Wirtschaft

Mehr Sicherheit! Ebay Kleinanzeigen führt erstmals sichere Bezahlfunktion ein

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Ebay Kleinanzeigen sorgt mit einer neuen Bezahlfunktion für einen besseren Käuferschutz. (Foto: Screenshot / Ebay Kleinanzeigen)
geschrieben von Vivien Stellmach

Ebay Kleinanzeigen ist nicht die sicherste Plattform, um privat Waren zu kaufen. Deshalb führt der Marktplatz eine Bezahlfunktion ein – allerdings gegen eine Käufergebühr, die von der vereinbarten Kaufsumme abhängt. Ebay kooperiert dafür mit einem niederländischen Zahlungsdienstleister.

Wer über Ebay Kleinanzeigen beispielsweise schon einmal ein gebrauchtes Smartphone gekauft hat, hat im Nachgang vielleicht Mängel daran entdeckt, die der Verkäufer vorher nicht erwähnt hat.

Auf der Plattform wimmelt es nur so von unseriösen Verkäufern und Betrügern. Und wenn man nicht aufpasst, fällt man schnell auf sie herein. In erster Linie steht natürlich jeder Nutzer selbst in der Verantwortung, gut aufzupassen. Ebay Kleinanzeigen will uns mit einer neuen Bezahlfunktion nun aber auch dabei unterstützen.


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Ebay Kleinanzeigen führt die Funktion „sicheres Bezahlen“ ein

Das Verkaufsportal hat nämlich die Funktion „sicheres Bezahlen“ eingeführt, um Nutzer vor „verschiedenen Risiken beim Online-Kauf“ zu schützen. Das schreibt Ebay Kleinanzeigen in einer Pressemitteilung.

Wer mit der neuen Bezahlmethode Waren kauft und sie nicht erhält oder das entsprechende Produkt „wesentlich von der Beschreibung abweicht“, kann sein Geld zurückerhalten.

Dafür behält Ebay Kleinanzeigen die vereinbarte Kaufsumme ein, bis der Käufer den Erhalt der Ware bestätigt. Verkäufer erhalten also erst mit Verspätung ihr Geld.

Im Falle eines Konflikts können Käufer und Verkäufer zudem eine Schlichtung beantragen. Dabei soll „jeder Einzelfall gesondert betrachtet“ werden. Laut Ebay laufe nichts automatisiert ab.

Der Streitschlichter kann demnach etwa beim Verkäufer nach einem Versandbeleg fragen, wenn die Ware nicht beim Käufer eintrifft, oder beiden Parteien helfen, sich auf eine Kaufsumme festzulegen.

Käufer müssen Gebühren zahlen

Das „sichere Bezahlen“ ist allerdings für Käufer nicht kostenfrei. Sie müssen eine Gebühr bezahlen, die sich nach dem Kaufpreis richtet. Wie viel Prozent das sind, geht nicht aus der Meldung hervor.

Für Verkäufer hingegen soll die Funktion kostenlos verfügbar sein. Damit unterscheidet sie sich beispielsweise von Paypals Käuferschutzfunktion, bei der es genau andersherum läuft: Hier muss der Verkäufer eine Gebühr zahlen.

Ebay Kleinanzeigen kooperiert mit der Online Payment Platform

Für die neue Bezahlfunktion arbeitet das Unternehmen mit der niederländischen Online Payment Platform (OPP) zusammen.

Marktplaats, das niederländische Schwesterportal von Ebay Kleinanzeigen, kooperiert übrigens schon seit 2017 mit OPP für die Zahlungsabwicklung und den Käuferschutz.

Das „sichere Bezahlen“ ist natürlich optional. Nutzer können neben der klassischen Überweisung auch per Sofort-Überweisung oder Kreditkarte zahlen. Paypal steht nicht zur Verfügung.

Die Funktion ist erstmal auch nur in den Kategorien „Spielzeug“, „Handy und Telefon“ sowie „PCs und Notebooks“ ab einem Angebotspreis von bis zu 1.000 Euro verfügbar. Ebay Kleinanzeigen will sie aber weiter ausrollen und auf weitere Kategorien ausweiten.

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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach war von Mai 2019 bis November 2020 Redakteurin bei BASIC thinking.

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