorzubeugen, müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verbindliche Regelungen etablieren. Deshalb geben wir dir drei Tipps, um den Stress durch die ständige Erreichbarkeit zu senken.

1. Ständige Erreichbarkeit ist kein Arbeitsergebnis

Ob wir es wollen oder nicht: Wir alle definieren unsere Persönlichkeit über erreichte Ziele im beruflichen Umfeld. Das gilt insbesondere für Führungskräfte. Dabei ist es wichtig, dass die Erreichbarkeit eben kein Ergebnis oder Ziel im klassischen Sinn ist.

Deshalb muss sich jeder Mitarbeiter davon lösen, sich über die Erreichbarkeit zu definieren. Es gilt eben nicht: Wer nicht erreichbar ist, leistet schlechte Arbeit. Eher ist das Gegenteil der Fall.

2. Soziale Kontrolle unterbinden

Im Büro wissen viele Mitarbeiter, wann die Kollegen in den Feierabend gehen. Wenn das dem eigenen Empfinden nach zu früh ist, fallen unpassende Sätze wie „Du machst schon Feierabend?“ oder „Wir halten noch ein bisschen die Stellung.“ des Öfteren.

Die Äquivalent zu diesen Fragen ist im Home Office die Erreichbarkeit. Denn eine Äußerung wie „Warum warst du denn gestern um 16.30 Uhr nicht mehr erreichbar?“ löst – bewusst oder unbewusst – sozialen Druck aus. Das wiederum führt zu schlechter Stimmung im Team.

Deshalb ist es für Führungskräfte und Geschäftsführer wichtig, klare Regeln für alle Mitarbeitenden – und auch sich selbst – aufzustellen. Eine solche Regel könnte lauten: Nach Arbeitsschluss sind berufliche Anrufe unter Kollegen verboten.

3. Selbstkontrolle statt technische Kontrolle

Um die ständige Erreichbarkeit ihrer Mitarbeiter zu limitieren, greifen manche Unternehmen zu technischen Möglichkeiten. Sie schalten beispielsweise am Freitag zu einer bestimmten Uhrzeit einzelne Server oder Dienstprogramme ab, um den Angestellten die Arbeit nicht mehr zu ermöglichen.

Diese Handlungen widersprechen jedoch grundsätzlich dem Modell des flexiblen Arbeitens. Anstelle also den technischen Zugang zu blockieren, sollten Führungskräfte darauf achten, ihre Mitarbeiter zu mehr Eigenständigkeit und Selbstkontrolle zu erziehen.

Dabei ist es hilfreich, wenn Vorgesetzte außerhalb der Arbeitszeiten keine beruflichen Nachrichten an ihre Mitarbeiter schicken. Wenn das nicht möglich ist, ist es wichtig, den Angestellten zu vermitteln, dass eine sofortige Antwort nicht notwendig ist.

Dafür reicht beispielsweise schon eine entsprechende Formulierung am Ende der Slack-Nachricht oder E-Mail. Wenn dein Chef schreibt, dass du auf diese Nachricht „auch erst noch am Montag antworten“ kannst, sinkt der Zwang, ständig die E-Mails auf vermeintlich wichtige To-Dos zu durchsuchen.

Fazit

Ständige Erreichbarkeit ist ein Problem, mit dem wir uns in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren verstärkt auseinandersetzen müssen. Dabei müssen sowohl die Arbeitgeber als auch die Arbeitnehmer klare Grenzen ziehen und verbindliche Regelungen aufstellen.

Alle anderen Modelle führen dazu, dass alle Angestellten unter Druck stehen. Dadurch verschlechtert sich die Arbeitsleistung. Deshalb schalte dein berufliches Smartphone nach dem Feierabend ab und schaue erst wieder darauf, wenn dein neuer Arbeitstag beginnt.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.