Wirtschaft

4 Fehler, die viele junge Führungskräfte begehen – und wie du sie vermeidest

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Junge Führungskräfte begehen oftmals ähnliche Fehler. (Foto: Pixabay.com / RoyalAnwar)
geschrieben von Christian Erxleben

Manchmal geht es sehr schnell und du übernimmst eine leitende Stellung in deinem Unternehmen. Das setzt vor allem junge Führungskräfte in einigen Fällen auch unterbewusst unter Druck. Deshalb wollen wir dir vier beliebte Fehler vorstellen, damit sie dir nicht auch passieren.

Stell dir vor, dass du eine neue Stelle antrittst. Dein Vorgesetzter lernt dich noch einige Wochen an und dann gibt er bei einer Team-Sitzung bekannt, dass er das Unternehmen verlässt. Die Position wird vakant.

Da du bereits einige Berufserfahrung gesammelt hast, versuchst du dein Glück und bewirbst dich auf die offene Stelle. Der Geschäftsführer ist von deiner Arbeit überzeugt und will die gesamte Führung etwas verjüngen. Du bekommst den Job – und stehst plötzlich vor einer Herausforderung.

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4 beliebte Fehler, die junge Führungskräfte begehen – und wie es besser geht

Schließlich ist eine leitende Stellung ein großer Karriereschritt. Während du als Angestellter oder Mitglied eines Teams deine Arbeit erledigst, leitest du als Abteilungsleiter plötzlich deine ehemaligen Kollegen an und triffst Entscheidungen für eine Vielzahl an Mitarbeitern.

Dass dabei Konflikte und Fehler vorprogrammiert sind, steht außer Frage. Deshalb müssen sich junge Führungskräfte schon vor Arbeitsantritt mit ihrer künftigen Rolle beschäftigen. Wir helfen dir dabei und stellen dir vier beliebte Fehler und Lösungsstrategien vor.

1. Mache dir Gedanken über dich selbst

Wer einfach darauf los arbeitet, begeht unweigerlich Fehler. Schließlich treffen wir vor allem in Drucksituationen im Alltag oftmals spontan die falschen Entscheidungen. Das ist als Führungskraft noch schlimmer.

Deshalb solltest du dir im ersten Schritt Gedanken über dich selbst machen. Welche Werte vertrittst du? Was ist dir für dein Team wichtig? Welche Ziele willst du erreichen? Welche Strategien braucht es dafür?

Wenn du dir diese Fragen selbst beantworten kannst, strahlst du dieses Selbstbewusstsein auch im Gespräch mit deinen Kollegen aus. Sie wissen dann alleine durch dein Auftreten, dass du ein klares Ziel verfolgst und einen Plan hast.

2. Suche das Gespräch mit deinen Mitarbeitern

Wenn (ältere) Kollegen plötzlich zu deinen unterstellten Mitarbeitern werden, führt das oftmals zu persönlichen Konflikten. Daran trägst du nicht einmal die Schuld. Oftmals sind die betroffenen Mitarbeiter vom Management und der Entscheidung enttäuscht und lassen das an dir raus.

Deshalb solltest du zum Beginn deines neuen Jobs unbedingt mit jedem Team-Mitglied einzeln über seine Wünsche, Vorstellungen und Hoffnungen sprechen. So bemerkst du eventuelle Spannungen gleich zu Beginn und kannst diesen proaktiv entgegenwirken.

Ein „Weiter so“ wie unter dem bisherigen Chef ist also keine Option für junge Führungskräfte.

3. Lerne, die Perspektive zu wechseln

Mit der neuen Rolle geht auch neue Verantwortung einher. Das haben wir bereits beschrieben. Einer der größten Fehler von jungen Managern liegt deshalb darin, von sich auf (alle) anderen Mitarbeiter zu schließen.

Nur weil du selbstständig arbeitest und keine Ablenkung wünschst, gilt das nicht für deine Kollegen. Es gibt Arbeitnehmer, die eine enge Führung und konkrete Aufgaben benötigen, um ihre Fähigkeiten effektiv einzusetzen.

Auch deshalb sind die Einführungsgespräche so wichtig. Schließlich merkst du dabei auch, wie sich dein Team zusammensetzt, welche Charaktere und welche Anforderungen es gibt.

4. Sei ehrlich und verletzlich

Ein weiterer Grund, warum es insbesondere junge Führungskräfte in vielen Fällen so schwer haben, ist, dass die Mitarbeiter, die bereits zehn, 20 oder 30 Jahre im Unternehmen arbeiten, mehr wissen.

Dieses Wissen nutzen sie dann, um den Geschäftsführer auf etwaige Schwächen der neuen Leitung aufmerksam zu machen. Diese Situation ist für dich nicht immer einfach.

Eine Möglichkeit, dieser Entwicklung vorzubeugen, liegt in absoluter Ehrlichkeit und Offenheit. Du bist jung. Deshalb kannst du nicht alles wissen – und das musst du auch zugeben können. Anstatt deine Unwissenheit zu überspielen, solltest du ehrlich um Hilfe bitten.

Das führt dann auch im Umkehrschluss auch dazu, dass sich die Mitarbeiter in deinem Team wertgeschätzt fühlen. So baust du wiederum Vertrauen in dich, deinen Führungsstil und deine Entscheidungen auf, sodass in Zukunft Konflikte ausbleiben.

Fazit

Junge Manager haben es definitiv nicht immer einfach. An vielen Stellen drohen Gefahren und Herausforderungen. Doch wer mit Selbstreflexion, Demut und Ehrlichkeit an seine neue Stelle herangeht, wird auch selbst erfolgreich sein.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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