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4 Tipps, um dich gegen schlechtes Verhalten zu wehren

Stop, Halt, schlechtes Verhalten
Du musst nur wissen, wie du dich gegen schlechtes Verhalten aussprichst. (Foto: Pixabay.com / geralt)
geschrieben von Christian Erxleben

Rassismus und Diskriminierung sind leider noch immer ein fester Bestandteil unseres privaten und beruflichen Alltags. Trotzdem schweigen die meisten Menschen. Deshalb geben wir dir vier Tipps, um dich aktiv und effektiv gegen schlechtes Verhalten auszusprechen.

Du läufst durch die Stadt. Plötzlich kippt neben dir eine torkelnde Person um und bleibt regungslos liegen. Was machst du? Bleibst du stehen und hilfst der Person? Schaust du weg und gehst einfach weiter?

Von unserer natürlichen Veranlagung her orientieren wir Menschen uns zunächst einmal an unserer Umgebung. Wir beobachten, wie sich unsere Mitmenschen verhalten. Der Grund dafür: Wir wollen durch unser Verhalten in der Gesellschaft nicht auffallen.


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Schlechtes Verhalten: 4 Methoden, um dich gegen Rassismus und Diskriminierung zu wehren

Deshalb schweigen die meisten Personen, wenn sie schlechtes Verhalten wie beispielsweise die Diskriminierung am Arbeitsplatz bemerken. Doch durch genau diese Einstellung fördern wir sogar das ursprüngliche Verhalten. Denn de facto ist Schweigen eine stille Variante der Akzeptanz.

Zum Glück gibt es einige Gesprächstechniken, mit denen du dich gegen schlechtes Verhalten stark machen kannst, ohne dein Gegenüber sofort anzugreifen oder verbal in die Enge zu greifen. Vier solche Methoden wollen wir dir heute einmal vorstellen.

1. Drücke deine Besorgnis kurz und knapp aus

„In der Kürze liegt die Würze“ heißt es in einem Sprichwort – und darin steckt viel Wahrheit. Denn die erste Methode, um dich effektiv gegen schlechtes Verhalten auszusprechen, liegt darin, deine Sorge oder dein Unverständnis in einem kurzen Satz auszusprechen.

„Hey, das ist nicht in Ordnung.“ So sendest du ein klares Signal, das ruhig und zugleich direkt ist. Außerdem kommst du durch die Kürze nicht in den Bereich der Belehrungen. Deine Botschaft ist verständlich und trotzdem nicht aggressiv.

2. Nehme an, dass ein Kommentar sarkastisch gemeint war

In der Konfrontation ist es wichtig, deinem Gegenüber nicht das Gefühl zu geben, dass er schuldig ist. Du musst ihm die Möglichkeit geben, sein Gesicht zu wahren. Eine Möglichkeit besteht darin, seinen Kommentar als Sarkasmus darzustellen.

„Ich weiß, dass du nur versuchst, lustig zu ein. Allerdings glauben wirklich viele Menschen, dass Frauen in die Küche gehören.“ So drückst du einerseits aus, dass du mit der Äußerung nicht einverstanden bist. Andererseits lässt du den Sprechenden nicht dumm erscheinen.

3. Beziehe das Unbehagen auf dich

Eine weitere Möglichkeit, den ursprünglichen Aggressor zu schützen und ihm zugleich sein Fehlverhalten aufzuzeigen, liegt darin, die schlechten Gefühle und das Unbehagen auf dich zu ziehen.

Das funktioniert beispielsweise, indem du auf persönliche Art und Weise aufzeigst, wie dich schlechtes Verhalten verletzt. „Meine Oma ist an Krebs gestorben. Deswegen treffen mich Witze darüber sehr.“

4. Suche dir einen Unterstützer, der deine Bedenken teilt

Das ist insbesondere im beruflichen Kontext wichtig. Wenn sich beispielsweise deine Vorgesetzten regelmäßig rassistisch äußern, ist es schwierig, dich alleine aus der Masse hervorzuheben – außer du hast eine Veranlagung dazu.

Wenn das bei dir nicht der Fall ist, solltest du dir im Vertrauen einen internen Unterstützer suchen, der deine Meinung ebenfalls vertritt und dir zur Seite steht. So könnt ihr euch gegenseitig Rückhalt und Sicherheit geben, falls es zu Kritik kommt.

Fazit

Die Grundlage dafür, dass du die genannten Techniken auch effizient einsetzen kannst, liegt darin, sie in der Praxis zu trainieren. Außerdem müssen wir uns wieder ein stärkeres Gefühl der Empathie aneignen.

Wir müssen lernen, uns in die Gefühle und Gedanken unseres Gegenüber hineinzuversetzen. Wenn dir ein Mitarbeiter sagt, dass er traurig oder demotiviert ist, musst du das im ersten Moment nicht sofort rational nachvollziehen können. Allerdings solltest du es versuchen und seine Gefühle akzeptieren.

Das ist die Grundlage für einen offenen Diskurs auf Augenhöhe. Wenn du jedoch seine Empfindungen sofort abwiegelst, wirst du mittelfristig nur eine Abwehrhaltung und Distanz erzeugen.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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