Wirtschaft

4 Phrasen, die du sofort aus deinem Wortschatz streichen solltest

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Klare Kommunikation bringt dich auch beruflich ans Ziel. (Foto: Pixabay.com / geralt)
geschrieben von Christian Erxleben

„Könntest du nicht vielleicht noch diese Aufgabe übernehmen?“ „Nein!“ Sätze wie diese fallen insbesondere im beruflichen Kontext fast jeden Tag. Dabei lassen sie dich schwach erscheinen. Deshalb stellen wir dir vier Phrasen vor, die du sofort aus deinem Wortschatz streichst.

Worte sind mächtige Werkzeuge – das gilt im privaten wie auch im beruflichen Kontext. Denn wenn du gute Redner oder erfolgreiche Kommunikatoren analysierst, stellst du fest, dass sie dich durch die Wahl ihrer Worte unterbewusst in eine bestimmte Richtung lenken wollen.

Einige Formulierungen genügen schon, um dich und deine Gedanken auf einen Weg zu schubsen. Ebenso ist eine klare und bewusste Kommunikation auf der Arbeit entscheidend dafür, dass du in Gesprächen deine Meinung durchsetzen kannst und keine lästigen Aufgaben erhältst.

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Diese 4 Phrasen solltest du sofort vergessen

Denn es ist tatsächlich so: Wenn du dich nicht deutlich artikulierst, zeigst du de facto Schwäche. Der Grund dafür: Du sagst weder klar „Ja“ noch deutlich „Nein“ und das führt wiederum dazu, dass deine Kollegen nicht wissen, was du möchtest.

Um dich beruflich und privat voranzubringen, wollen wir dir deshalb insgesamt vier Phrasen vorstellen, die du am besten sofort aus deinem Sprachgebrauch streichst.

„Ich will / Ich würde gerne …“

Was alle genannten Phrasen gemeinsam haben, ist, dass sie vage sind. Durch diese Art der Formulierungen wirkst du unsicher und auch unentschlossen. Aus diesem Grund solltest du dich im ersten Schritt von Konjunktiv-Konstruktionen verabschieden.

Anstatt zu sagen „Ich würde gerne mit dir darüber sprechen.“ kannst du auch direkt formulieren: „Ich habe Gesprächsbedarf. Ich schicke dir einige Termine. Schau bitte, welcher Tag für dich passt.“

„Könntest du das …“

Das Hilfsverb „Können“ tritt häufig in Kombination mit der Bitte nach Hilfe oder einer kleinen Dienstleistung auf. „Könntest du mir das nächste Telefonat abnehmen?“ Auf Fragen wie diese lautet die Antwort in den meisten Fällen: Nein.

Das liegt weder daran, dass du unhöflich warst noch daran, dass dein Gesprächspartner unhöflich ist. Vielmehr räumt ein „Können“ dem Gegenüber die Möglichkeit ein, eine Aufgabe auch abzulehnen – ohne schlechtes Gewissen.

Deshalb ist es besser, dein Anliegen direkt zu formulieren. Eine Option: „Ich benötige deine Hilfe. Unterstützt du mich bei dieser Aufgabe bitte?“ Somit ist deinem Gesprächspartner sofort klar, worum es geht. Falls er trotzdem keine Zeit hat, wird er das sagen.

„Ich könnte …“

Und „Können“ ist auch in einem anderen Kontext uneindeutig – und zwar dann, wenn du etwas willst. Stell dir beispielsweise vor, dass dir dein Chef eine neue Aufgabe anvertrauen will. Du hast großes Interesse, freust dich und sagst dann: „Das könnte ich machen.“

Auch hierbei wird deine Intention nicht klar. Deshalb gilt auch in einem positiven Kontext: Drücke dich deutlich aus. „Ja, ich übernehme diese Aufgabe.“ So lässt du keine Zweifel an deinem Willen übrig.

„Vielleicht … / Eigentlich …“

Was für das geschriebene Wort gilt, gilt auch für das gesprochene Wort. Vermeide – insbesondere im beruflichen Umfeld – unnötige Füllwörter wie „vielleicht“, „eigentlich“, „im Prinzip“, „voraussichtlich“ und Co.

Diese ergänzenden Wörter sind ein fester Bestandteil von Phrasen. Sie lassen Aussagen verschwimmen und nehmen deiner Argumentation ihre Kraft. Aus diesem Grund gehören auch sie zu den Formulierungen, die du sofort aus deinem Wortschatz streichen kannst.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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